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Aufgabe des Staates ist es, eine Ordnung zu garantieren, in der religiöse wie religiös "unmusikalische" Menschen auf dem gleichen Territorium friedlich zusammenleben und dabei offen zu ihren Überzeugungen stehen können. (S. 24)

 

Cover: Im eigenen Namen, in eigener VerantwortungZum Inhalt

In der heutigen immer pluralistischer werdenden Welt stellt sich zusehends die Frage, wie es mit der Kompatibilität einer Religionsgemeinschaft aussieht, die eine absolute Glaubenswahrheit verkündet. In kurzer, prägnanter Form gibt der Autor Antworten, wie die katholische Kirche und der Katholik auf die Herausforderungen des säkularen Staates reagieren und sich in der Gesellschaft einbringen soll.

 

 

 

Meine Meinung

Als ich das Buch zum ersten Mal erblickte, war ich zunächst irritiert, daß der Generalvikar eines katholischen Bistums (Chur) ein solches Buch in einem evangelischen Verlag veröffentlicht. Andererseits: gelebte Ökumene. Und wenn man es genau nimmt, ist das nicht nur ein „katholisches“ Buch, sondern die Aussagen des Autors treffen auf jede Konfession, ja genauer gesagt, jede Religion zu. Denn er beschreibt Bedingungen, unter denen ein friedliches Zusammenleben verschiedener Religionen in einem (säkularen) Staat möglich ist.

„So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!“ (Matthäus 22.21, Schlachter-Bibel) Schon im Neuen Testament als Jesus-Wort wird hier die Trennung von Staat und Kirche erklärt, und es waren die ersten Christen, die für Religionsfreiheit kämpften und vielfach ihr Leben ließen. Denn sie weigerten sich, einen vom Staat vorgeschriebenen Gott (nämlich den Kaiser) anzubeten und als Gott zu verehren. Daß diese schon im Evangelium angelegte Trennung im späteren Verlauf der Geschichte von der (kath.) Kirche wieder aufgegeben wurde, verschweigt der Autor nicht und kritisiert dies auch deutlich als Irrweg.

Es war das 2. Vatikanische Konzil, welches die (kath.) Kirche für die moderne Zeit öffnete und bereit machte. Im Verlauf des Büchleins wird deutlich, wie wenig davon bis heute umgesetzt wurde - und wie gleichzeitig modern vor über einem halben Jahrhundert Richtungsentscheidungen getroffen wurden, die heute noch Gültigkeit haben und mir bisweilen so erscheinen, als ob diese in Kenntnis der heutigen Situation so und nicht anders ausfielen.

Martin Grichting hat in diesem Text für mich überzeugend (und im übrigen für mich erstmals) die „zwei Königreiche“ säkularer Staat sowie Kirche beschrieben und gegenübergestellt. Beide haben ihre Berechtigung, und beide ihre je eigenen Aufgaben, was gegenseitig respektiert werden sollte. Er plädiert sehr stark dafür, daß sich die Kirche aus der aktuellen Tagespolitik heraushalten sollte (und zitiert dazu die entsprechenden Dokumente des 2. Vaticanums), denn in politischen Fragen gibt es oftmals nicht die eine Lösung, sondern auch Christen können da durchaus verschiedener Meinung sein. Nimmt die Kirche (bzw. deren Vertreter) hier für eine Seite Stellung, überschreitet sie ihren Auftrag.

Vor allem dieser Argumentationsstrang gefiel mir außerordentlich gut, und wenn ich mir so manche Verlautbarung der deutschen Bischöfe der letzten Monate oder Jahre ansehe, weiß ich, worauf der Autor möglicherweise (auch) anspielt.

So gibt der Autor auf rund sechzig Seiten eine überzeugende Antwort, ob und wie eine „Glaubensgemeinschaft, die unbedingten religiösen Wahrheiten verpflichtet ist, Teil einer pluralistischen Gesellschaft sein und in ihr wirken kann.“ (Grichting, Klappentext) Damit zeigt er „nebenbei“ auch einen Weg für andere Konfessionen und Religionen auf, wobei - das macht er sehr deutlich - natürlich immer Voraussetzung ist, daß die Geltung der Gesetze des Staates von allen zu respektieren ist.

 

Mein Fazit

Auf rund sechzig Seiten eine prägnante Darstellung, wie ein religiöser Mensch in einer pluralistischen Gesellschaft leben und sich einbringen kann.

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Über den Autor

Martin Grichting wurde 1967 in Zürich geboren. Er studierte Theologie in Fulda, München und Rom, wurde 1992 zum Priester geweiht, 1997 wurde er promoviert, 2006 hat er sich habilitiert. Er ist Generalvikar des Bistums Chur.

Bibliographische Angaben

59 Seiten, kartoniert
Verlag: Fontis-Brunnen, Basel 2018. ISBN 978-3-03848-143-0

Bibliographische Angaben

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Woodsmall, Cindy: Wie Federn im Wind

„Niemand ist frei, Cara. Und die, die glauben, sie wären frei, haben nur nicht lang genug darüber nachgedacht.“ (Seite 312)

Cover: Wie Federn im Wind

Zum Inhalt

Das Leben hat Cara Moore nichts geschenkt. Schon früh verliert sie ihre Mutter durch einen Unfall. Ihre Kindheit und Jugend verbringt sie in Pflegefamilien. Cara heiratet jung, doch nach dem frühen Tod ihres Mannes ist sie gezwungen, mit ihrer Tochter Lori ein Vagabundenleben zu führen. Immer auf der Flucht vor einem Mann, der sie verfolgt, kann sie an keinem Ort lange bleiben.
Eine geheimnisvolle Adresse im Tagebuch ihrer Muter schenkt Cara und Lori neue Hoffnung. Ihre Suche führt sie direkt ins Herz des Amischlandes, nach Pennsylvania. Aber was hatte Caras Muter mit den Amisch zu schaffen? Und warum begegnen ihr die Bewohner von Dry Lake mit Angst und Mißtrauen?
Nur Ephraim Mast, ein junger Schreiner, bietet Cara und Lori seine Hilfe an. Zwei Welten prallen aufeinander. Für Cara beginnt eine Reise zu den Geheimnisses ihrer Vergangenheit und ein Heilungsprozeß für die Wunden der Gegenwart.

 

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Pella, Judith: Bevor der Morgen dämmert (Sturmzeiten 3)

Innerlich spürte sie, dass sie, egal ob etwas Gutes oder Schlimmes auf sie wartete, wahrscheinlich überleben würde. Das war vermutlich ihr Fluch und vielleicht auch ihre Hoffnung. (Seite 383)

 

Cover: Bevor der Morgen dämmertZum Inhalt

Jacqueline noch in L. A., Blair auf den Philippinen und Cameron in der UdSSR. Wenige Wochen nach Ende des Vorgängerbandes setzt die Handlung ein, und die Hayes-Schwestern sind noch da, wo wir sie verlassen haben.
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In einer immer schneller zusammenbrechenden Welt geht es oft nur noch um das nackte Überleben.

 

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Wallace, Amy: Der Tag, der alles veränderte

Sein schlimmster Alptraum war Wirklichkeit geworden. (Seite 138)

Cover: Der Tag, der alles veränderteZum Inhalt

Gracie Lang hat durch die Tat eines betrunkenen Autofahrers ihre beiden Kinder und ihren Mann verloren. Nun kennt sie nur noch ein Ziel: den Autofahrer, der ihre Familie auf dem Gewissen hat, aufzuspüren und hinter Gitter zu bringen.
Eines Tages macht sie die Bekanntschaft von Steven Kessler, einem FBI-Agenten, der den Glauben an Gott weitgehend verloren hat. Er hat den Auftrag, eine internationale Verschwörung aufzudecken. Die Tochter des britischen Botschafters ist entführt worden und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Steven weckt in Gracie die Hoffnung auf ein Leben, wie sie es sich immer gewünscht hat. Aber sein Fall und ihre Vergangenheit sind auf gefährliche Weise miteinander verbunden - und plötzlich ist Gracie in Gefahr. Sie muß sich entscheiden: Kann sie - will sie - ihr altes Leben hinter sich lassen, um die Chance auf einen Neuanfang zu gewinnen?

 

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