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Du kannst Deinem Schicksal eine Weile ausweichen, aber du kannst ihm nichtg ewig entfliehen. (Seite 235)

 

Cover: Das Vermächtnis des ZimmermannsZum Inhalt

Als eines Tages eine ältere Dame in Corins Antiquitätengeschäft tritt und ihm einen Stuhl überläßt, beginnt seine Welt aus den Fugen zu geraten. Es hat den Anschein, als ob ein kranker Junge, nachdem er auf dem Stuhl saß, wie durch ein Wunder geheilt wurde. Auch der seit Jahren währende Zwist mit seinem Bruder erleichtert die Situation nicht gerade, denn wenn der Stuhl einen Jungen heilen kann, dann seinen Bruder vielleicht auch? Aber dazu müßte der erst mal wieder mit ihm reden. In der Zwischenzeit tauchen merkwürdige Gestalten auf, die unter allen Umständen in den Besitz des Stuhls kommen wollen und in der Wahl ihrer Methoden zusehends weniger Skrupel kennen.

 

 

Kommentar / Meine Meinung

Das Haus an der Küste“, welches das Debut von James L. Rubart war, hatte mir seinerzeit außerordentlich gut gefallen, so daß ich mit entsprechend hohen Erwartungen an dieses Buch heran ging. Diese wurde leider nicht ganz erfüllt. Doch der Reihe nach.

Wie der Autor in seinem Nachwort schreibt, ist das Hauptthema seines Romans die Beziehung zu bzw. zwischen Menschen. Die Umsetzung dessen in verschiedenen Facetten und Aspekten ist ihm sehr gut gelungen, daran gibt es keinen Zweifel.

Mein „nicht ganz erfüllt“ bezieht sich auf das Finale, den „Showdown“, wenn man so will. Dieser entwickelt sich, man kann sagen, hochdramatisch und ich war mir nicht immer sicher, wie das ausgehen würde. Selbst dabei taucht das Motiv der Beziehungen auf. Mit persönlich entwickelte sich das zu thrillermäßig (was für mein Empfinden nicht so ganz zum Rest des Buches paßt) und bekam in der deutschen Übersetzung noch einen Hauch Verschwörungstheorie verpaßt an einer Stelle, an der im amerikanischen Buch auf das 3. Reich Bezug genommen wird.

Man erlebt es in Filmen wie Büchern immer wieder, daß für Deutschland diese Bezüge geändert und herausgenommen werden, selbst auf die Gefahr hin, daß dann manches andere nicht mehr zusammenpaßt. Hier paßte der "Rest" zwar, und ehrlich gesagt, haben mir beide Versionen nicht so recht gefallen. Aber wenn ich wählen könnte, würde ich auf jeden Fall die vom Autor ursprünglich geschriebene Fassung vorziehen. Schließlich spielt das Buch in Amerika, nicht in Deutschland. Ich persönlich ziehe es vor, das zu lesen, was ein Autor geschrieben hat und nicht das, was ein deutscher Verlag für das hiesige Publikum meint, ändern zu müssen. Ich dachte bisher, diese Eingriffe in ein Buch seien vor allem früher vorgekommen und heute passé; ich wurde eines anderen belehrt und werde als Konsequenz daraus den Anteil meiner auf Englisch zu lesenden Bücher erhöhen.

Beziehungen sind das eigentliche Thema dieses Buches; es gibt darin eine ganze Reihe davon. Da ist zunächst die zwischen Corin und seinem Bruder Sebastian. Seit letzterer durch einen Unfall schwer verletzt wurde, an dem er Corin die Schuld gibt, herrscht Funkstille zwischen den beiden. Das heißt, Corin versucht zwar, Kontakt aufzunehmen, aber Sebastian verweigert sich konsequent. Es gibt die Beziehung zwischen Corin und seiner Freundin Tori, für die alles, was mit Religion zu tun hat, ein Reizthema ist. Oder die zu seinem besten Freund A. C., die im Verlauf des Buches ebenfalls auf eine schwere Probe gestellt wird.

Die Darstellung all dieser (und weiterer Beziehungen) fand ich llogisch, in sich schlüssig und nachvollziehbar, in den Höhen wie den Tiefen. Die Figuren dachten und handelten so, wie das jemand im realen Leben wohl auch tun würde, ohne daß hier geschönt wurde, wie man das bisweilen in christlichen Romanen findet. In dieser Hinsicht, etwa auch Toris Einstellung und Verhalten das ganze Buch hindurch, hebt sich dieser Roman deutlich positiv von vielen anderen ab. Hier sei auch erwähnt, daß sich am Ende eben nicht alles in Wohlgefallen und einem „rosigen Happy End“ auflöst, sondern nicht alles gut wird. Wie im richtigen Leben auch.

Die „Heilung zerbrochener Beziehungen“ wollte Rubart mit diesem Buch thematisieren; im Nachwort gibt er auch seine Motivation, die in einer Erfahrung gründet, welche er selbst gemacht hat, an. Das hat er für mich überzeugend und auf eine Weise dargestellt, die zum Nachdenken anregt, was man selbst im eigenen Leben in dieser Richtung unternehmen oder ändern sollte.

 

Kurzfassung

Trotz (für mich) einiger Schwächen im Finale ist es dem Autor gelungen, die Wichtigkeit und den Wert von Beziehungen zu und zwischen Menschen überzeugend darzustellen.

Interessiert Sie das Buch? Wollen Sie es selbst lesen? Sie können es > hier im Gregor-Versand Shop direkt bestellen < !

 

Über den Autor

James L. Rubart ist verheiratet, Vater von zwei Söhnen und Inhaber einer Marketingfirma. Mit seiner Familie lebt er in der Nähe von Seattle.

Bibliographische Angaben

Originaltitel: The Chair Aus dem Amerikanischen von Sylvia Lutz
399 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag. Verlag: Gerth Medien GmbH, Aßlar 2013

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Gray, Shelley Shepard: Forgiven

God never promised us an easy life, and I don’t think I need an easy life - just one I can feel good about.* (Seite 53)

 

Cover: ForgivenZum Inhalt

Ein Feuer zerstört die Scheune der Lundys, Winnie wird dabei verletzt und muß für einige Tage ins Krankenhaus. Samuel Miller, der vor einigen Jahren die Amischgemeinde verlassen hat (bzw. nicht beitrat), lehrt an der Universität und wohnt praktisch neben dem Krankenhaus. Damit Winnie nicht alleine ist, kümmert er sich um sie. Als sie einige Tage später aus dem Krankenhaus entlassen wird, stehen beide vor einer schwierigen Entscheidung: wenn es ein gemeinsames Leben geben soll, muß einer von ihnen sein jetziges aufgeben.
Währenddessen hat Jonathan, dessen Scheune niederbrannte, ganz andere Probleme. Sein Glaube und seine Gemeinde erwarten von ihm, daß er dem (oder der), der das Feuer verursacht hat, vergibt. Aber wie kann man jemandem vergeben, wenn sich dieser weder zu erkennen gibt noch die Verantwortung übernimmt?
Und dann steht natürlich immer noch die Hochzeit von Anna und Henry bevor. Mit einem geruhsamen Leben ist es bei den Brennemans und Lundys jedenfalls vorerst nichts.

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Kuby, Gabriele: Die globale sexuelle Revolution

Was einst als Verbrechen galt, ist in ein Recht verwandelt worden, und was als Gerechtigkeit galt, ist zu einer Verletzung der Menschenrechte geworden. (Jakob Cornides, Seite 240)

Cover: Die globale sexuelle Revolution

 

Zum Inhalt

Die globale sexuelle Revolution, vorangetrieben von UN und EU, hat sich zunächst hinter dem Rücken der Öffentlichkeit in Politik, Institutionen und Ausbildungseinrichtungen eingeschlichen. Inzwischen ist daraus längst ein gewaltiges gesellschaftliches Umerziehungsprogramm geworden, welches die Voraussetzungen einer freiheitlichen Gesellschaft zerstört und zunehmend totalitäre Züge annimmt.

 

 

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Büchle, Elisabeth: Der Klang des Pianos

Die Menschen in meinem Umfeld, diejenigen, die mich lieben und die ich liebe, sind letztendlich wichtiger, als Reichtum anzuhäufen und Macht auszuüben. (Seite 244)

 

Cover: Der Klang des PianosZum Inhalt

Der Instrumentenbauer Richard ist nicht sehr begeistert, als er 1911 eine entfernte irische Verwandte seines Chefs als Dolmetscher und Fremdenführer zwei Wochen lang bei deren Besuch in Freiburg begleiten soll.
Im Frühjahr 1912 trifft er Norah wieder. Sie ist Stewardess auf dem Luxuliner „Titanic“, er soll auf eben diesem Schiff ein mechanisches Klavier einbauen. Beide stellen fest, daß sie einander nicht vergessen haben. Während Norah von undurchsichtigen Gestalten verfolgt wird, hat es eine vornehme Dame auf Richard abgesehen.
Doch bevor Richards und Norahs Beziehung so richtig begonnen hat, legt die „Titanic“ ab zur Jungfernfahrt.

 

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Blackstock, Terri: Nur wenn ich fliehe (Rezension von Bernhard Gregor)

Ich bin derjenige von uns beiden, der in drei Auslandseinsätzen im Krieg war. Er ist der, der jetzt tot ist. (Seite 38)

 

Cover: Nur wenn ich flieheZum Inhalt

Casey Cox findet ihren besten Freund ermordet vor. Doch anstatt die Polizei zu rufen, flieht sie und macht sich damit verdächtig. Bald ist ihr nicht nur die Polizei auf den Fersen, sondern auch ein von der Familie des Ermordeten angeheuerter Detektiv. Doch je näher er an Casey Cox herankommt, um so mehr Zweifel kommen ihm, ob sie wirklich die Mörderin ist.

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Gaucher, Guy: Chronik eines Lebens. Therese von Lisieux

Sie, die ihr Lebensende in den Finsternissen verbracht hatte, den modernen Unglauben prophetisch ankündigend, sie wird auch Patronin der inneren Missionen (Seite 313)

 

Cover: Chronik eines LebensZum Inhalt

Lisieux ist heute untrennbar verbunden mit der hl. Therese von Lisieux, einer Karmelitin, die in einem kurzen Leben zu einer der ganz Großen wurde. In diesem Buch wird ihre Lebensgeschichte in Romanform, jedoch getreu anhand überlieferter Dokumente erzählt. So entsteht das Bild einer Frau, die mit 24 Jahren starb, und doch einen weiteren Weg zurückgelegt hatte, als mancher Neunzigjährige. Und die zurecht von Papst Johannes Paul II. zur Kirchenlehrerin erhoben wurde.  

 

 

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