Bücher / Filme  

   

Aktuell / Info / Hilfe  

   

Login - Logout  

Bitte melden Sie sich an:

Oder registrieren Sie sich.

   

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

So daß wir absolut klar verstehen, daß wir eine Wahl treffen müssen. Entweder sind wir mit ihm, oder wir sind mit der Welt. Wir werden bald gezwungen sein, unsere Loyalität zu erklären, und indem wir dies tun, müssen wir akzeptieren, daß uns die Welt möglicherweise verstößt. (Seite 213)

 

Cover: Die Flamme der HoffnungZum Inhalt

Das Buch setzt wenige Minuten nach dem Ende von „Die Frau des Zenturio“ ein. Kaum haben sich Leah und Alban ins Hochzeitsgemach zurückgezogen: Linus, Albans alter Kamerad, bringt ihnen ein Pferd und den Rat sofort zu fliehen. Pilatus ist verreist und Herodes will sich für die Durchkreuzung seiner Pläne rächen. Abigail, Leahs Dienerin, bleibt zusammen mit ihrem Bruder Jakob in Jerusalem. Als Linux sie erblickt, kennt er nur einen Gedanken: er will sie zur Frau. Doch Esra, ein reicher jüdischer Kaufmann, will ein selbiges. So steht Abigail, die überhaupt nicht an eine Heirat dachte, plötzlich zwischen zwei Männern. Beide mit Macht und Einfluß.

Währenddessen wächst die Gemeinde in Jerusalem fast täglich, die Apostel lehren im Tempel, der Sanhedrin und die Pharisäer werden zusehends unruhig. Dachte man, mit dem Tod des Jesus von Nazareth würden sich seine Anhänger zerstreuen, so ist das genaue Gegenteil eingetreten. Und während Gamaliel zur Besonnenheit rät, ist ein junger Pharisäer namens Saul alles andere als besonnen. Ein gewisser Stefanus gerät in seinen Focus ...

 

Vorbemerkung

Achtung: Kurzinhalt wie „Meine Meinung“ verraten zwangsläufig das Ende von „Die Frau des Zenturios“ sowie weiteren Inhalt von dort.

Ich habe das Buch im amerikanischen Original gelesen, die deutschen Übersetzungen hier sind von mir und daher vermutlich nicht mit denen in der deutschen Buchausgabe identisch. Hier genannte Seitenzahlen beziehen sich auf die amerikanische HC-Ausgabe des Buches.

 

Kommentar / Meine Meinung

Es ist mir ein Rätsel. Es ist mir ein Rätsel, weshalb dieses Buch seit nunmehr rund eineinhalb Jahren ungelesen im Bücherregal stand. Vielleicht weil ich unbewußte Befürchtungen hatte, dieser zweite Band der Trilogie könnte an den ersten nicht heranreichen? Nun, wenn ich denn solche hatte, so waren sie auf jeden Fall unbegründet. Fast wie im Flug und viel zu schnell sind die 390 Seiten ausgelesen und ich muß die lieb gewordenen Protagonisten wieder verlassen. Doch nicht für lange; „The Damascus Way“ habe ich zum baldigen Lesen aus dem Regal geholt. Und dann am besten alle Bände nochmals direkt hintereinander. Denn von diesem zweiten Band bin ich mindestens so begeistert wie vom ersten.

Genau dieses - das Hintereinanderlesen - empfiehlt sich, erzählen die Autoren doch eine durchgehende Geschichte: dieser zweite Band beginnt in der Minute, in der der vorige aufgehört hat. (Band 3 dann sieben Jahre später.) Abigail, die im ersten Buch eine Nebenfigur war, übernimmt hier die Hauptrolle. Obwohl ihr noch immer ihre Beinverletzung zu schaffen macht, begehren sie zwei Männer zur Frau. Da ist Linux, der römische Offizier, der ihr und ihrem Bruder Jakob Sicherheit bieten kann. Und da ist der reiche jüdische Kaufmann Esra, der eine Mutter für seine beiden kleinen Kinder sucht. Er bittet seine Schwester Sapphira, für ihn zu sprechen. Als Lohn überschreibt er ihr ein Stück Land in Jerusalem, das deren Mann bald verkauft. Das Geld („die ganze Summe“) legen Sie Petrus zu Füßen. In der Apostelgeschichte (Apg 5.1-11) ist nachlesbar, was dann geschah.

Nun ist es bei dem Hintergrund sowohl der Autoren als auch der Verlage (Original- wie deutscher Verlag) klar, daß in einem solchen Roman, der biblische Themen zum Inhalt hat, diese als wahr und historisch angesehen werden. Und dennoch hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, missioniert werden zu sollen oder ein frömmelndes Werk zu lesen. Ich bin eingetaucht in die Welt der urchristlichen Gemeinde des Jahres 35 n. Chr.; eine Gemeinde, in der viele noch Jesus selbst erlebt hatten. Die glaubten, miteinander teilten, nach ihrer jüdischen Sitte lebten (die sich, denke ich etwa an die Beschreibungen Allegra Goodmans des jüdischen Lebens in der heutigen USA, in manchen Dingen nur sehr wenig verändert hat), und sich mit der beginnenden Christenverfolgung konfrontiert sahen.

Deshalb war es auch gar nicht so einfach, die Heiratsanträge von Linux und Esra zu behandeln. Denn beide waren in ihrem Bereich mächtige Männer, die - zurückgewiesen - der Gemeinde beträchtlichen Schaden hätten zufügen können. Doch wie schon in „Die Frau des Zenturio“ fügt sich alles zu einer Geschichte, von der man zwar nicht sicher wissen kann, ob sie sich denn so abgespielt hat (weil neben historischen auch viele fiktive Figuren auftreten), die sich andererseits aber genau so abgespielt haben könnte. Und das ist für mich mit das größte Verdienst der Autoren: sie erwecken die erste Zeit nach Jesu Tod, das Leben der Urgemeinde auf eine Art zum Leben, daß ich das Gefühl hatte, selbst damals dabei gewesen zu sein. Bisweilen trockene Worte der Schrift werden durch die Nacherzählung zu einem Kopfkino erweckt, das eindringlicher als manche Predigt oder manches Sachbuch erzählt. Und unweigerlich zwingt, sich dieselben Fragen zu stellen, die sich Linux im Verlaufe des Buches stellt.

Als dann ein gewisser Stefanus auftauchte, war klar, was im Laufe des Buches passieren würde. Doch zuvor konnten wir ihm beim Lehren lauschen, und dessen Ausführungen (wie auch die von Petrus und anderen) hatte es wirklich in sich. Da spürte man so richtig das „Feuer der Begeisterung“. Wie überhaupt seinerzeit jenes Feuer, das heute weithin erloschen zu sein scheint, allgegenwärtig brannte. Irgendwann beim Lesen stellte sich mir die Frage, wann dieses Feuer eigentlich heruntergebrannt, die Begeisterung verschwunden und sich eine Art „statisches Leben“, in dem für Wunder kein Platz mehr war, eingestellt hatte.

Aber wer weiß, vielleicht ist dieses Buch genau zur richtigen Zeit erschienen. Denn heute sieht sich die Christenheit, die übrigens nach wie vor die weltweit am meisten verfolgte Religion mit dem höchsten jährlichen Blutzoll ist, wieder mit beginnender oder zunehmender Verfolgung konfrontiert. Da ist es vermutlich ganz sinnvoll, sich der Anfänge zu erinnern. Oder, wie Petrus es (im Buch) ausdrückte:

May God keep us faithful until such time as we meet our Messiah again.** (Seite 386)

 

Kurzfassung

Die Apostelgeschichte als historischer Roman. Ein lesenswerter Einblick in die Welt der urchristlichen Gemeinde in Jerusalem, wie es damals gewesen sein könnte, zwei Jahre nach dem Tod Jesu.

 

Sinngemäße Übersetzungen der englischen Zitate (aus dem Kontext) bzw. Originaltext:
* = Originaltext: So we could clearly understand, that choices must be made. Either we are fully with him, or we are with the world. We will soon be forced to declare our allegiance, and in doing so, we must accept that the world may then cast us out.
** = Möge Gott uns im Glauben erhalten bis zu der Zeit, da wir unseren Messias wieder sehen werden.

 

Interessiert Sie das Buch? Wollen Sie es selbst lesen? Sie können es (sofern lieferbar) >hier im Gregor-Versand-Shop sofort bestellen < !

 

Bibliographische Angaben meiner gelesenen Ausgabe

394 Seiten, 2 Karten, gebunden mit Schutzumschlag Reihe: Acts of Faith, Book 2 Verlag: Bethany House Publishers, Bloomington MN 2010

Deutsche Ausgabe: 416 Seiten, gebunden Originaltitel: The Hidden Flame. Aus dem Amerikanischen von Silvia Lutz; Reihe: Acts of Faith, Book 2. Verlag: Gerth Medien GmbH, Aßlar 2011

Das Buch gehört zur Acts of Faith Trilogie:
- Bunn, Davis / Oke, Janette: Die Frau des Zenturio
- Die Flamme der Hoffnung
- Bunn, Davis / Oke, Janette: Der Weg nach Damaskus

Ursprünglich geschrieben am 25. August 2011

Sie haben leider keine Rechte, um einen Kommentar zu schreiben

   

Nachtigall, Patrick: Keine Angst vor dem Islam

Cover: Keine Angst vor dem Islam

 

Zum Inhalt

Fast täglich hört oder liest man über den Islam. Der Autor bietet in seinem Buch einen ersten Zugang zum Islam und erklärt einige wesentliche historische und religiöse Dinge. Darüberhinaus gibt er einen Ausblick, wie sich der Islam in verschiedenen Teilen der Welt in Zukunft entwickeln könnte.

Weiterlesen ...
   

Kellner, Albrecht: Expedition zum Ursprung

Den Trugschluss, dass die Naturwissenschaft die Erklärung für den Ursprung allen Seins liefern würde, hatte ich noch relativ leicht durchschauen können. (Seite 56)

 

Cover: Expedition zum UrsprungZum Inhalt

Schon seit seiner Kindheit beschäftigt Albrecht Kellner die Frage nach dem Sinn des Lebens. In den Naturwissenschaften meint er, die Erklärung für „das, was die Welt zusammen hält“, finden zu können und studiert deshalb Physik. Doch je weiter er in seinem Studium fortschreitet, um so mehr erkennt er, daß die Physik diese Fragen nicht beantworten kann. So gibt er sein Stipendium in den USA auf und sucht anderweitig nach Antworten auf seine Fragen, ohne diese jedoch zu bekommen. Schließlich wird er da fündig, wo er überhaupt nicht damit gerechnet und demzufolge auch nicht gesucht hatte.

Weiterlesen ...
   

Hannon, Irene: Gezeiten der Hoffnung

Wie kommt es eigentlich, dass es nie leicht ist, Herr? (Seite 106)

 

Cover: Gezeiten der HoffnungZum Inhalt

Kate MacDonald schlägt sich mit ihrer vierjährigen Tochter mit mehreren Jobs durch. Kaum ist Craig Cole neuer Kommandant der Küstenwache auf Nantucket, geraten beide aneinander. Kein guter Start, vor allem, als es sich ergibt, daß seine Tochter von der gleichen Tagesmutter betreut werden wird wie die von Kate. Aber je öfter sie sich sehen, um so mehr fühlen sie zueinander hingezogen. Obwohl beide nach schlimmen Erfahrungen und Verlusten vorhaben, nie wieder eine Partnerschaft einzugehen.
Aber leider haben Verstand und Gefühl da eine jeweils andere Meinung. Doch die Hürden scheinen unüberwindbar.

Weiterlesen ...
   

Gaucher, Guy: Chronik eines Lebens. Therese von Lisieux

Sie, die ihr Lebensende in den Finsternissen verbracht hatte, den modernen Unglauben prophetisch ankündigend, sie wird auch Patronin der inneren Missionen (Seite 313)

 

Cover: Chronik eines LebensZum Inhalt

Lisieux ist heute untrennbar verbunden mit der hl. Therese von Lisieux, einer Karmelitin, die in einem kurzen Leben zu einer der ganz Großen wurde. In diesem Buch wird ihre Lebensgeschichte in Romanform, jedoch getreu anhand überlieferter Dokumente erzählt. So entsteht das Bild einer Frau, die mit 24 Jahren starb, und doch einen weiteren Weg zurückgelegt hatte, als mancher Neunzigjährige. Und die zurecht von Papst Johannes Paul II. zur Kirchenlehrerin erhoben wurde.  

 

 

Weiterlesen ...
   

Blackstock, Terri: Falsche Wahl (Cape Refuge 3)

Unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut. Er ist gegen die Fürsten und Gewalten.* (Seite 277)

 

Cover: Falsche WahlZum Inhalt

Kurz vor einer Debatte der Bürgermeisterkandidaten verschwindet die Gattin eines derselben spurlos, um einige Tage später tot aufgefunden zu werden. Die Indizien deuten auf den Ehemann als Täter hin, doch bald ergeben sich weitere Spuren.
Während Cade, der Polizeichef, in mühsamer Kleinarbeit versucht, den Fall, der immer weitere Kreise zieht, zu lösen, setzt auch Blair Owens, inzwischen Herausgeberin der örtlichen Zeitung, ihre Recherchefähigkeiten ein. Damit gefährdet sie die noch brüchige Beziehung zu Cade. Aber kann man bei dem sich auftuenden Abgrund auf solche persönlichen Belange Rücksicht nehmen?

 

Weiterlesen ...