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Das war die Rettung, um die sie gebetet hatte. Sie hätte nie gedacht, dasss ein Engel nach Pfeifentabak riechen und ein Gewehr tragen könnte.(Seite 113)

 

Cover: Weil du mir versprochen bistZum Inhalt

Gideon ist ein Frauenheld, Leonie ein schüchternes Mädchen. Beide kommen aus ärmlichen bis zerrütteten Verhältnissen. Als es zu einem Kuß kommt, zwingt Leonies gewalttätiger Vater die beiden zu heiraten.
Da sie nicht im Elternhaus bleiben können, machen sie sich bald zu Fuß auf den Weg in die nächste Stadt, die etliche Tagesreisen entfernt ist. Leonie wird immer schwächer und bricht schließlich zusammen. Als Gideon sie dennoch zum Weitergehen zwingen will, taucht plötzlich ein Mann mit Gewehr auf und greift ein.
Ab da läuft alles ganz anders.

 

 

 

Kommentar / Meine Meinung

Manchmal sind es gerade die kleinen, unbedachten Momente, die dem Leben eine völlig andere Wendung geben, die alles auf den Kopf stellen. Ein solcher unbedachte Moment ist, als Gideon Leonie nach Hause bringt und küßt. Deren Vater ist das, was man einen Wüterich bezeichnen könnte, eher gefürchtet, sicher nicht geachtet, und zwingt die beiden zu heiraten. Wobei auch Gideons Eltern nicht ganz unfroh sind, auf diese Art einen Esser weniger versorgen zu müssen. Denn dort wohnen die beiden nach der Hochzeit vorübergehend und bekommen deutlich zu spüren, daß sie überflüssig sind. So machen sie sich auf den beschwerlichen Fußmarsch ins entfernte Stuart, wo sie Arbeit und Unterkunft zu finden hoffen.

Unterwegs wird Leonie immer schwächer, und als sie am Ende ihrer Kräfte ist, scheint alles aus zu sein. Aber genau da, am Tiefpunkt, kommt die Wendung zum Besseren, auch wenn Gideon das zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht einsehen will. Denn für ihn wird die Zeit bei den Bennetts eine harte Schule werden, und über weite Strecken ist nicht klar, ob er seine Lektion lernen wird.

Ungleich zu vielen anderen Romanen des Genres zeigt die Autorin deutlich auf, in welch teilweise ärmlichen und harten Verhältnissen die Menschen seinerzeit lebten. Ein Kind war oft nur ein Esser mehr, der zu versorgen ist. Und bloß, weil man in die Kirche ging, hieß das noch lange nicht, daß man außerhalb christlich lebte, wofür Leonies Vater ein drastisches Beispiel ist.

Als Gideon und Leonie zu Jebediah und Elsie Bennett kamen, wird ein deutlicher Kontrast zu der Welt, die sie bisher kannten, sichtbar. Manchmal habe ich mich gefragt, ob die Bennetts nicht zu gut, zu abgeklärt sind. Aber auch sie, es wird im Verlauf klar, mußten eine harte Schule des Lebens durchlaufen, bevor sie ihre „Altersweisheit“ erreichten. Es gibt eben immer mehrere Möglichkeiten und Wege, mit den Dingen, die einem zustoßen, umzugehen und zurechtzukommen. Man kann daran zerbrechen, auf die schiefe Bahn geraten - oder eben dadurch wachsen.

Und das ist auch eines der Hauptthemen des Buches, denn Gideon war ein Leichtfuß und als Frauenheld bekannt, dem es nie in den Sinn gekommen war zu heiraten oder gar eine Familie zu gründen. Es ist Jebediah, der ihn immer wieder mit mehr oder weniger Zwang darauf hinweist, daß er nun Verantwortung übernehmen - und sich seine Frau „verdienen“ muß. Für Gideon beginnt ein harter Lernprozeß, und immer wieder hat er mit Dämonen aus seiner Vergangenheit zu kämpfen. Aber auch Leonie hat ihren Packen zu tragen; bei ihr ist es aber eher ihr eigener Dickkopf, vielleicht sogar Stolz, die ihr immer wieder im Weg stehen. Und die Frage, ob und inwieweit Vergebung notwendig ist, will man ein neues Leben beginnen und das alte hinter sich lassen.

Gut gefallen hat mir die langsame Annäherung von Leonie und Gideon. Zur Ehe gezwungen - und in jenen Tagen galt so ein Versprechen noch etwas, selbst unter solchen Bedingungen - müssen sie miteinander auskommen. Die Entwicklung war nachvollziehbar beschrieben, nur wenige Male hatte ich den Eindruck, als ob es (etwas) zu schnell ginge bzw. nicht alles geschrieben war, was passierte. An vielen Stellen erfährt man beider Sicht auf eine Situation, was uns als Leser - meist - Verständnis entwickeln läßt, auch wenn man Gideon manchmal vielleicht schon gerne in den Hintern getreten hätte. Aber das hat Jebediah meist auf seine ganz eigene Art erledigt.

Das Buch ließ sich gut lesen, bisweilen hatte ich das Gefühl, es ist so rauh wie die Geschichte, die erzählt wird. Form und Inhalt entsprechen sich, was nicht allzuoft vorkommt, her aber die Figuren noch näher brachte und lebendiger werden ließ. Am Ende hätten es zum Ausklang gerne noch ein, zwei Seiten mehr sein dürfen, dennoch habe ich das Buch zufrieden geschlossen. Diese Geschichte ist erzählt, und wie es Gideon und Leonie weiter ergeht, kann man im hoffentlich bald auch auf Deutsch erscheinenden Fortsetzungsband lesen.

 

Kurzfassung

Der Roman so rauh, wie die Geschichte, die in ihm erzählt wird, versetzt den Leser in die Welt der Apalachen und der Menschen, die dort vor rund 120 Jahren lebten. Eine Geschichte um Geister der Vergangenheit, Vergebung, Neubeginn.

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Über die Autorin

Joanne Bischof lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in den Bergen Südcaliforniens.

Bibliographische Angaben

335 Seiten, kartoniert Originaltitel: Be Still My Soul. Aus dem Amerikanischen von Evelyn Reuter. Verlag: Brunnen Verlag, Gießen 2015

Reihe „Cadence of Grace“:
- Weil du mir versprochen bist
- Though My Heart Is Torn
- My Hope Is Found

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Nachtigall, Patrick: Keine Angst vor dem Islam

Cover: Keine Angst vor dem Islam

 

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Fast täglich hört oder liest man über den Islam. Der Autor bietet in seinem Buch einen ersten Zugang zum Islam und erklärt einige wesentliche historische und religiöse Dinge. Darüberhinaus gibt er einen Ausblick, wie sich der Islam in verschiedenen Teilen der Welt in Zukunft entwickeln könnte.

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Kuby, Gabriele: Die globale sexuelle Revolution

Was einst als Verbrechen galt, ist in ein Recht verwandelt worden, und was als Gerechtigkeit galt, ist zu einer Verletzung der Menschenrechte geworden. (Jakob Cornides, Seite 240)

Cover: Die globale sexuelle Revolution

 

Zum Inhalt

Die globale sexuelle Revolution, vorangetrieben von UN und EU, hat sich zunächst hinter dem Rücken der Öffentlichkeit in Politik, Institutionen und Ausbildungseinrichtungen eingeschlichen. Inzwischen ist daraus längst ein gewaltiges gesellschaftliches Umerziehungsprogramm geworden, welches die Voraussetzungen einer freiheitlichen Gesellschaft zerstört und zunehmend totalitäre Züge annimmt.

 

 

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Franke, Thomas: Das Tagebuch

Wir versuchen, die Schatten an der Wand zu deuten, und wissen nichts von dem Licht, das sie hervorruft. (Seite 288)

 

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Leon ist Leiter eines archäologischen Grabungsprojektes in der Vendée. Er will beweisen, daß hier Riothamus, die historische Figur hinter dem mythischen Artus, gelebt hat und gestorben ist. Dabei entdeckt er das Tagebuch einer jungen Frau, die 1793 in der Burgruine neben dem Ausgrabungsort eingekerkert war und auf ihre Hinrichtung wartete. Seltsam an diesem Fund ist, daß er zwischendurch verschwindet und verändert wieder auftaucht. Schließlich fühlt sich Leon angesprochen und schreibt hinein - um beim nächsten Auftauchen eine Antwort zu lesen. Was hat es damit auf sich? Und was für ein Geheimnis steckt hinter den seltsamen Vorkommnissen, die die Arbeit erschweren?

 

 

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Morgenroth, Dorothea: Die Bank unter der Linde

Der Anblick der Welt, die sie einmal mehr auf grausame Art ihrer Hoffnung beraubt hatte, war ihr zutiefst zuwider (Seite 173)

 

Cover: Die Bank unter der LindeZum Inhalt

Nachdem Dorothea mit ihrer Familie in das neuerworbene, renovierte alte Bauernhaus gezogen ist, macht sie die Bekanntschaft mit Benedikt Rathenberger, der vor vielen Jahren in eben diesem Haus geboren wurde. Das Buch mit handschriftlichen Eintragungen einer Mariele Kremeter-Schwartz, welches Dorothea auf dem alten Heuboden gefunden und das ihre Aufmerksamkeit geweckt hatte, entpuppt sich als eine Art Tagebuch einer der ersten Bewohnerinnen dieses Hauses - und als das der Urgroßmutter ihrer neuen Bekanntschaft.
So beginnt Dorothea anhand der Aufzeichnungen und der Erzählungen des alten Herrn Rathenberger die Geschichte jener Mariele zu erforschen und zu erzählen. Es entsteht das Bild einer couragierten Frau, die allen Widrigkeiten zum Trotz dennoch ihren Weg, der oft mehr Leid denn Freud mit sich brachte, gegangen ist. Über die Jahrzehnte hinweg wird ein Bogen in die Jetztzeit geschlagen, denn manches, was Dorothea erfährt, manche Parallele, die sich auftut, ist durchaus für die heutige Zeit aktuell.

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Wallace, Amy: Der Tag, der alles veränderte

Sein schlimmster Alptraum war Wirklichkeit geworden. (Seite 138)

Cover: Der Tag, der alles veränderteZum Inhalt

Gracie Lang hat durch die Tat eines betrunkenen Autofahrers ihre beiden Kinder und ihren Mann verloren. Nun kennt sie nur noch ein Ziel: den Autofahrer, der ihre Familie auf dem Gewissen hat, aufzuspüren und hinter Gitter zu bringen.
Eines Tages macht sie die Bekanntschaft von Steven Kessler, einem FBI-Agenten, der den Glauben an Gott weitgehend verloren hat. Er hat den Auftrag, eine internationale Verschwörung aufzudecken. Die Tochter des britischen Botschafters ist entführt worden und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Steven weckt in Gracie die Hoffnung auf ein Leben, wie sie es sich immer gewünscht hat. Aber sein Fall und ihre Vergangenheit sind auf gefährliche Weise miteinander verbunden - und plötzlich ist Gracie in Gefahr. Sie muß sich entscheiden: Kann sie - will sie - ihr altes Leben hinter sich lassen, um die Chance auf einen Neuanfang zu gewinnen?

 

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