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Innerlich spürte sie, dass sie, egal ob etwas Gutes oder Schlimmes auf sie wartete, wahrscheinlich überleben würde. Das war vermutlich ihr Fluch und vielleicht auch ihre Hoffnung. (Seite 383)

 

Cover: Bevor der Morgen dämmertZum Inhalt

Jacqueline noch in L. A., Blair auf den Philippinen und Cameron in der UdSSR. Wenige Wochen nach Ende des Vorgängerbandes setzt die Handlung ein, und die Hayes-Schwestern sind noch da, wo wir sie verlassen haben.
Aber Jacqueline will in Kürze zu ihrem japanischstämmigen Ehemann ins Lager ziehen, Blair wird zusehends in den Untergrund und damit die Kriegsereignisse hineingezogen, und Cameron hat mit ganz anderen Dingen als nur der sowjetischen Zensur zu kämpfen.
In einer immer schneller zusammenbrechenden Welt geht es oft nur noch um das nackte Überleben.

 

 

Vorbemerkung

Kurzinhalt wie „Meine Meinung“ verraten zwangsläufig möglicherweise Inhalte der Vorgängerbände.

 

Kommentar / Meine Meinung

Nach dem Ende des zweiten Bandes wollte ich mir eigentlich erst einmal eine Erholungspause gönnen, aber das Schicksal der Hayes-Schwestern und der mit ihnen verbundenen hat mich dermaßen in den Bann gezogen, daß ich schon am gleichen Tag das dritte Buch der Tetralogie begonnen habe.

„Wenn wir die Schauplätze verlassen, ist nichts entschieden, alles offen und die Situation nahezu hoffnungslos.“ So habe ich das Ende des zweiten Buches charakterisiert. Vielleicht hätte ich den Begriff „nahezu“ stärker betonen sollen, denn Hoffnung ist oft das Einzige, was den Figuren und dem Leser - noch bleibt. Und wie man sich leicht vorstellen kann, wird nicht jede Hoffnung erfüllt. Der Krieg fordert seinen Tribut; in den Reihen der Getreuen tun sich Lücken auf, die nicht mehr geschlossen werden können.

Für mich sind diese Bücher auch insoweit interessant, als sie das Kriegsgeschehen an verschiedenen zentralen Orten aus der Sicht der Amerikaner darstellen. Ungewohnt für jemanden, der in Zeiten des Kalten Krieges aufgewachsen ist, ist das Bündnis zwischen den USA und der UdSSR, man sich also als befreundet und verbündet betrachtet. Nicht so recht bewußt war mir bisher, wie sehr die deutsche Wehrmacht Europa überrannt hatte und möglicherweise ohne das Eingreifen der USA in den Krieg tatsächlich die Möglichkeit bestanden hätte, daß Nazi-Deutschland den Krieg gewinnt.

Eingebettet in diese Großwetterlage das Schicksal der über drei Kontinente verstreuten Hayes-Schwestern, von denen jede ihren eigenen Leidensweg gehen muß. Wobei Cameron es anscheinend insofern am leichtesten hat, als daß sie nur gegen die sowjetische Zensur kämpfen muß. Wäre da nicht ihre Beziehung zum russischen Arzt Alex, die sich weiter vertieft und dem System ein Dorn im Auge ist. Man ist zwar verbündet, aber das heißt noch lange nicht, daß man Beziehungen zwischen den Bürgern zu dulden bereit ist. Und auch die Suche nach ihrem Halbbruder Semjon ist alles andere als einfach und risikolos.

Jacquelines schlimme Zeit beginnt, als sie nach ihrem Studienabschluß zu ihrem japanischstämmigen Ehemann ins Internierungslager zieht. Zwar ist er in den USA geboren und hat auch einen amerikanischen Paß, aber schon damals war eine gewisse Paranoia in Amerika festzustellen. „Es war wirklich Ironie des Schicksals, dass sie als Beweis für ihre Loyalität gegenüber Amerika ihre Rechte als Amerikaner aufgeben mussten.“ (Von ferne klingt ein Lied, S. 546)

Ganz direkt mit dem Krieg jedoch bekommt es Blair zu tun, die auf den von den Japanern besetzten Philippinen festsitzt. Immer auf der Flucht bleibt es schließlich nicht aus, daß sie in die Guerillakämpfe hineingezogen wird. Gerade sie, die immer so sehr auf Aussehen und Mode wert gelegt hat, muß lernen, im Dschungel zu überleben. Nur ein kleiner Trost ist ihr dabei, daß auch ihr Mann Gary bei den Partisanen ist, so daß eine Chance besteht, daß sie ihn irgendwann wieder treffen wird.

Es hat nur wenige Zeilen gebraucht, und ich war wieder mitten drinnen im Geschehen. Wie schon in den Vorgängerbänden gelingt es der Autorin, die jeweiligen Handlungsorte zum Leben zu erwecken und das Gefühl zu vermitteln, mitten drin mit dabei zu sein. Das bleibt dann leider auch bei den ziemlich schlimmen Stellen so, egal ob die Protagonisten die überleben oder nicht. Denn je weiter der Krieg voranschreitet, um so näher kommen die „Einschläge“; es heißt Abschied nehmen von so manch Liebgewordenem.

Am Ende des Buches ist der Krieg auch für die USA vorbei. Es deutet sich leise an, daß die Freundschaft, wenn es denn je eine solche war, zwischen Amerika und Rußland nicht von Dauer sein wird, und daß die Nachkriegszeit für manche Beteiligte nicht unbedingt einfach wird. Aber dieses, das Auserzählen der Folgen der Geschehnisse der bisher drei Bücher und das Auflösen und Verknüpfen der letzten offenen Fäden ist eine andere Geschichte, die im vierten und abschließenden Band zu Ende geführt werden wird.

 

Kurzfassung

Die drei Kriegsjahre des Buches fordern ihren Tribut und lassen physisch wie psychisch ein Welt in Trümmern zurück. Es ist vieles entschieden, nur weniges noch offen - und nur die Hoffnung läßt überleben.

 

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Über die Autorin

Judith Pella war als Krankenschwester und Grundschullehrerin tätig, bevor sie sich hauptberuflich dem Schreiben widmete. Sie lebt heute mit ihrem Mann in Oregon.

Bibliographische Angaben

565 Seiten, kartoniert. Originaltitel: Toward The Sunrise. Aus dem Amerikanischen von Silvia Lutz. Verlag: Verlag der Francke Buchhandlung GmbH, Marburg 2006

Reihe "Sturmzeiten"
1) Pella, Judith: Geschrieben im Wind (Sturmzeiten 1)
2) Pella, Judith: Von ferne klingt ein Lied (Sturmzeiten 2)
3) Bevor der Morgen dämmert
4) Pella, Judith: Heimat meines Herzens (Sturmzeiten 4)

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Hauck, Rachel: Willkommen im Cottonfield Café

 

Zum InhaltCover: Willkommen im Cottonfield Cafe

Caroline hat sich vorgenommen, niemals so zu werden wie ihre Mutter, die die Familie einfach im Stich gelassen hat. Deshalb bemüht sie sich, zuverlässig zu sein, niemanden zu verletzen und stets wohlüberlegte Entscheidungen zu treffen. Als Caroline überraschend ein alteingesessenes Café erbt, gibt es jedoch scheinbar keine vernünftige Lösung, um das marode Lokal zu retten und es wieder einmal allen recht zu machen. Vor allem, da sie gerade ein Jobangebot aus Spanien hat, das sie eigentlich nicht ablehnen kann.

 

 

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Kellner, Albrecht: Expedition zum Ursprung

Den Trugschluss, dass die Naturwissenschaft die Erklärung für den Ursprung allen Seins liefern würde, hatte ich noch relativ leicht durchschauen können. (Seite 56)

 

Cover: Expedition zum UrsprungZum Inhalt

Schon seit seiner Kindheit beschäftigt Albrecht Kellner die Frage nach dem Sinn des Lebens. In den Naturwissenschaften meint er, die Erklärung für „das, was die Welt zusammen hält“, finden zu können und studiert deshalb Physik. Doch je weiter er in seinem Studium fortschreitet, um so mehr erkennt er, daß die Physik diese Fragen nicht beantworten kann. So gibt er sein Stipendium in den USA auf und sucht anderweitig nach Antworten auf seine Fragen, ohne diese jedoch zu bekommen. Schließlich wird er da fündig, wo er überhaupt nicht damit gerechnet und demzufolge auch nicht gesucht hatte.

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Jagears, Melissa: Weil das Herz nicht schweigen kann

Aber wir können nicht zusammen sein. Wir können nicht beide bekommen, was wir wollen, wenn wir zusammen bleiben. (Seite 362)

 

Cover: Weil das Herz nicht schweigen kannZum Inhalt

Als Eliza Cantrell als Katalogbraut in Salt Flatts eintrifft, ist nichts so, wie sie es geplant oder erwartet hatte. Der Zug wurde ausgeraubt, ihre Barschaft gestohlen und zudem hat sie einer der Banditen ins Gesicht geschlagen, wo nun eine häßliche Wunde klafft. Ihr Verlobter Alex ist verreist und niemand weiß so genau, wo er ist. Will, dessen Geschäftspartner, möchte Arzt werden - kann aber aus Geldmangel nicht studieren, und einen Laden führen ist auch nicht seine Stärke. Zu allem Überfluß fühlen sich Eliza und Will mehr zueinander hingezogen, als gut ist und sie sich eingestehen wollen. Denn ihrer beiden Lebenspläne passen überhaupt nicht zusammen.
Nicht die besten Voraussetzungen, um ein neues Leben zu beginnen...

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Austin, Lynn: Ein Fenster ins Leben

Sei genau so, wie Gott dich geschaffen hat, und lass dir von niemandem etwas anderes einreden. (Seite 394)

 

Cover: Ein Fenster ins LebenZum Inhalt

1893: Violet Hayes träumt vom großen Abenteuer, von der wahren Liebe, vom echten Leben. Die Weltausstellung in Chicago liefert der Tochter aus gutem Hause den perfekten Vorwand, der Obhut ihres Vaters zu entkommen und ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Zumal sie gerade herausfinden mußte, daß ihr gesamtes Leben auf einer Lüge basiert.
Doch gänzlich frei ist Violet auch in Chicago nicht. Sie wohnt bei ihrer tiefgläubigen Großmutter, die ganz eigene Vorstellungen davon hat, wie ihre Enkelin ihr Leben gestalten sollte. Und auch ihre drei Großtanten, die unterschiedlicher kaum sein könnten, versuchen Violet für ihr jeweiliges Lebenskonzept zu begeistern. Violet hat die Qual der Wahl. Was möchte sie werden: Heilige, Suffragette, Dame der Gesellschaft? Oder doch lieber Detektivin? Und welchem ihrer Verehrer soll sie ihr Herz öffnen?
Chicago eröffnet Violet eine Vielzahl an Möglichkeiten. Doch ihren eigenen Weg zu finden, erweist sich als das größte Abenteuer ...

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Gaucher, Guy: Chronik eines Lebens. Therese von Lisieux

Sie, die ihr Lebensende in den Finsternissen verbracht hatte, den modernen Unglauben prophetisch ankündigend, sie wird auch Patronin der inneren Missionen (Seite 313)

 

Cover: Chronik eines LebensZum Inhalt

Lisieux ist heute untrennbar verbunden mit der hl. Therese von Lisieux, einer Karmelitin, die in einem kurzen Leben zu einer der ganz Großen wurde. In diesem Buch wird ihre Lebensgeschichte in Romanform, jedoch getreu anhand überlieferter Dokumente erzählt. So entsteht das Bild einer Frau, die mit 24 Jahren starb, und doch einen weiteren Weg zurückgelegt hatte, als mancher Neunzigjährige. Und die zurecht von Papst Johannes Paul II. zur Kirchenlehrerin erhoben wurde.  

 

 

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