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Alles um sie herum befand sich im Umbruch; eine Entwicklung löste die vorherigen in rasanter Geschwindigkeit ab, noch ehe Anki sie vollständig erfassen konnte. Sicherheit gab es nicht. (Seite 359)

Cover: Sturmwolken am Horizont

Zum Inhalt

Der Erste Weltkrieg hat begonnen und macht auch vor den über Europa verstreuten Meindorffs nicht Halt. Während Phlippe Flugzeuge baut und Piloten ausbildet, versucht Demy den Haushalt im Stammhaus in Berlin am Laufen zu halten. Anki in St. Petersburg / Petrograd hat sich in den jungen Arzt Robert Busch verliebt, doch der gerät unversehens zwischen die Fronten.

 

 

 

Vorbemerkung

Das ist Band 2 der Meindorff-Trilogie. Das Buch ist zwar auch für sich verständlich, jedoch erschließt sich vieles nur, wenn man auch den Vorgängerband (s. u.) gelesen hat.

 

Kommentar / Meine Meinung

Da sitz ich nun, ich armer Tor, und weiß nicht so recht, wie ich das, was nach Abschluß des Buches in mir tobt, in Worte fassen soll. Denn es ist ein Ding, ein Sachbuch über den Ersten Weltkrieg zu lesen, aber ein ganz Anderes, die gleichen Geschehnisse in einem Roman anhand konkreter, teilweise historischer, Figuren erzählt zu bekommen.

Es sind nicht immer die Kriegsbeschreibungen, und von denen gibt es einige im Buch, die emotional am Heftigsten wirken. Viel eher sind es die Geschehnisse abseits der Front, die aufwühlen. Im direkten Kugelhagel bleibt nicht viel Zeit zum Nachdenken, aber im Lazarett, zuhause bei den Familien vermag es den Leser um so härter zu packen und das Grauen, das Unsinnige eines Krieges, in dem Freunde plötzlich zu Feinden werden, in all seiner Fürchterlichkeit vor Augen zu führen.

Hatte ich mit dem ersten Band der Trilogie, der noch recht deutlich die Merkmale einer Familiengeschichte aufwies, so meine Schwierigkeiten, hat mich dieser recht schnell gepackt und in seinen Bann gezogen. Zwar spielen auch hier eine Reihe von Angehörigen der Familie Meindorff eine Rolle, aber eingebettet in die historischen Ereignisse ist es vor allem ein historischer Roman, in welchem eine Reihe der Figuren durch verwandtschaftliche Verhältnisse miteinander verbunden sind.

Manche der Ereignisse waren mir aus den Geschichtsbüchern vertraut. In den Anmerkungen finden sich dann Erläuterungen zu wesentlichen Vorkommnissen, im Personenregister werden die historischen Personen kurz vorgestellt. Es hat mich erstaunt, wie gut die Autorin ihre fiktiven Figuren in die Historie eingefügt hat - als ob sie dabei gewesen wäre und nun ihre Erzählung darüber schreibt.

Es gab einige Szenen im Buch, die ich als hochemotional und aufwühlend empfand, die ich hier aber ohne zu spoilern nicht erwähnen kann. Und es gab eine Konstellation, an der ich unwillkürlich an einen anderen Arzt und seine Krankenschwester denken mußte, auch wenn deren Verhältnis zueinander sehr verschieden von dem von Robert Busch zur Schwester hier ist. Auf der anderen Seite der Front, in ganz anderer Gegend, aber im gleichen Weltkrieg. Jurij Andréitsch Schiwago und Lara Fjodorowna Antipov. Ich kann nur hoffen, daß die Autorin mit den Figuren hier gnädiger verfährt als Pasternak mit den seinen.

Überhaupt fand ich die Stimmung an den verschiedenen Schauplätzen gut getroffen. Egal, an welchem Ort die Handlung spielte, ich hatte immer das Gefühl, mitten drin dabei zu sein. Die Figuren waren zum Leben erwacht, das Kopfkino lieferte farbige Bilder, die ich aber vermutlich nicht unbedingt im Kino oder auf dem TV-Bildschirm sehen möchte. Denn was hier der Fantasie überlasssen bleibt oder nur angedeutet wird, würde dort unbarmherzig gezeigt werden müssen. Oder ließe sich nur schwer in die Filmsprache übersetzen.

Wo man hinschaut, scheint die Welt im Umbruch zu sein. Geht eine Ordnung unter, ohne daß ersichtlich wäre, was für eine neue folgen wird. Mein Vater wurde in den letzten Tagen des Ersten Weltkrieges geboren. Ich habe mich oft gefragt, wie das damals für die Menschen wohl gewesen ist, in was für eine Welt die Kinder hineingeboren wurden. Hier im Buch wird diese Welt lebendig, diese Frage zumindest teilweise beantwortet.

„Sturmwolken über dem Horizont“ hat mir deutlich besser gefallen als „Himmel über fremdem Land“. Mit einer gewissen Beklemmung beginne ich nun den dritten und abschließenden Band der Trilogie. und ich habe durchaus Angst um Philippe und Demy, Hannes und Edith, Robert und Anki, um Henny, die Chabenskis und wie sie alle heißen. Denn ich fürchte, nicht alle werden die letzten Kriegsjahre überleben. Ein starker uned mitreißender Mittelband der Trilogie, unbedingt lesenswert.

 

Kurzfassung

Im Sturm fegen die Jahre des Ersten Weltkrieges die Welt- und Gesellschaftsordnung hinweg. Lesenswertes Porträt einer untergehenden Epoche.

 

 

Über die Autorin

Elisabeth Büchle wurde 1969 in Trossingen geboren und absolvierte sowohl eine Ausbildung zur Bürokauffrau als auch zur Altenpflegerin. Sie wohnt mit ihrem Mann und den fünf Kindern im süddeutschen Raum.

Bibliographische Angaben

478 Seiten, gebunden. Verlag: Gerth Medien GmbH, Aßlar 2013

Die Meindorff-Saga:
1) Himmel über fremdem Land
2) Sturmwolken am Horizont
3) Hoffnung eines neuen Tages

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Nachtigall, Patrick: Keine Angst vor dem Islam

Cover: Keine Angst vor dem Islam

 

Zum Inhalt

Fast täglich hört oder liest man über den Islam. Der Autor bietet in seinem Buch einen ersten Zugang zum Islam und erklärt einige wesentliche historische und religiöse Dinge. Darüberhinaus gibt er einen Ausblick, wie sich der Islam in verschiedenen Teilen der Welt in Zukunft entwickeln könnte.

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Strauss, Mark L.: Messias ohne Manieren

Er wusste, dass ein Kommen der Dreh- und Angelpunkt der Menschheitsgeschichte war, der Höhepunkt von Gottes Erlösungsplan. Es gab keinen Plan B. (Seite 57f)

 

Cover: Messias ohne ManierenZum Inhalt

Jesus gilt vielen als ein faszinierender Mensch, der Frieden predigte. Aber wie paßt dazu, daß er im Tempel die Tische der Geldwechsler umstieß und sie verjagte, daß er einen Baum verfluchte, nur weil er gerade keine Feigen trug oder daß er tausende Schweine in den Tod schickte?
Mark L. Strauss nimmt sich solcher schwieriger Erzählungen im Neuen Testament an und erklärt sie für uns heutige, indem er die Zeitumstände zur Zeit Jesu darstellt und das Geschehen aus der Zeit und aus Sicht der Mitmenschen Jesu, die eine völlig andere Weltsicht hatten als etwa wir heute, erklärt. So werden diese Stellen verständlich und die Botschaft und der Anspruch Jesu treten um so klarer hervor.

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Pella, Judith: Von ferne klingt ein Lied (Sturmzeiten 2)

Aber in seinem Herzen wusste er, dass Gott sie nicht im Stich ließ. Er hatte Verheißungen gegeben, auch wenn für Gary im Moment diese Verheißungen sehr verschwommen waren. Er versuchte, sich Verse in Erinnerung zu rufen, die er als Kind auswendig gelernt hatte. Er kam nicht weiter als: Jesus weinte. (Seite 525)

 

Cover: Von ferne klingt ein LiedZum Inhalt

Cameron ist in die UdSSR zurückgekehrt. Ihre Arbeit wird durch die sowjetische Zensur nicht unbedingt erleichtert, und ihre Beziehung zu Alex gerät in eine Krise. Aber hat eine solche Beziehung überhaupt eine Chance?
Währenddessen sucht Blair auf den Philippinen nach ihrem Ehemann Gary, der dort beim Militär ist. Als die Japaner Pearl Harbour überfallen, ist es mit der Sicherheit vorbei und es bleibt nur die Flucht in den Dschungel. Aber wie soll sie so ihre Ehe retten?
Jackies Beziehung zu Sam vertieft sich. Aber da tauchen Gerüchte auf, daß die USA alle Bürger mit japanischen Wurzeln in Lager internieren wollen.
Die Welt, wie die drei Schwestern sie kannten, bricht unter dem Bombenhagel des 2. Weltkrieges zusammen.

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Bunn, Davis / Oke, Janette: Der Weg nach Damaskus

Here they were, a group as diverse as one could possibly bring together. Jew, Samaritan, Roman, Greek - all united because of one who had come from God and returned to God only a few short years ago.* (Seite 263)

Achtung: Kurzinhalt wie „Meine Meinung“ verraten zwangsläufig wesentliche Inhalte der Vorgängerbände bis hin zu deren Ausgang.

Cover: Der Weg nach DamaskusZum Inhalt

Julia, die Tochter des Kaufmanns Jamal, findet den Weg zu den Followers of The Way, wie die Urchristen genannt werden. Alban und Jacob, der zunächst keine Ahnung hat, daß auch Julia Christin ist, arbeiten für Jamal als Karawanenführer. In den Zeiten der beginnenden Christenverfolgung ziehen dunkle Wolken am Horizont auf. Besonders ein gewisser Saulus von Tarsus tut sich da hervor. Allein die Nennung seines Namens verbreitet Angst und Schrecken. Julia wie Jacob sind geheime Boten, die Mitteilungen zwischen den einzelnen Gemeinden überbringen.
In Jerusalem wird die Situation immer bedrohlicher. Endlich entschließt sich auch des Stephanus Witwe Abigail, die Stadt zusammen mit ihrer kleinen Tochter Dorca zu verlassen und in Naim im Samaria ein neues Leben zu beginnen. Während sich die Dinge entwickeln, müssen alle Beteiligten lernen, wem sie vertrauen können, und wem nicht. Sie müssen ihren Platz finden, in der alten, aber auch der neuen aufziehenden Ordnung. Das gilbt vor allem für Jacob, dem Julia besser gefällt als gut ist, für Julia, für die ihr Vater eine Heirat arrangiert hat. Und dann gibt es auch noch einen gewissen Linux, der von einer Reise zu seinen italienischen Verwandten nach Jerusalem zurückgekehrt ist, und dessen Wege sich immer wieder mit denen von Abigail und Dorca kreuzen. So wird es gewißlich alles andere als langweilig bei den schon bekannten wie auch den neu hinzugekommenen Figuren, bis aus dem Saulus ein Paulus geworden ist, bis die Fäden entwirrt, und im Finale neu verknotet werden.

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Gaucher, Guy: Chronik eines Lebens. Therese von Lisieux

Sie, die ihr Lebensende in den Finsternissen verbracht hatte, den modernen Unglauben prophetisch ankündigend, sie wird auch Patronin der inneren Missionen (Seite 313)

 

Cover: Chronik eines LebensZum Inhalt

Lisieux ist heute untrennbar verbunden mit der hl. Therese von Lisieux, einer Karmelitin, die in einem kurzen Leben zu einer der ganz Großen wurde. In diesem Buch wird ihre Lebensgeschichte in Romanform, jedoch getreu anhand überlieferter Dokumente erzählt. So entsteht das Bild einer Frau, die mit 24 Jahren starb, und doch einen weiteren Weg zurückgelegt hatte, als mancher Neunzigjährige. Und die zurecht von Papst Johannes Paul II. zur Kirchenlehrerin erhoben wurde.  

 

 

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