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Cover: Himmel über fremdem LandZum Inhalt

Als Tilla van Campen im Jahre 1908 eine arrangierte Ehe mit dem Berliner Industriellen Joseph Meindorff jr. eingeht, zwingt sie ihre 14-jährige Schwester Demy, sie als Gesellschafterin zu begleiten. Diese tut sich sehr schwer in der neuen Umgebung. Dennoch gelingt es ihr, Kontakte auch außerhalb des Hauses zu knüpfen. Während „das schwarze Schaf“ der Familie, Philippe Meindorff, seinen Militärdienst meist in Deutsch-Südwest-Afrika ableistet, besucht Hannes, der Bruder Josephs, die Kadettenanstalt.
Während der eiserne Wille des Patriarchen Joseph Meindorff sen. allen vorschreiben will, was sie zu tun und zu lassen haben, sind erste Auflösungserscheinungen nicht zu übersehen. Und am Horizont tauchen erste Wolken auf, die sich in ein paar Jahren zum großen Sturm entladen werden.

 

 

Kommentar / Meine Meinung

Eigentlich hatte ich mir nach der zweibändigen Familiengeschichte von Francine Rivers vorgenommen, kein Werk, das solchermaßen firmiert, wieder zu lesen. Jetzt habe ich doch wieder zum ersten Band einer Trilogie, die auch als „Familiengeschichte“ bezeichnet werden könnte, gegriffen, und bin durchaus zwiegespalten. Meinem Vorsatz untreu geworden bin ich, weil lt. Rückseitentext St. Petersburg, also Rußland, einer der Schauplätze ist, weil es im Verlauf des Handlungsbogens um die Vorgeschichte und den Ersten Weltkrieg geht, und weil die Autorin Elisabeth Büchle ist, von der ich alle Bücher besitze und fast alle gelesen habe.

Rußland, so ergab sich beim Lesen, ist in diesem ersten Band nur ein Nebenschauplatz, erst im zweiten spielt sich dort mehr ab. Der Schreibstil der Autorin ist, wie von ihr gewohnt, gut lesbar; einmal begonnen wird es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Beschreibungen von Orten und Figuren läßt diese sehr schnell lebendig werden und ein farbenprächtiges Bild vom Deutschen Reich des Jahres 1908 erstehen. Wobei „farbenprächtig“ auch den wahrhaft schwarz-weißen Gegensatz zwischen arm und reich enthält. Denn obgleich Tilla und Demy in der Welt des Berliner Geldadels zuhause sind, kommt Letztere mit Menschen aus ärmeren Schichten in Kontakt und man erfährt so einiges über deren Leben und Leiden. Dermaßen drastisch habe ich diese Gegensätze noch in keinem Buch (zu Deutschland) vorgefunden. In einer Rezi zu einem Sachbuch zur Russischen Oktoberrevolution schrieb ich einmal sinngemäß, daß es auf Grund der Verhältnisse geradezu zwangsläufig zu einer Revolution kommen mußte, weil es so auf Dauer nicht weitergehen konnte. Mir war nicht bewußt, daß sich ein Gleiches auch über das Deutschland jener Zeit sagen läßt.

Auch wenn das Buch in einem christlichen Verlag erschienen ist, spielt das christliche Element eine eher untergeordnete Rolle. Es gibt nur wenige wirklich religiöse Figuren, und bei denen ist es nicht übertrieben, sondern ins tägliche Leben eingewoben, wie man es „in der Welt draußen“ so findet. Als das Religiöse zuerst im Buch auftauchte, habe ich sogar etwas gestutzt; die Erklärung, weshalb diese Figur so denkt, kommt erst etliche Seiten später, was ich etwas unglücklich fand.

Mein zu Beginn erwähntes Unbehagen rührt daher, daß in solchen Familiengeschichten meist ein Despot oder ähnlich „freundliches“ Familienmitglied eine oft wesentliche Rolle spielt; so auch hier in Gestalt des alten Rittmeisters Joseph Meindorff. Über den und seine Ansichten habe ich mich stellenweise so geärgert, daß von Lese„freude“ nicht mehr viel die Rede sein konnte. Und genau solche Gestalten, ihre Denk- und Handlungsweise sowie die Folgen für die Übrigen sind der Grund, weshalb ich eben normalerweise einen Bogen um Bücher, in denen die auftauchen - eben meist Familiengeschichten - mache.

Mit ein paar Tagen Abstand zum Buch hat sich mein Unbehagen etwas gelegt und ist der Neugier gewichen, wie es in den folgenden Jahren mit den Figuren wohl weitergehen wird. Denn schon in 1908 waren Anklänge auf jenes Geschehen zu verspüren, das dann 1914 über Europa hereinbrechen sollte. Und wenn ich manche Denk- und Handlungsweisen im Buch mit der heutigen Welt vergleiche, sind die prinzipiellen Unterschiede eigentlich nicht so groß, wenngleich natürlich die Menschen heute auf einem wesentlich höheren bzw. besseren (materiellen) Niveau leben - zumindest hier in Europa.

Am Ende sind zwar einige Dinge zu einem Abschluß gebracht, viele Einzelfragen und der große Handlungsbogen jedoch natürlich offen. Denn dieser erste Band ist quasi die Ouvertüre, die Einstimmung zu dem, was noch folgen wird. Wenn man sich die Jahreszahl des zweiten Teils (1914) ansieht, steigt eine dumpfe Ahnung auf, was den Figuren bevorstehen wird. Aber noch strahlt die Sonne vom Himmel des Jahres 1908 und soll es noch etwas tun, bevor sie sich im aufziehenden Sturm verdüstert.

 

Kurzfassung

Der Eröffnungsband zur Meindorff-Trilogie führt ins Jahr 1908 nach Berlin, Deutsch-Südwest-Afrika und einen kurzen Abstecher nach St. Petersburg.

 

 

Über die Autorin

Elisabeth Büchle wurde 1969 in Trossingen geboren und absolvierte sowohl eine Ausbildung zur Bürokauffrau als auch zur Altenpflegerin. Sie wohnt mit ihrem Mann und den fünf Kindern im süddeutschen Raum.

Bibliographische Angaben

462 Seiten, gebunden Verlag: Gerth Medien GmbH, Asslar 2013

Die Meindorff-Saga:
1) Himmel über fremdem Land
2) Sturmwolken am Horizont
3) Hoffnung eines neuen Tages

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Harter, Karen: Der Fluss der uns trägt

Heute war mir schmerzlich klar, dass ich damals nur sehr wenig wusste - sowohl über das Leben als auch über das Sterben. (Seite 32)

Cover: Der Fluss, der mich trägtZum Inhalt

Samantha ist 17 Jahre alt, als sie ihr Elternhaus verläßt und ihrer großen Liebe folgt. Doch sieben Jahre später kehrt sie ernüchtert zurück: allein, mit einem Sohn und schwer krank. Zu ihrer großen Überraschung empfängt sie ihr Vater mit offenen Armen. Nach und nach erkennt sie, daß sie sich in dem Mann, den sie immer nur den Richter genannt hat, nicht nur in dieser Hinsicht getäuscht hat. Beim Fliegenfischen am Fluß ihrer Kindheit beginnt Samantha, sich mit der Vergangenheit zu versöhnen und Vergebung zu finden. Doch ihre Krankheit schreitet erbarmungslos weiter fort.

 

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Woodsmall, Cindy: Wie Federn im Wind

„Niemand ist frei, Cara. Und die, die glauben, sie wären frei, haben nur nicht lang genug darüber nachgedacht.“ (Seite 312)

Cover: Wie Federn im Wind

Zum Inhalt

Das Leben hat Cara Moore nichts geschenkt. Schon früh verliert sie ihre Mutter durch einen Unfall. Ihre Kindheit und Jugend verbringt sie in Pflegefamilien. Cara heiratet jung, doch nach dem frühen Tod ihres Mannes ist sie gezwungen, mit ihrer Tochter Lori ein Vagabundenleben zu führen. Immer auf der Flucht vor einem Mann, der sie verfolgt, kann sie an keinem Ort lange bleiben.
Eine geheimnisvolle Adresse im Tagebuch ihrer Muter schenkt Cara und Lori neue Hoffnung. Ihre Suche führt sie direkt ins Herz des Amischlandes, nach Pennsylvania. Aber was hatte Caras Muter mit den Amisch zu schaffen? Und warum begegnen ihr die Bewohner von Dry Lake mit Angst und Mißtrauen?
Nur Ephraim Mast, ein junger Schreiner, bietet Cara und Lori seine Hilfe an. Zwei Welten prallen aufeinander. Für Cara beginnt eine Reise zu den Geheimnisses ihrer Vergangenheit und ein Heilungsprozeß für die Wunden der Gegenwart.

 

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Bunn, Davis / Oke, Janette: Die Frau des Zenturio

„Was ist, wenn Du die Wahrheit herausfindest, und diese Wahrheit die Grundlagen Deines ganzen Lebens zertrümmert? Was wirst du dann tun?“

Cover "Die Frau des Zenturio"Zum Inhalt

Nach dem Verlust von Reichtum und Ansehen der Familie kommt Leah als Dienerin in den Haushalt des Pilatus, um verheiratet zu werden.
Als Kommandant der Garnision in der Nähe von Galiläa, hat Alban Ambitionen auf mehr Macht, vielleicht sogar eines Tages in Rom. Durch eine „passende“ Heirat will er seine Aufstiegschancen erhöhen.
Pilatus und Herodes werden von Gerüchten über den fehlenden Leichnam eines gekreuzigten jüdischen Rabbi alarmiert. Besteht eine Gefahr für Rom? Pilatus beauftragt den Zenturion Alban, die Sache zu untersuchen. Als Lohn für seine erfolgreichen Bemühungen wird ihm die Hand von Leah versprochen. Die wiederum wird von Procula, der Gattin des Pilatus, mit der Aufgabe, die Anhänger dieses Jesus auszuspähen, losgeschickt. Leah hat keine Wahl. Weder kann sie ihre Aufgabe ablehnen noch sich gegen die unerwünschte Heirat wehren.
Doch am Ende ist nichts, wie es am Anfang schien. Leah und Alban gezwungen, nach Antworten zu suchen, werden durch das, was sie entdecken, verändert. Denn was sie herausfinden, ist zutiefst verstörend.

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Büchle, Elisabeth: Der Klang des Pianos

Die Menschen in meinem Umfeld, diejenigen, die mich lieben und die ich liebe, sind letztendlich wichtiger, als Reichtum anzuhäufen und Macht auszuüben. (Seite 244)

 

Cover: Der Klang des PianosZum Inhalt

Der Instrumentenbauer Richard ist nicht sehr begeistert, als er 1911 eine entfernte irische Verwandte seines Chefs als Dolmetscher und Fremdenführer zwei Wochen lang bei deren Besuch in Freiburg begleiten soll.
Im Frühjahr 1912 trifft er Norah wieder. Sie ist Stewardess auf dem Luxuliner „Titanic“, er soll auf eben diesem Schiff ein mechanisches Klavier einbauen. Beide stellen fest, daß sie einander nicht vergessen haben. Während Norah von undurchsichtigen Gestalten verfolgt wird, hat es eine vornehme Dame auf Richard abgesehen.
Doch bevor Richards und Norahs Beziehung so richtig begonnen hat, legt die „Titanic“ ab zur Jungfernfahrt.

 

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October Baby

The ultimate message in the film is finding the power of forgiveness.* (Jon Erwin, Drehbuch, Regie)

 

Cover: October BabyZum Inhalt

Die neunzehnjährige Studentin Hannah Lawson wurde seit ihrer frühen Kindheit von Alpträumen und gesundheitlichen Problemen verfolgt. In einem Theaterstück bricht sie auf offener Bühne zusammen. Hinterher eröffnen ihr ihre Eltern, daß das die Folgen der Umstände ihrer Geburt sind. Sie wurde als Baby adoptiert - nachdem ihre Abtreibung fehlgeschlagen ist.
Irritiert und tief verletzt begibt sie sich mit einigen Studienkollegen auf die Fahrt in ihren Geburtsort nahe New Orleans. Aber wird ihr die Suche nach der leiblichen Mutter weiterhelfen? Kann sie auf dieser Reise inneren Frieden und eine Perspektive für die Zukunft, so es eine gibt, finden?

 

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