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"Die Sache mit dem Beten, Harry", sagte Bert schläfrig, "die zahlt sich wirklich aus!"
"Könnten wir uns zur Gewohnheit machen", bestätigte sein Bruder. (Seite 175)

 

Cover: Und die Herzen zieht's nach WestenZum Inhalt

Ende de 19. Jahrhunderts ziehen Matthew und Abbie Rooney mit ihren Kindern von Ontario in den „Busch“ nach Saskatchewan. Es ist eine schwierige Umgewöhnung vom Leben in der Stadt jetzt auf einer Farm mitten in der Wildnis. Doch in Höhen wie Tiefen erfahren sie die Hilfe der Nachbarn. Aber das Leben fern der Zivilisation ist kein Zuckerschlecken und fordert seinen Tribut. Und so kommen schwere Zeiten auf die Rooneys zu.

 

 

 

Kommentar / Meine Meinung

Wenn man sich die Umschlaggestaltung (incl. der Klappen) des Buches ansieht, so ist diese unpassend, und dadurch fast schon wieder passend. Dieser Widerspruch erklärt sich dadurch, daß die abgebildeten Personen teilweise Kleidung tragen, die partout nicht zu der Zeit passen, in der das Buch spielt. Während die Gestaltung selbst auf einen Unterhaltungsroman hinweist, was zutrifft.

Weshalb der Verlag das zudem als Klappbroschur herausbrachte, die so „gut“ gebunden ist, daß auch bei vorsichtigem Lesen der Rücken massive Knicke aufweist, erschließt sich mir - so wie schon die Umschlaggestaltung - nicht so richtig.

Allerdings - gut unterhalten hat mich das Buch. Und das ist ja wohl auch der Hauptzweck.

Aber aus dem bisher Geschriebenen kann man herauslesen, daß dem Buch eine gewisse Tiefe fehlt (das ist eine Feststellung, keine Wertung). Das macht sich für mich beispielsweise darin bemerkbar, daß ich die Zeit, in der die Handlung angesiedelt ist, nur aus dem Rückseitentext erschließen konnte. Liest man das Buch ohne Vorkenntnisse, könnte es genauso in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts spielen. Vieles war mir vertraut aus Catherine Marshalls „Christy“; das spielt um 1912 in den Appalachen. Aber vielleicht hat sich in den rund zwanzig bis fünfundzwanzig Jahren ja auch nicht viel verändert im „Busch“.

Dieser Begriff „Busch“ ist mir übrigens aufgefallen, weil er immer wieder verwendet wird. Mir erschien das irgendwie unpassend, „Busch“ ist für eher in Afrika und Indien angesiedelt. Aber das englischen Pendant „bush“ findet anscheinend auch im Original Verwendung, zumindest auf der Webseite des Orfiginalverlages. Da die Autorin in der Gegend, die sie beschreibt, aufgewachsen ist, nehme ich inzwischen also an, daß das tatsächlich das Wort ist, das die „Einheimischen“ dort verwenden. Wieder etwas gelernt.

Die Geschichte selbst entwickelt sich relativ geradlinig. Trotz der fehlenden Tiefe erhält man eine recht gute Vorstellung vom Leben damals auf so einer einsamen kleinen Farm. Von den Sorgen und Nöten, aber auch den (bisweilen nur kleinen) Freuden. Das Leben ist hart und zuweilen lebensgefährlich. Leichter ertragen läßt sich das durch einen Schuß Humor, für den sind die alten Brüder Harry und Hubert zuständig. Diese können alleine eigentlich nicht mehr überleben und erfahren deshalb vielerlei Hilfe durch die Nachbarn. Ihre Gebete und deren meist prompte Erhörung sind ein Kapitel für sich, das für so manchen Schmunzler gut ist.

Am Ende angekommen, ist die Hauptgeschichte dieses Buches zwar erzählt, aber noch eine Menge offen. Es gibt keinen Cliffhanger im dem Sinne, aber doch etliche offene Fäden. Das Buch ist zwar durchaus in sich abgeschlossen, doch verlangt geradezu nach einer Fortsetzung. Dies es auch gibt, denn es ist der erste Band einer insgesamt sechsbändigen Reihe. Da bleibt nur zu hoffen, daß auch die Folgebände bald erscheinen, denn ich möchte zu gerne wissen, wie es mit all den Figuren nach der Ernte dieses Jahres weitergeht.

 

Kurzfassung

Ein unterhaltsamer Roman, der im Busch Kanadas um die Wende zum 20. Jahrhundert angesiedelt ist.

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Über die Autorin

Ruth Glover ist in Saskatchewan geboren und aufgewachsen, etwa so, wie sie es in diesem Buch beschreibt. Mit ihrem Mann Hal, den sie 1940 heiratete, lebte sie in Californien und (heute) in Oregon. Sie haben drei Kinder und etliche Enkelkinder.

 

Bibliographische Angaben

255 Seiten, kartoniert. Originaltitel: The Shining Light. Aus dem Amerikanischen von Anja Findeisen-MacKenzie. Verlag: Brunnen Verlag, Basel/Gießen 2012

Bibliographische Angaben

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Bengtson, Erik: Miriam und das weiße Kreuz

Das Leben steht still, Miriam, denkt er. Meinen wir. Aber das stimmt nicht. In Wirklichkeit läuft es uns die ganze Zeit weg. (Seite 122)

 

Cover: Miriam und das weiße KreuzZum Inhalt

Paul ist Schulbusfahrer in Baltimore. Doch die Zeiten ändern sich, die Umgebung ändert sich. Mehr und mehr entwickelt sich „sein“ Baltimore zu einem Slum, weswegen er fortzieht aufs Land. Dort hat er sehr bald eine Begegnung der etwas anderen Art mit einem Buggy: er fährt auf einen solchen auf. Damit beginnt sein Kontakt zur Welt der Amisch im allgemeinen und zu Eli, dem Fahrer des Buggy im Besonderen. Während Paul sich vom Dschungel der Großstadt erholt und mehr und mehr über die Amisch lernt, mit Eli und dessen Schwester Miriam in Kontakt kommt, braut sich ganz in der Nähe schweres Unheil zusammen.

 

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Klassen, Julie: Die Magd von Fairbourne Hall

Wer kein guter Diener ist, ist auch kein guter Herr. (Platon, Seite 456)

 

Cover: Die Magd von Fairbourne Hall

 

Zum Inhalt

Margaret Macy wird in drei Monaten 25 Jahre. Dann darf sie über ein beträchtliches Erbe verfügen. Dieses will sich jedoch ihr Stiefvater unter den Nagel reißen, weswegen er sie zwingen will, seinen Neffen zu heiraten. Flucht ist Margarets einzige Möglichkeit, dem zu entgehen. Um unterzutauchen, verdingt sie sich als Hausmädchen auf Fairbourne Hall. Dem Haus, welches Nathaniel Upchurch, dessen Heiratsantrag sie vor zwei Jahren abgelehnt hatte, gehört. Während sie ihre Pflichten als Hausmädchen lernen muß, darf sie sich auf keinen Fall zu erkennen geben. Unterdessen versucht der Stiefvater, ihrer habhaft zu werden.

 

 

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The Beautiful Beast. A Beauty And The Beast Story

 

Cover: The Beautiful BeastZum Inhalt

Isabell kennt nur zwei Dinge: Parties und Shoppen. Sie ist es gewohnt, daß sich alles um sie dreht. Ihr Wille hat Befehl zu sein. Um der Teilnahme an einer Wohltätigkeitsveranstaltung zu entgehen, fliegt sie kurzerhand mit einer Freundin in die Schweiz zum Skifahren.
Nach einem Streit trennen sich die beiden und Isabell verläuft sich. Verletzt findet sie Zuflucht in einem einsamen Haus, das von Jeremy bewohnt wird. Dieser läßt sich von Isabells Allüren nicht beeindrucken und gibt ihr Widerworte. Da Isabell für rund zwei Wochen in dem Haus festsitzt, müssen sie sich zusammenraufen. Langsam taut sie auf und erkennt, welches „Biest“ sie bisher gewesen ist. Doch auch Jeremy trägt seinen Packen mit sich herum. Eine zarte Romanze bahnt sich an, doch kann sie außerhalb der abgeschlossenen Welt in Jeremys Haus bestand haben?

 

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