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Eines Tages wird dich das wirkliche Leben einholen. und dann ist es zu spät für dich. (Seite 223f)

 

Cover: Scheinbar verliebtZum Inhalt

Lucy Wiltshire ist die Leiterin eines Heimes, das sich um junge Frauen, die aus dem Pflegesystem herausfallen, kümmert. Als ihr größter Sponsor seine Unterstützung einstellt, will sie nicht kampflos aufgeben. Auf einer Gala stellt sie den Sohn des Inhabers der Hotelkette, Alex Sinclair, zur Rede. Doch dann kommt alles anders.
Sie will ihre Einrichtung retten. Er will einen Sitz im Kongreß. Also schlägt er ihr einen Deal vor: sie wird bis zur Wahl seine Verlobte spielen, er rettet dafür ihr Heim. Jetzt fragt sich nur, wie weit Lucy bereit ist zu gehen. Und ob sich so ein Deal wirklich durchziehen läßt, ohne daß die Öffentlichkeit davon Wind bekommt. Beiden stehen stürmische Zeiten bevor.  

 

Kommentar / Meine Meinung

„Scheinbar verliebt“ gehört zu den Büchern, die luftig-leicht daherkommen (vom Cover bis hin zum lockeren Schreibstil), aber bei genauerem Hinlesen doch deutlich mehr bieten als seichte Unterhaltung. Wobei Unterhaltung an sich nichts Negatives ist, im Gegenteil. Das Buch hat mich erstklassig unterhalten und das, was ich an Erwartungen hatte, nicht nur erfüllt, sondern übertroffen.

Lucy und Alex kommen nicht nur aus völlig verschiedenen Elternhäusern und Gesellschaftsschichten, sie sind auch völlig verschieden und passen eigentlich gar nicht zusammen. Aber was bedeutet schon „eigentlich“. Beide haben für sich ein gewaltiges Problem: Lucy will ihr Heim für junge Frauen retten, und Alex die Wahl zum Kongreß gewinnen. Lucy fehlt die finanziellen Mittel, über die Alex verfügt. Und Alex fehlt die Bodenständigkeit, die Lucy ausstrahlt. So kommt es zu einem Deal: Lucy wird bis nach der Wahl Alex’ Freundin und Verlobte „spielen“, so daß seine Chancen auf den Wahlgewinn steigen, im Gegenzug dazu wird Alex dafür sorgen, daß ihr Heim gerettet wird. Lucy bleibt keine andere Wahl, als zuzustimmen. Und so nimmt das Schicksal denn seinen Lauf.

Eine solche Konstellation schreit geradezu danach, lustig zu werden - zumindest für uns Leser. Und das wird sie auch. Mit bisweilen trockenem Humor erzählt die Autorin, wie sich diese Zwangsgemeinschaft so entwickelt, wie sich die beiden zusammenraufen, erste Erfolge erzielen, aber auch Probleme und Mißverständnisse auftauchen. Ein Beispiel für den Humor sei von Seite 234 zitiert: „Lucys Gehirn ratterte und suchte nach einem unverfänglicheren Thema. Der Umgang mit Nuklearwaffen wäre zum Beispiel nicht schlecht.“ Oder später ist mir im Buch das „coolste“ Gebet begegnet, das ich je in einem Roman gefunden habe: „Jesus, Alex ist ein Idiot. Du musst das regeln.“

Letzteres deutet an, daß Dinge wie Beten oder Gottes Plan im Buch eine deutliche Rolle spielen. Womit ich zu meinem einzigen wirklichen Kritikpunkt komme. Eine Rolle im Buch spielt Clare Deveraux, die Witwe des früheren Gouverneurs. Bis zum Ende hin konnte ich - leider - meine Meinung über Clare nicht ganz revidieren. Sie hat sich zwar konsistent gleich in ihrem (religiösen) Verhalten gezeigt, auch wurden ihre inneren Kämpfe sowie ihre Entwicklung angedeutet, aber für meine Begriffe zu schwach ausgeführt. Ich konnte mir Clare zwar gut vorstellen, aber die Tiefe, um ihr Denken und Handeln wirklich nachvollziehen zu können, kam bis zum Ende nicht. Es ist die erste Figur in einem Roman des Genres, die etwas flach herüberkommt und der ich ihren Glauben nicht so ganz abnehmen kann. Könnte ich, wie gesagt, wenn die Figur besser gezeichnet wäre. So beschränkt sich das leider auf Äußerlichkeiten, während die „Innerlichkeiten“ vorausgesetzt werden. Auch die Entwicklung, die sie im Verlauf des Buches macht - und das ist eine beachtliche - hätte mehr Aufmerksamkeit (und Platz) verdient gehabt. Aber das ist, wie gesagt, mein einziger wirklicher Kritikpunkt.

Ansonsten hat das Lesen viel Spaß gemacht, ich habe öfters gegrinst und dazwischen auch mal laut gelacht; das ein oder andere Klischee hat mich nicht gestört. Bei so einem Buch gehört das einfach dazu. Mit den lustigen Stellen wechseln sich wohldosiert ernstere Einschübe ab, etwa die beeindruckende Predigt von Chuck, die mich an eine sehr emotionale Szene im Film „Fireproof - Gib Deinen Partner nicht auf“ erinnert hat.

Wenn man ständig in der Öffentlichkeit ein verliebtes Paar abgeben muß, bleibt es nicht aus, daß man sich näher kommt, als auf dem Papier vereinbart. Gut nachvollziehbar fand ich die Entwicklung der „Beziehung“ der beiden, die sich zunächst gegen alles private sträuben, aber dem auf die Dauer nicht aus dem Weg gehen können. Auch die Geschwindigkeit, die dieses "näher kommen" hatte, empfand ich als sehr realistisch.

Nach viel zu kurzen 310 Seiten war ich dann leider am Ende angekommen und mußte alle, dir mir lieb geworden waren, verlassen. Mit mehr Tiefgang, als ich von einem Buch dieses Genres erwartet habe, hat die Autorin eine Familien- und Liebesgeschichte erzählt, an die ich sicher noch einige Zeit gerne denken werde. Und manchmal sicher auch an den Rat von Alex’ Vater: "Wenn du heute sterben würdest, wärst du dann glücklich? Könntest du ohne Reue gehen?“ 

 

Kurzfassung

Die teils witzige, teils ernste Geschichte von Lucy und Alex, die sich zusammenraufen müssen, um ihre Ziele zu erreichen. Ob diese Ziele allerdings immer die richtigen sind, ist eine Frage, die sich nur durch das Lesen des Buches beantworten läßt. Was ich dringend empfehle, wenn man ein Stück gute Unterhaltung sucht.  

 

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Über die Autorin

Jenny B. Jones lebt als Highschool-Lehrerin in Arkansas. Sie hat etlich erfolgreiche Jugendbücher geschrieben, „Scheinbar verliebt“ ist ihr erster Erwachsenenroman.  

 

Bibliographische Angaben

310 Seiten, kartoniert Originaltitel: Save the Date. Aus dem Amerikanischen von Rebekka Jilg. Verlag: Verlag der Francke Buchhandlung GmbH, Marburg 2012  

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Hannon, Irene: Eine perfekte Wahl

Manche Leute gehen durchs Feuer und verbrennen sich dabei so schlimm, dass ihre Wunden nie wieder heilen, aber andere werden auf eine gute Weise durch das Feuer geformt. (Seite 295)

 

Cover: Eine perfekte WahlZum Inhalt

Marci Clay kommt nach ihrem Studienabschluß nach Nantucket und übernimmt die Leitung der „Devon Tee Stube“, damit ihr frisch verheirateter Bruder und seine Frau auf Hochzeitsreise fahren können. Doch als sie den Arzt Christopher Morgan trifft, geraten ihre Vorsätze, die Insel nach einigen Wochen wieder zu verlassen, um sich einen Job zu suchen, ins Wanken. Aber was sie noch mehr irritiert sind die Gefühle, die sie anscheinend für diesen Mann entwickelt. Sie wollte niemals wieder eine Beziehung eingehen, denn die Schatten der Vergangenheit scheinen übermächtig.

Bibliographische Angaben
Autor/ -in: Hannon, Irene
Titel: Eine perfekte Wahl
Originaltitel: The Doctor's perfect Match
Reihe: Die Leute aus der Lighthouse Lane 3
Erscheinungsdatum: 18. Januar 2016
Originalsprache: Englisch (Amerika)
Übersetzt von: Antje Balters
Verlag: CAP Verlag
Ausstattung, Umfang: 311 Seiten, kartoniert
Format: ca. 13,5 x 20,5 cm
ISBN: 9783867732451
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Hauerwas, Stanley & Willimon, William H.: Christen sind Fremdbürger

Das Volk Gottes kann der Welt nicht erlauben, darüber zu bestimmen, wie es auf die Herausforderungen der Zukunft zu reagieren hat. (Seite 93)

Cover: Christen sind Fremdbürger

 

Zum Inhalt

Seit Konstantin dem Großen haben sich die Christen in der Welt eingerichtet und sind mehr oder weniger Teil von ihr geworden - nicht immer zum Besten der Lehre oder gar in Übereinstimmung mit dem, was Jesus gepredigt hat.
Die beiden Autoren legen den Finger in diese Wunde und zeigen auf, warum Christen in dieser Welt „Fremdbürger“ sein sollen oder müssen, wollen Sie Jesus wirklich nachfolgen. Eine unbequeme Mahnung, zurück zu den Wurzeln zu gehen.

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Shorey, Ann: Emily - Sommer der Sehnsucht

„Du kannst nicht davonlaufen, Emily. Ich hoffe, Du lernst das, bevor es zu spät ist.“*

 

Cover: Emily - Sommer der SehnsuchtZum Inhalt

Missouri kurz nach dem Ende des Bürgerkriegs. Emily hat nur noch ihren Großvater, denn Vater und Bruder sind im Krieg umgekommen. Der Traum ihrer Jugend ist Royal Baxter, den sie seinerzeit in den Krieg verabschiedete.
Da die Kräfte des Großvaters schwinden und die Erinnerungen zu bitter sind, will Emily das familieneigene Ladengeschäft verkaufen und nach Oregon auswandern. Eine große Hilfe bei ihren Problemen und Aufgaben ist Curt Saxon, der im örtlichen Mietstall arbeitet. Auch er trägt seinen Packen seit dem Krieg mit sich herum, von dem er niemandem erzählt. Nur seine Schwester, die bei ihm wohnt, weiß davon.
Als Royal Baxter plötzlich wieder auftaucht, scheint sich alles zum Besseren zu wenden. Denn er will auch nach Oregon. Nur der Großvater ist nicht davon überzeugt, weder von Royal Baxter noch von den Oregonplänen. Aber ohne seine Zustimmung wird es nichts.

 

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Morgenroth, Dorothea: Die Bank unter der Linde

Der Anblick der Welt, die sie einmal mehr auf grausame Art ihrer Hoffnung beraubt hatte, war ihr zutiefst zuwider (Seite 173)

 

Cover: Die Bank unter der LindeZum Inhalt

Nachdem Dorothea mit ihrer Familie in das neuerworbene, renovierte alte Bauernhaus gezogen ist, macht sie die Bekanntschaft mit Benedikt Rathenberger, der vor vielen Jahren in eben diesem Haus geboren wurde. Das Buch mit handschriftlichen Eintragungen einer Mariele Kremeter-Schwartz, welches Dorothea auf dem alten Heuboden gefunden und das ihre Aufmerksamkeit geweckt hatte, entpuppt sich als eine Art Tagebuch einer der ersten Bewohnerinnen dieses Hauses - und als das der Urgroßmutter ihrer neuen Bekanntschaft.
So beginnt Dorothea anhand der Aufzeichnungen und der Erzählungen des alten Herrn Rathenberger die Geschichte jener Mariele zu erforschen und zu erzählen. Es entsteht das Bild einer couragierten Frau, die allen Widrigkeiten zum Trotz dennoch ihren Weg, der oft mehr Leid denn Freud mit sich brachte, gegangen ist. Über die Jahrzehnte hinweg wird ein Bogen in die Jetztzeit geschlagen, denn manches, was Dorothea erfährt, manche Parallele, die sich auftut, ist durchaus für die heutige Zeit aktuell.

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Wallace, Amy: Im Hauch eines Augenblicks

„Ohne Gott kann Demokratie nicht lange bestehen.“ (Ronald Reagan, Seite 186)

Cover: Im Hauch eines AugenblicksZum Inhalt

Jahrelang hatte Hanna Kessler ihr Kindheitsgeheimnis tief in ihrem Innersten vergraben. Aber als die Schatten der Vergangenheit die zu zerstören drohen, die sie liebt, muß Hanna sich zu einem schwierigen Schritt durchringen. Sie muß sich den Erinnerungen an jenen Sommer stellen, der ihr Leben für immer veränderte. Und dem Mann, der bis heute ihre Gedanken beherrscht.
Als FBI-Agent weiß Michael Parker, was es bedeutet, einen Rückschlag zu erleiden. Schwierige Fälle und zerbrochene Beziehungen pflastern seinen Lebensweg. Erst an der Seite von Hanna fühlt er sich geborgen. Doch als das System versagt und ein Rechtsextremist auf freien Fuß gesetzt wird, wächst sein Wunsch nach Vergeltung ins Unermeßliche.
Der gut geplante Anschlag eines Rassisten zwingt Hanna und Michael, sich zu entscheiden. Wollen sie Rache üben oder der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen? Letzteres wäre ihre Chance auf Heilung. Aber ist Gerechtigkeit wirklich genug, wenn sich der Angriff gegen sie persönlich richtet?

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