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„Es ist ja nichts dabei, wenn wir als Christen leben, und wir müssten nur so tun, als ob. Wir wären ja nicht wirklich Christen, oder?!“
„Hört sich ganz okay an! Und was müsste ich so machen als Christ?“ (Seite 40f)

 

Cover: Himmel zu vererbenZum Inhalt

Auf der Beerdigung ihrer Tante Sophie wird Alexa von einem ihr unbekannten Anwalt angesprochen. Er bittet sie in seine Kanzlei und eröffnet ihr, daß ihre Familie - sie selbst, ihr Mann Robert und ihr Sohn Simon - ein „gewaltiges Vermögen“ erben würden. Allerdings gibt es eine Bedingung: sie alle drei müssen ein Jahr als bewußte Christen leben.
Wie kann das sein? Tante Sophie hatte ihr ganzes Leben lang in einfachen Verhältnissen gelebt. Will man sie auf den Arm nehmen? Und wie geht das überhaupt - als bewußte Christen leben? Wie leben Christen überhaupt? Andererseits winkt viel Geld. Dafür kann man doch einen Versuch starten?
Und so beginnen Alexa, Robert und Simon also nach außen hin ein Leben als Christ. Aber kann man so etwas zwölf Monate lang nur zum Schein durchhalten? Und was passiert, wenn da doch mehr dahinter ist? Es beginnt eine spannende Reise mit Überraschungen und durchaus ungewissen Ausgang...

 

 

 

Meine Meinung

Was wäre man bereit zu tun, wenn eine große, eine sehr große, Erbschaft als Belohnung winken würde? Vor dieser Frage stehen die drei Hauptfiguren des Romanes. Die Bedingung für sie: sie müssen ein Jahr lang als bewußte Christen leben. Bisher hatten sie weder mit Kirche noch mit Christsein viel am Hut und demgemäß recht wenig Ahnung. Wie lebt man also als Christ? Was muß man tun und lassen, um als Christ durchzugehen? Und kann man nur so zum Schein, um eben die Bedingung zu erfüllen, als Christ leben, das Geld kassieren und dann mit dem bisherigen normalen Leben weiter machen?

Mit genau diesem Vorsatz, ein Jahr so zu tun als ob, und dann zur „Normalität“ zurückzukehren lassen die drei sich auf die Bedingung ein. Aber so leicht wird das denn doch nicht. Und kann man überhaupt ein Jahr lang, vierundzwanzig Stunden am Tag, schauspielern und etwas darstellen, was man nicht ist? Und selbst wenn das möglich wäre - wird man von dem, was man lebt, nicht berührt und verändert? Besteht - so die Intention der Erblasserin - nicht doch die Möglichkeit, daß aus dem „Schein“ ein „Sein“ wird, weil das, was man nach außen lebt am Ende doch nach innen wirkt?

Zumindest über diese letztere Möglichkeit denken die drei der Familie Grün überhaupt nicht nach, als sie sich auf das „Abenteuer Christsein“ einlassen. Aber genau so sieht es Simon: als ein Abenteuer, als eine Abwechslung vom Routinealltag. Daß ihm dann doch recht mulmig wird, als er zum ersten Mal in eine Gruppe der Gemeinde geht und so gar nicht weiß, was auf ihn zukommt, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Aber als ein Abenteuer der ganz eigenen Art entwickelt sich das, was eigentlich als Charade begonnen war, denn doch. Denn zunächst einmal stellt sich natürlich die Frage: wie leben die eigentlich, die Christen? Was tun sie, was tun sie nicht? Und vor allem: was sagen unsere Verwandten, Freunde, Kollegen dazu, wenn wir plötzlich Christen sind? Der erste Weg führt ins Pfarrhaus, schließlich muß der Pfarrer wissen, wie man so als Christ lebt, was man braucht. Da kommen dann doch die ersten Zweifel, ob das denn gut gehen kann. Ob Geld all die Mühe und die Veränderungen im Leben wirklich rechtfertigt.

Im Weiteren verfolgt der Leser das Scheitern der Bemühungen von Alexa, Robert und Simon, nur nach außen hin als Christen zu leben. Denn sich auf so ein Abenteuer einzulassen bringt es unweigerlich mit sich, daß früher oder später der Punkt kommt, wo man persönlich „getroffen“ wird und aus dem Spiel plötzlich Ernst wird. Zumal die gewohnte Welt der Grüns langsam aber sicher in Trümmer zerfällt und sicher Geglaubtes plötzlich unsicher wird.

Die Autorin hat diese „Reise“ so gut beschrieben, daß ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und innerhalb kurzer Zeit, fast in einem Zug, ausgelesen habe. Mit eingewoben ist die Suche nach der Herkunft des Vermögens, die ein lange gehütetes dramatisches Geheimnis aus dem Leben der verstorbenen Tante Sophie ans Tageslicht bringt. Daneben erfährt einiges darüber, wie denn „die Christen“ so leben, und daß man - obwohl Christ - dennoch ganz normal sein kann. Eine besonders angenehme Nebenfigur ist der Pfarrer, der sich zunächst über das Anliegen der Familie Grün mehr als wundert, im Weiteren jedoch wunderbar unkompliziert ist. Leider, und das ist eigentlich mein einziger Kritikpunkt, bleiben etliche Nebenfiguren recht blaß, tauchen teilweise nur kurz auf und verschwinden wieder, auch wenn man eigentlich erwarten würde, ihnen nochmals zu begegnen.

So ist das Buch, wenn man so will, eine gelungene Mischung aus Fakt und Fiktion. Denn in die fiktive Handlung eingebaut sind einige Grunddinge und -überzeugungen, die „die Christen“ haben und solcherart fast schon spielerisch vermittelt werden, ohne daß es aufdringlich oder gar missionarisch erscheint, was auch dadurch deutlich wird, daß selbst am Ende eine gewisse Portion Skepsis übrig bleibt. Der Roman ist - neben seinem unbestreitbaren Unterhaltungswert - also auch für für Menschen geeignet, die vom christlichen Glauben wenig wissen und quasi nebenbei ein paar grundlegende Dinge darüber erfahren möchten.

Andererseits könnte man den ganzen Roman als eine moderne Interpretation des Gleichnisses vom Guten Hirten, der sich auf die Suche nach dem verlorenen Schaf macht, auffassen. Interessant, daß mir diese Thematik kürzlich in einem Film, nämlich "In-Lawfully Yours", in anderer Form ebenfalls begegnet ist.

Ein Buch, das bei mir lange nachwirken wird.

Mein Fazit

Die Frage „Wie ticken die Christen“? wird in einem unterhaltsamen Roman mit ungewöhnlicher Ausgangslage beantwortet.

Interessiert Sie das Buch? Wollen Sie es selbst lesen? Sie können es > hier im Gregor-Versand Shop direkt bestellen < !

 

Über die Autorin

Christa Rau, geboren 1963 in Hohenlohe, hat Theologie studiert, ist mit einem Pfarrer verheiratet und hat fünf Kinder. Sie lebt in der Nähe von Ludwigsburg.

 

Bibliographische Angaben siehe diesen Beitrag: Rau, Christa: Himmel zu vererben (Buchdaten)

 

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Lodge, Hillary Manton: Ganz einfach Sara

Vielleicht waren die Englischen in manchen Punkten gar nicht so anders als die Amisch. (Seite 187)

 

Cover: Ganz einfach SaraZum Inhalt

Sara Burkholder hat ihrer Amischgemeinschaft den Rücken gekehrt. Sie sehnt sich nach Farbe in ihrem Leben, nach Abwechslung, will endlich richtig leben. Tatsächlich scheint der Neuanfang zu glücken. Sara findet eine Anstellung in einer Buchhandlung, holt ihren Schulabschluß nach, lernt Autofahren und ergattert einen Studienplatz für Modedesign. All ihre Träume scheinen sich zu erfüllen. Doch nach und nach ziehen am Horizont erste Gewitterwolken auf. Ihr Chef kann sie anscheinend nicht ausstehen und auch das Studium gestaltet sich schwieriger als erwartet. Bald bricht Saras heile neue Welt auseinander. Und sie muß sich fragen: Wer ist sie wirklich? Das Amischmädchen, die aufstrebende Modedesignerin oder doch ganz einfach Sara?

 

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Grichting, Martin: Im eigenen Namen, in eigener Verantwortung

Aufgabe des Staates ist es, eine Ordnung zu garantieren, in der religiöse wie religiös "unmusikalische" Menschen auf dem gleichen Territorium friedlich zusammenleben und dabei offen zu ihren Überzeugungen stehen können. (S. 24)

 

Cover: Im eigenen Namen, in eigener VerantwortungZum Inhalt

In der heutigen immer pluralistischer werdenden Welt stellt sich zusehends die Frage, wie es mit der Kompatibilität einer Religionsgemeinschaft aussieht, die eine absolute Glaubenswahrheit verkündet. In kurzer, prägnanter Form gibt der Autor Antworten, wie die katholische Kirche und der Katholik auf die Herausforderungen des säkularen Staates reagieren und sich in der Gesellschaft einbringen soll.

Bibliographische Angaben
Autor/ -in: Grichting, Martin:
Titel: Im eigenen Namen, in eigener Verantwortung
Erscheinungsdatum: 15. Januar 2018
Verlag: Fontis Verlag, Basel
Ausstattung, Umfang: 59 Seiten, kartoniert
Format: ca. 13 x 19 cm
ISBN: 9783038481430
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Williamson, Martha: When Angels Speak: Inspiration from Touched By An Angel

Why is it, if you talk to God you’re praying, but if God talks back to you, you’re nuts?* (Seite 142)

 

Cover: When Angels Speak

 

Zum Inhalt

Die beliebte TV-Serie Touched By An Angel (dt. „Ein Hauch von Himmel“) hat durch ihre Wärme, Weisheit und ihren Humor Millionen von Menschen erreicht. Nun können Aussprüche von Monica, Tess und Andrew sie jeden Tag begleiten. When Angels Speak: Inspirierend und voll von Freude.

 

 

 

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Jagears, Melissa: Julia. Die bestellte Braut

Aber du solltest nicht zulassen, dass deine Vergangenheit dir sagt, wer du bist und was dein Wert ist. (Seite 259)

 

Cover: Julia. Die bestellte BrautZum Inhalt

Everett hatte schon mehrfach eine „Katalogbraut“ kommen lassen, aber alle haben sie ihn verlassen. Nun hat seine Freundin Rachel, ohne ihn vorher zu informieren, eine weitere bestellt. Als Julia ankommt, kann er gar nicht glauben, daß sie tatsächlich zu ihm will. Aber so einfach wird es doch nicht, denn nicht nur er hat mit Lasten der Vergangenheit zu kämpfen. Sie ist vor ihrem bisherigen Leben geflohen und kann die inneren Dämonen kaum im Zaum halten. Den beiden steht ein schwieriger Weg mit ungewissem Ausgang bevor.

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Schlüter, Ann-Helena: Frei wie die Vögel (Rezension von Bernhard Gregor)

Ich dachte, ich könnte die Welt verändern. Verbessern zusammenschweißen. Was ist aus mir geworden? meine hohen Wünsche und Werte haben mich ins Gefängnis gebracht. (Seite 111)
Den Kopf können sie mir nehmen. Das Leben nie. (S. 146)

 

Cover: Frei wie die VögelZum Inhalt

Am 10. November 1943 wurden in Hamburg vier Geistliche durch das Fallbeil hingerichtet. Die katholischen Kapläne Eduard Müller, Johannes Prassek und Hermann Lange sowie der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink hatten öffentlich Stellung bezogen gegen die Verbrechen des Nazi-Regimes.
Voller Leidenschaft für die historischen Hintergründe verwebt Ann-Helena Schlüter die vier Biografien der Lübecker Märtyrer erzählerisch miteinander. Ein Roman voller tiefer Emotionen, eine Geschichte voller Hoffnung im dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte.

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