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Es gibt viele Möglichkeiten, in einem Gefängnis zu sitzen - auch wenn keine Gitter vor den Fenstern sind. (Seite 222)

 

Cover: Ein Vater für ZachZum Inhalt

Nach zehn Jahren wird Nathan Clay aus dem Gefängnis entlassen. Seine Geschwister haben ihn nach Nantucket eingeladen, wo er sich erst mal erholen soll. Da er aber nicht untätig herumsitzen will, fängt er an, als Handwerker zu arbeiten. So kommt er zu Catherine Walker und ihrem kleinen Sohn Zach. Ihr Mann kam vor zwei Jahren auf tragische Weise ums Leben, und das haben bisher weder Mutter noch Sohn verkraftet.
Eine Beziehung haben beide nicht auf ihrem Plan, dennoch fühlen sie sich zueinander hingezogen. Vor allem auch Zach ist von Nathan begeistert. Aber ob aus ihnen ein Paar werden kann, ist mehr als fraglich. Denn die Belastungen aus der Vergangenheit sind so groß, daß sie alles zu zerstören drohen.

 

 

 

Meine Meinung

„Meistens war das Leben eine Aneinanderreihung von Herausforderungen. Man musste ständig mit Unvollkommenheit und Fehlern fertigwerden, musste Verluste verkraften und Hindernisse überwinden und auch an den finstersten Tagen die Flamme der Hoffnung in Gang halten.“ (Seite 260) Das könnte man eigentlich als das Motto der Reihe im Allgemeinen betrachten, ganz besonders trifft es jedoch auf diesen vierten und - leider - abschließenden Band zu.

Und die „Flamme der Hoffnung“ haben die Protagonisten in diesem Buch wirklich mehr als nötig, um alle Schwierigkeiten meistern zu können. Nathan Clay waren wir schon im Vorgängerband an seinem Tief- und Wendepunkt begegnet, nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis wird er hier zur Hauptfigur, wenn der Leser ihn bei seinem Versuch, sich ein neues Leben in Freiheit aufzubauen, begleitet. Seine Geschwister J. C. und Marci haben ihn nach Nantucket eingeladen und so wohnt er - wie schon in den Jahren zuvor die beiden - in Ediths Ferienhaus.

Gleich zu Beginn des Buches trifft er bei Marcis Hochzeit auf Catherine Walker und ihren etwa sechsjährigen Sohn Zach. Der Titel des Buches läßt schon vermuten, in welche Richtung sich die Erzählung bewegen wird, und auch hier ist der Weg, der mehr als nur steinig ist, das Ziel. Nathan kämpft mit den Geistern seiner Vergangenheit und versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Im Gefängnis hat er viel gelernt und verdingt sich nun als Handwerker. Daneben tritt sein Talent zum künstlerischen Malen immer mehr hervor, was Kate (aus dem ersten der Lighthouse-Lane-Bände) die Gelegenheit zu einem Kurzauftritt gibt. Erst nach und nach kommt an Tageslicht, was ihn vor Jahren auf die schiefe Bahn gebracht hat.

Ganz anders bei Catherine Walker, die kürzlich nach Nantucket kam, um nach dem tragischen Tod ihres Mannes vor zwei Jahren ein neues Leben zu beginnen. Zu ihrem Sohn verhält sie sich überaus beschützend, so daß die Begegnung auf der Hochzeit nur von kurzer Dauer ist. Um so erstaunter sind beide, als sie sich kurz darauf wieder gegenüber stehen: Nathan wurde ihr als der Mann empfohlen, der ihr bei Renovierungsarbeiten helfen kann. So bleibt es denn nicht aus, wenn man den ganzen Tag über auf engem Raum zusammen ist, daß sich die beiden näher kennen lernen.

Tragisch - oder auch schicksalhaft - wird es, als zutage tritt, weshalb Catherine aus ihrem alten Leben geflohen ist. Man könnte es schon als eine besondere Ironie bezeichnen, daß ausgerechnet diese beiden Menschen aufeinander treffen mußten, denn auch wenn es über weite Strecken nicht so aussieht, können doch gerade sie mit ihrer jeweils individuellen Vorgeschichte zur Heilung des anderen beitragen - oder diese erst überhaupt ermöglichen.

Die Handlung wird an wesentlichen Punkten aus den Blickwinkeln beider - Catherine wie Nathan - erzählt, so daß man als Leser so gut wie immer beide Seiten kennt, beurteilen und verstehen kann. Die sich aus dem Zusammentreffen ergebende Problematik wird überzeugend dargestellt, die auftretenden und zu lösenden (inneren) Konflikte ergeben sich zwangläufig aus der Konstellation und zwingen die Beteiligten, sich mit der Situation, aber auch ihrer Vergangenheit und deren Bewältigung auseinanderzusetzen. Letztlich geht es um die Frage, inwieweit die Vergangenheit die Gegenwart und vor allem die Zukunft beeinflussen darf und soll, wann es an der Zeit ist abzuwarten, weiterzugehen oder gar loszulassen (vgl. S. 134).

Wie schon im vorigen Buch der Reihe spricht die Autorin auch hier wieder schwierige Themen an, die ich in dieser Heftigkeit in so einem Buch allerdings nicht unbedingt erwartet hätte, jedoch Denk- und Handlungsweise der Protagonisten überzeugend erklären. Auch dieses Mal gelingt es der Autorin wieder hervorragend, ernste und gesellschaftskritische Themen in einen Unterhaltungsroman zu integrieren. Hiermit ist Irene Hannon endgültig in meine Liste der Lieblingsautoren/-innen aufgenommen worden und ich werde sehr bald weitere Bücher von ihr lesen. Drei davon habe ich zum Glück schon hier. Nur schade, daß ich von den Leuten aus der Lighthouse Lane nun nichts mehr hören bzw. lesen werde. Aber es spricht ja nichts dagegen, die Bücher ein weiteres Mal zu lesen - was ich sicherlich auf jeden Fall tun werde.

 

Mein Fazit

Mit der Geschichte um Nathan Clay und Catherine Walker geht die Serie um die Leute aus der Lighthouse Lane leider zu Ende. Trotz gesellschaftskritischer und ernster Themen und Momente ist auch dies ein Wohlfühlbuch, das mich mit Denkanstößen innerlich ruhig und zufrieden in die Welt zurück entließ.

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Über die Autorin

Irene Hannon hat Psychologie und Journalistik studiert. Sie gab ihre hohe Stellung bei einem Weltunternehmen auf, um ganz als Schriftstellerin tätig zu sein. Sie hat zahlreiche Bücher geschrieben und etliche Preise gewonnen. Mit ihrer Familie lebt sie in Missouri.

 

 
Aufstellung der Reihe "Die Leute aus der Lighthouse Lane": Hannon, Irene: Die Leute aus der Lighthouse Lane (D)

 

Bibliographische Angaben siehe diesen Beitrag: Hannon, Irene: Ein Vater für Zach (Buchdaten)

 

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Darlington, C. J.: Schatten über Triple Cross

Zurzeit war sie drauf und dran, alles zu verlieren, was ihr wichtig war. (Seite 106)

 

Cover: Schatten über Triple CrossZum Inhalt

Christy ist 33, hat vor fünfzehn Jahren nach dem Tod der Eltern ihre jüngere Schwester alleine bei einer Tante zurückgelassen, und arbeitet als Buchhändlerin in einem Antiquariat. Aber, als ob sich alles gegen sie verschworen hätte, liegt innerhalb ein ein paar Tagen ihr ganzes Leben in Trümmern. Jetzt muß sie, ob sie will oder nicht, zu ihrer Schwester, die eine Ranch betreibt, zurückkehren.
Seit sie damals fort ging, hatten sie keinen Kontakt mehr. Alte Wunden reißen auf, die Gräben scheinen unüberwindbar. Aber irgendwann muß man aufhören, vor den Geistern und Fehlern der Vergangenheit zu fliehen und sich den Problemen stellen. Doch ist nach so langer Zeit eine Versöhnung möglich? Und was ist mit dem, der Christys Existenz zerstört hat. Gibt er nun Ruhe?

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Kellner, Albrecht: Christsein ist keine Religion

„Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.“ Werner Heisenberg (Seite 38)

 

Cover: Christsein ist keine ReligionZum Inhalt

„Wenn die Menschen wüßten, worum es sich beim Christsein in Wirklichkeit handelt, dann würden sie Schlange stehen.“
Die Sicht eines Physikers auf das Christsein - was es ist, wie man dazu kommt, und was für ein spannendes Leben sich daraus entwickelt - ist der Inhalt dieses Buches.
(Aus dem Vorwort, S. 10)

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Wilson, Eric: Liebe braucht Helden

Feuerfest bedeutet nicht, dass es nie brennt. Aber wenn es brennt, kann man dem Feuer standhalten. (Seite 92)

 

Cover: Liebe braucht HeldenZum Inhalt

Nach sieben Jahren steht die Ehe von Caleb und Catherine vor dem Ende. Calebs Vater bittet ihn, mit dem Scheidungsantrag noch vierzig Tage zu warten und in der Zeit zu versuchen, anhand eines Buches, das er ihm schicken wird, die Beziehung zu retten. Während er nun in seiner Arbeit „richtiges“ Feuer bekämpft, muß er den Brandherd in seiner Ehe retten. Er beginnt, die Aufgaben abzuarbeiten. Je mehr er sich damit beschäftigt, je mehr entflammt sein Herz und je größer wird seine Ernsthaftigkeit. Doch ihm läuft die Zeit davon.

 

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Franke, Thomas: Das Tagebuch

Wir versuchen, die Schatten an der Wand zu deuten, und wissen nichts von dem Licht, das sie hervorruft. (Seite 288)

 

Cover: Das TagebuchZum Inhalt

Leon ist Leiter eines archäologischen Grabungsprojektes in der Vendée. Er will beweisen, daß hier Riothamus, die historische Figur hinter dem mythischen Artus, gelebt hat und gestorben ist. Dabei entdeckt er das Tagebuch einer jungen Frau, die 1793 in der Burgruine neben dem Ausgrabungsort eingekerkert war und auf ihre Hinrichtung wartete. Seltsam an diesem Fund ist, daß er zwischendurch verschwindet und verändert wieder auftaucht. Schließlich fühlt sich Leon angesprochen und schreibt hinein - um beim nächsten Auftauchen eine Antwort zu lesen. Was hat es damit auf sich? Und was für ein Geheimnis steckt hinter den seltsamen Vorkommnissen, die die Arbeit erschweren?

 

 

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October Baby

The ultimate message in the film is finding the power of forgiveness.* (Jon Erwin, Drehbuch, Regie)

 

Cover: October BabyZum Inhalt

Die neunzehnjährige Studentin Hannah Lawson wurde seit ihrer frühen Kindheit von Alpträumen und gesundheitlichen Problemen verfolgt. In einem Theaterstück bricht sie auf offener Bühne zusammen. Hinterher eröffnen ihr ihre Eltern, daß das die Folgen der Umstände ihrer Geburt sind. Sie wurde als Baby adoptiert - nachdem ihre Abtreibung fehlgeschlagen ist.
Irritiert und tief verletzt begibt sie sich mit einigen Studienkollegen auf die Fahrt in ihren Geburtsort nahe New Orleans. Aber wird ihr die Suche nach der leiblichen Mutter weiterhelfen? Kann sie auf dieser Reise inneren Frieden und eine Perspektive für die Zukunft, so es eine gibt, finden?

 

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