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“Aber ich weiß nicht, was Gott mit alldem vorhat. Ich kann seinen Plan einfach nicht erkennen.“
„Das kann ich auch nicht,“ sagte Miles. „Aber das ist doch gerade das Schöne: letztlich bleibt uns nur der Glaube.“
(Seite 196)

Cover: Die sanften Hügel von Darjeeling

 

Zum Inhalt

Durch einen Zufall entdeckt Beth Lowell, daß der Mann, den sie für ihren Vater hielt, ihr Stiefvater war. Ihre Mutter mauert und weigert sich, ihr über ihren richtigen Vater zu erzählen. Da sich Beth damit nicht zufrieden geben will, begibt sie sich selbst auf eine Suche, die sie um den halben Erdball führen wird.

 

 

 

Kommentar / Meine Meinung

Da ich derzeit sehr beansprucht bin, hatte ich das Bedürfnis nach einer nicht so anstrengenden Lektüre. Nachdem ich meist Tee aus Darjeeling trinke, sprang mir dieses Buch, in Verbindung mit dem Titelbild, förmlich ins Auge als das genau richtige. Leider hat es meine Erwartungen, zumindest was Darjeeling betrifft, nicht so ganz erfüllen können. Denn dort spielen nur zwei relativ kurze Szenen, ansonsten sind die Handlungsorte Texas, New York und London mit einem Abstecher nach Nairobi. Der Originaltitel „Leaves of Hope“ („Blätter der Hoffnung“) ist da doch eher zutreffend. Es wäre interessant zu erfahren, was man sich beim deutschen Verlag bei der Titelgebung gedacht hat, zumal ich den Himalaya nicht unbedingt als „sanfte Hügel“ bezeichnen würde.

Der Roman liest sich sehr flüssig, was sicher auch auf eine gute Übertragung zurückzuführen ist; an keiner Stelle hatte ich das Gefühl, eine Übersetzung zu lesen. Ich konnte mich nur mit Unterbrechungen dem Buch widmen und hatte nie Schwierigkeiten, den Handlungsfaden wieder genau da aufzunehmen, an dem ich ihn verlassen hatte.

Die Geschichte selbst entwickelt sich sehr folgerichtig. Durch einen Zufall entdeckt Beth, daß ihr verstorbener Papa gar nicht ihr leiblicher Vater ist. Als sie ihre Mutter darüber befragt, weigert diese sich, darüber zu sprechen, womit sie Beths Neugier erst recht weckt. In der Folge gibt es Mißverständnisse, Streit und Einiges mehr. Das wäre an sich nichts Besonderes, wäre Beth nicht sehr religiös, wodurch man solche Wutausbrüche bei ihr eigentlich nicht in dem Maße erwarten würde.

Es ist Beths starke und immer wieder betonte und herausgekehrte Religiosität, die mich wieder und wieder stutzen ließ. Obwohl sie an einer Stelle sinngemäß sagt, daß es ihr weniger um Religion oder Kirche, sondern um den Glauben, die Nachfolge Christi gehe, hatte ich über etliche Kapitel hinweg das Gefühl, es sei zu viel. Ich habe mich gefragt, wie sie mit ihrer unbeirrbaren Einstellung ihren Job in New York und weltweit in allen möglichen Kulturkreisen so erfolgreich ausüben kann; genauer: wie sie es so weit gebracht hat.

Im Verlauf des Buches machte ihre Einstellung jedoch langsam, aber sicher auf mich den gleichen Eindruck wie auf die Figuren, denen sie begegnet, und ich begann, die Motivation der Autorin zu verstehen. Unweigerlich wird man gezwungen, über seine eigene Einstellung, seine eigene Denk- und Handlungsweise nachzusinnen. Am Ende war es dann gerade diese unbeirrbare und konsequente Ausrichtung, die den meisten Eindruck auf mich gemacht hat.

Im Roman nicht erwartet hätte ich etwa ein uneheliches Kind oder „nicht in die Kirche gehen“. Für meine Begriffe taucht das alles völlig normal, als ob es eben so sein muß, auf. Genau so wie die Themen Schuld und Vergebung, Umkehr, Lebensgestaltung bzw. Prioritäten im Leben. Hier hat mich die Autorin doch zum Nachdenken gebracht, zumal das Buch nicht vor unangenehmen Dingen halt macht und quasi nebenbei auf die realen Gefahren, die Christen auch heute noch drohen, hinweist. Gerade an diesen Stellen fand ich die Parallelen zur Situation der Urchristen beängstigend aktuell.

Von meiner Ausgangssituation aus betrachtet, erwies sich das Buch als gehaltvoller, als erwartet, jedoch gut und flüssig zu lesen. Schon nach wenigen Worten sprang das Kopfkino an, die Figuren nahmen Leben an und hatten durchaus ihre Ecken und Kanten. Das Zwischendurchgefühl des erwähnten „zuviel“ war verschwunden und es war schade, daß die Geschichte schon zu Ende war. Wobei, dies sei erwähnt, das Ende recht kurz ausfiel. Da hätten es ruhig ein oder zwei Seiten mehr sein dürfen, oder besser noch ein Epilog einige Zeit später; aber das ist ja leider in vielen Büchern so. Insgesamt jedoch habe ich das Buch gerne gelesen und werde sicher nach weiteren Werken der Autorin Ausschau halten.

 

Kurzfassung

Beths Suche nach den eigenen Wurzeln verläuft anders, als sie es sich vorgestellt hat. Ein Unterhaltungsroman, der zum Nachdenken anregen will.

Über die Autorin

Catherine Palmer wuchs in Bangladesh und Kenia auf. Sie hat über 35 Romane veröffentlicht und erhielt u. a. schon den Christy-Award. Die Gesamtauflage ihrer Bücher liegt bei über zwei Millionen. Sie lebt heute mit ihrem Mann in den Südstaaten der USA.

Bibliographische Angaben

287 Seiten, gebunden. Originaltitel: Leaves of Hope. Aus dem Amerikanischen von Ulrike Becker. Verlag: Gerth Medien GmbH, Asslar 2008

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Strauss, Mark L.: Messias ohne Manieren

Er wusste, dass ein Kommen der Dreh- und Angelpunkt der Menschheitsgeschichte war, der Höhepunkt von Gottes Erlösungsplan. Es gab keinen Plan B. (Seite 57f)

 

Cover: Messias ohne ManierenZum Inhalt

Jesus gilt vielen als ein faszinierender Mensch, der Frieden predigte. Aber wie paßt dazu, daß er im Tempel die Tische der Geldwechsler umstieß und sie verjagte, daß er einen Baum verfluchte, nur weil er gerade keine Feigen trug oder daß er tausende Schweine in den Tod schickte?
Mark L. Strauss nimmt sich solcher schwieriger Erzählungen im Neuen Testament an und erklärt sie für uns heutige, indem er die Zeitumstände zur Zeit Jesu darstellt und das Geschehen aus der Zeit und aus Sicht der Mitmenschen Jesu, die eine völlig andere Weltsicht hatten als etwa wir heute, erklärt. So werden diese Stellen verständlich und die Botschaft und der Anspruch Jesu treten um so klarer hervor.

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Bengtson, Erik: Miriam und das weiße Kreuz

Das Leben steht still, Miriam, denkt er. Meinen wir. Aber das stimmt nicht. In Wirklichkeit läuft es uns die ganze Zeit weg. (Seite 122)

 

Cover: Miriam und das weiße KreuzZum Inhalt

Paul ist Schulbusfahrer in Baltimore. Doch die Zeiten ändern sich, die Umgebung ändert sich. Mehr und mehr entwickelt sich „sein“ Baltimore zu einem Slum, weswegen er fortzieht aufs Land. Dort hat er sehr bald eine Begegnung der etwas anderen Art mit einem Buggy: er fährt auf einen solchen auf. Damit beginnt sein Kontakt zur Welt der Amisch im allgemeinen und zu Eli, dem Fahrer des Buggy im Besonderen. Während Paul sich vom Dschungel der Großstadt erholt und mehr und mehr über die Amisch lernt, mit Eli und dessen Schwester Miriam in Kontakt kommt, braut sich ganz in der Nähe schweres Unheil zusammen.

 

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Samson, Lisa: Das Gelübde der Mary Margaret

Denn warum sollte Gott einen Menschen, der eine klare Berufung in seinen Dienst bekommen hatte, in eine Ehe mit dem Abschaum der Erde schicken? (Seite 167)

 

Cover: Das Gelübde der Mary MargaretZum Inhalt

Mary Margaret hat nur einen Herzenswunsch: Gott allein ihr Leben zu widmen. Und das, obwohl sie sich zu Jude hingezogen fühlt, dem rebellischen Freund aus Kindheitstagen. Doch dann verschwindet Jude und kehrt erst nach Jahren zurück: gebrochen, verbittert und schwer krank. Mary Margaret erhält von Jesus einen Auftrag, der sie zutiefst irritiert: Soll sie wirklich ihren innigsten Wunsch aufgeben? Und eine Ehe mit diesem Mann eingehen? Ein Roman, die die Sehnsucht nach einer intensiven und liebevollen Gottesbeziehung entfacht. Ausgezeichnet mit dem Christy Award 2010 in der Kategorie „Bester Roman“.

 

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Jagears, Melissa: Weil das Herz nicht schweigen kann

Aber wir können nicht zusammen sein. Wir können nicht beide bekommen, was wir wollen, wenn wir zusammen bleiben. (Seite 362)

 

Cover: Weil das Herz nicht schweigen kannZum Inhalt

Als Eliza Cantrell als Katalogbraut in Salt Flatts eintrifft, ist nichts so, wie sie es geplant oder erwartet hatte. Der Zug wurde ausgeraubt, ihre Barschaft gestohlen und zudem hat sie einer der Banditen ins Gesicht geschlagen, wo nun eine häßliche Wunde klafft. Ihr Verlobter Alex ist verreist und niemand weiß so genau, wo er ist. Will, dessen Geschäftspartner, möchte Arzt werden - kann aber aus Geldmangel nicht studieren, und einen Laden führen ist auch nicht seine Stärke. Zu allem Überfluß fühlen sich Eliza und Will mehr zueinander hingezogen, als gut ist und sie sich eingestehen wollen. Denn ihrer beiden Lebenspläne passen überhaupt nicht zusammen.
Nicht die besten Voraussetzungen, um ein neues Leben zu beginnen...

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Blackstock, Terri: Falsche Wahl (Cape Refuge 3)

Unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut. Er ist gegen die Fürsten und Gewalten.* (Seite 277)

 

Cover: Falsche WahlZum Inhalt

Kurz vor einer Debatte der Bürgermeisterkandidaten verschwindet die Gattin eines derselben spurlos, um einige Tage später tot aufgefunden zu werden. Die Indizien deuten auf den Ehemann als Täter hin, doch bald ergeben sich weitere Spuren.
Während Cade, der Polizeichef, in mühsamer Kleinarbeit versucht, den Fall, der immer weitere Kreise zieht, zu lösen, setzt auch Blair Owens, inzwischen Herausgeberin der örtlichen Zeitung, ihre Recherchefähigkeiten ein. Damit gefährdet sie die noch brüchige Beziehung zu Cade. Aber kann man bei dem sich auftuenden Abgrund auf solche persönlichen Belange Rücksicht nehmen?

 

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