Medien - Informationen  

   

Partner SCM  

Der SCM-Shop bietet eine große Auswahl christlicher Medien. Wenn Sie über
> diesen Link zum SCM-Shop <
gehen, dort stöbern (und bestellen) helfen Sie, diese Webseite hier zu unterhalten und weiter auszubauen. Herzlichen Dank.

   

Aktuell / Informationen  

   

Login - Logout  

Bitte melden Sie sich an:

Oder registrieren Sie sich.

   

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

„Und ja, ich habe manchmal den Wunsch, mich zu wehren. Doch manchmal braucht es genauso viel Stärke, sich nicht zu wehren. Anzuhalten und trotzdem nicht aufzugeben. Und manchmal bedeutet kämpfen genau das." (Seite 92)

 

Cover: Die stillen Wasser von AmberleyZum Inhalt

Julia hat sich vor kurzem von ihrem Mann getrennt. Da der die Kinder nicht, wie versprochen, in den Ferien nehmen kann, reist sie kurzerhand mit ihnen auf Recherchereise nach England zum Bruderhof bei Amberley, wo sie für zwei Wochen leben und arbeiten will.
Durch einen ungeklärten Todesfall eines Deutschen hat ihr Mann, der Polizeibeamter ist, in der Nähe zu tun. Da eine Spur auf den Bruderhof führt, haben sie zwangweise immer wieder Kontakt. Aber kann die Innenansicht, die Julia gewonnen hat, bei der Lösung des Falles helfen und was bedeutet der dauernde Kontakt für ihre anscheinend gescheiterte Ehe?

 

 

Kommentar / Meine Meinung

Vor einiger Zeit habe ich den Debutroman „Eine Villa in Bella Colina“ der Autorin gelesen, den ich in recht guter Erinnerung behalten habe. Als nun ihr zweites Buch erschien und zudem zum großen Teil auf einem Bruderhof spielt, habe ich es sehr bald nach Erscheinen gelesen.

Vor ziemlich vielen Jahren hatte ich einmal mehr indirekten Kontakt zur Bruderhofgemeinde und war darob gespannt auf die Darstellung hier im Buch, zumal der Buchrückentext eine Art Krimi versprach, was ich mir in der Umgebung so gar nicht vorstellen konnte. Aber dieser Handlungsstrang ist dermaßen geschickt und „unauffällig“ gestaltet, daß es einfach paßt und mich zunehmend gefragt habe, ob da wirklich etwas an den Vorwürfen dran ist und wie das sein kann, weil es überhaupt nicht zur Bruderhofgemeinde paßt.

Doch der Roman beginnt in Deutschland mit der Schilderung der Alltagsprobleme, die sich für eine alleinerziehende Mutter nach der Trennung vom Ehemann auftun. Sehr deutlich zeigt die Autorin die Schwierigkeiten auf, die entstehen, will bzw. muß man Beruf und Kinder unter einen Hut bringen. Als schließlich ihr getrennt lebender Ehemann mit den Kindern nicht wie versprochen in den Ferien verreist, muß sie sie gezwungenermaßen mit auf ihre Dienstreise nach England nehmen. Sie soll für zwei Wochen auf dem Bruderhof in Amberley leben und mitarbeiten, um für eine Reportage zu recherchieren. Sinnigerweise hat ihr Mann nur wenige Kilometer entfernt zu tun; er ist zur Unterstützung der einheimischen Polizei, die den Tod eines Deutschen untersucht, dorthin abgeordnet worden. Eine Spur führt auf den Bruderhof, auf dem seine Frau Julia zu der Zeit lebt. So bleibt es nicht aus, daß sie sich immer wieder begegnen.

Zu dem Kriminalfall schreibe ich hier weiter nichts, außer daß es im Verlauf des Buches zwar einige Hinweise auf die Auflösung gab, mich diese am Ende jedoch weitgehend überrascht hat. Man merkt, daß die Autorin gut recherchiert hat. Dies gilt auch in Bezug auf die Bruderhofgemeinde, deren Leben sehr gut beschrieben wird. Manchem Leser mögen die vielen Informationen, die die Autorin ins Buch gepackt hat, vielleicht zu viel sein, ich fand es gut so, weil es mir half, ein recht vollständiges und dreidimensionales Bild entstehen zu lassen.

Julia wohnt mit den Kindern zu Gast bei Rachel, ihrem Mann Brian und deren Kindern. Da prallen dann zwei völlig verschiedene Welten aufeinander. Zwar finden moderne Dinge und Technik sehr wohl Anwendung, aber etwa einfach so in die Stadt fahren, gucken und etwas kaufen, was man nicht unbedingt braucht, gibt es nicht. Auch das etwas andere Eheverständnis kommt mehr oder weniger zwangsläufig zur Sprache, da die Trennung Julias von ihrem Mann noch nicht so lange her ist und Rachel das Thema ganz anders sieht als Julia. Gerade die Diskussionen dazu, zu Partnerschaft überhaupt, gehören für mich zu den stärksten Teilen im Buch. Was möglicherweise auch damit zusammenhängt, daß das Eheverständnis sehr nahe am katholischen ist, nur daß es hier nicht dogmenähnlich, sondern ganz praktisch erklärt wird.

Julias Sicht der Dinge wird durch die Konfrontation mit einer anderen Auffassung infrage gestellt; sie muß ihre eigene Position hinterfragen und neu überdenken. Ich fand dies sehr glaubhaft und nachvollziehbar im Buch beschrieben.

Ein weiteres Thema ist natürlicherweise die Vergebung. Die Bruderhofgemeinde ist eine pazifistische, die Gewalt in jeglicher Form ablehnt, womit sie an die Amish erinnert. „Wir versuchen einfach zu leben, was wir glauben. Jeder von uns braucht Vergebung. Und durch Jesus bekommen wir sie. Weil mir vergeben wurde, kann ich auch vergeben. Den Rest darf ich getrost Gott überlassen.“, heißt es auf Seite 224. Damit wird die Grundeinstellung und der Grundkonflikt, welche im Verlauf des Buches immer wieder mit der „Welt da draußen“ konfrontiert werden, sehr gut umschrieben.

Ich konnte mich beim Lesen sehr gut in die beschriebene Welt einfühlen, die Figuren erwachten zum Leben und ich hatte mehr als ein Mal das Gefühl, selbst mitten dabei zu sein. Innerlich ruhig, aber mit einer gewissen Wehmut, all die neu gewonnenen Freunde nun verlassen zu müssen, habe ich das Buch schließlich geschlossen und hoffe, daß möglichst bald wieder ein Buch der Autorin, die es geschickt versteht, ernste Themen in einem Unterhaltungsroman unterzubringen, erscheint.

 

Kurzfassung

Wieder gelingt es der Autorin, ernste Themen in einem spannenden Roman unterzubringen, und so nicht nur gut zu unterhalten, sondern auch Denkanstöße fürs tägliche Leben zu liefern.

Interessiert Sie das Buch? Wollen Sie es selbst lesen? Sie können es > hier im Gregor-Versand Shop direkt bestellen < !

 

Über die Autorin

Dorothée Heck ist Fremdsprachenkorrespondentin und lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Ludwigshafen. Dies ist ihr zweites Buch.

Bibliographische Angaben

253 Seiten, kartoniert. Verlag: SCM Hänssler, Holzgerlingen 2014

Sie haben leider keine Rechte, um einen Kommentar zu schreiben

   

Gray, Shelley Shepard: Wanted

For good or bad, our past transgressions and deeds make us who we are - even when we do things just to see what they are like. Even when we do things without meaning to hurt ourselves or other people.* (Seite 58)

 

Cover: WantedZum Inhalt

Seit langem ist Katie Brenneman heimlich in den Witwer Jonathan Lundy verliebt. Als dessen Schwester, die ihm den Haushalt führt, verreist, sieht sie ihre Chance gekommen: sie zieht zu Jonathan und seinen beiden Töchtern, um diese zu versorgen. Jedoch ist nicht immer alles so einfach, wie man sich das vorher vorstellt. Das Einleben wie die Beziehung zu Jonathan und den Mädchen gestalten sich zunächst schwierig, zumal Katie von ihrer Vergangenheit aus der „Rumspringe-Zeit“ eingeholt wird. Briefe treffen ein, in denen sie zu einem Treffen mit einer ehemaligen Freundin gebeten wird, von der sie dachte, sie würde sie nie wieder sehen. Katie, und nicht nur sie, muß sich darüber klar werden, was sie eigentlich wirklich will.

 

Weiterlesen ...
   

Mangalwadi, Vishal: Wahrheit und Wandlung

Das Kreuz ist die Macht, Prinzipien über die Macht zu stellen. (Seite 299)

 

Cover: Wahrheit und WandlungZum Inhalt

Europa war einstens das christliche Abendland. Doch der Einfluß des Christentums geht (anscheinend) zurück, der Säkularismus macht sich mehr und mehr breit, Religion wird ins Private verdrängt.
Vishal Mangalwadi hat als Inder den Blick von außen und kann aus seiner eigenen Umgebung immer wieder Beispiele aus einer nichtchristlichen Gesellschaft anführen. Eindringlich verdeutlicht er, wie die westliche Gesellschaft durch die Jahrhunderte hindurch von christlichen Vorstellungen, etwa den Zehn Geboten, beeinflußt wurde und was die Folgen sind, wenn so einfache Dinge wie „Du sollst nicht stehlen“ keine Gültigkeit (mehr) haben.

Weiterlesen ...
   

Rivers, Francine: ... der die Schuld vergibt

Cover: der die Schuld vergibtZum Inhalt

In einer kalten Januarnacht wird eine junge Studentin auf dem Weg zum Studentenwohnheim überfallen und vergewaltigt. Der Täter entkommt. Dynah wird schwanger.
Eine Welt bricht für sie zusammen. Was tun mit diesem Kind, dem ungewollten Ergebnis eines Verbrechens? Wird ihr christliches Elternhaus sie durch diese Krise tragen? Oder ihr Verlobter? Die christliche Privatuniversität, an der sie studiert? Werden die Anti-Abtreibungsparolen, die sie lernte, halten? Haben nicht doch die anderen recht, zumal der Arzt ohne Nachzudenken Abtreibung als die einzig mögliche Handlungsweise hinstellt?
Abrupt aus ihrem wohlbehüteten Dasein herausgerissen, erlebt und erleidet Dynah den Unterschied zwischen Theorie und Praxis, zwischen raschen Beteuerungen und der Realität. Ist Gott auch in dieser Katastrophe da?
Packend und einfühlsam schildert Francine Rivers in diesem Roman die Problematik um Abtreibung, Schuld, Vergebung und Ja zum Leben. Ein Buch, das Mut machen will.

Weiterlesen ...
   

Austin, Lynn: Bibliothek der Träume

Unsere Leben wären sicher ganz anders verlaufen, wenn wir unseren Willen bekommen hätten anstatt Gott seinen. (Seite 408)

 

Cover: Bibliothek der TräumeZum Inhalt

Illinois 1936: Alice Ripley lebt in einer Traumwelt. Sie liebt es, in Büchern zu schwelgen und dem Happy End entgegenzufiebern. Doch ihr persönliches Glück rückt vollkommen unvermittelt in weite Ferne. Ihr Freund Gordon trennt sich von ihr, weil ihr angeblich jeder Realitätssinn fehle, und dann verliert sie auch noch ihre Anstellung in der örtlichen Bibliothek.
Alice flüchtet sich in die Berge Kentuckys. Eigentlich wollte sie in der Bücherei des winzigen Bergarbeiterdorfes Acorn eine Weile aushelfen, doch der Bibliotheksleiter ist ganz anders, als sie erwartet hat. Und so will Alice nur noch weg. Zumal sie sich als „Bücherbotin“ nützlich machen soll, die allein in die entlegensten Gegenden reitet, um Menschen mit Lesefutter zu versorgen. Doch Alice sitzt in Acorn fest, hat keine Chance, diesem Albtraum zu entkommen. Und bald muß sie feststellen, daß die Abenteuer, die das wahre Leben schreibt, tausendmal besser sind als die, die sie sich in ihren kühnsten Träumen ausgemalt hatte.

Weiterlesen ...
   

October Baby

The ultimate message in the film is finding the power of forgiveness.* (Jon Erwin, Drehbuch, Regie)

 

Cover: October BabyZum Inhalt

Die neunzehnjährige Studentin Hannah Lawson wurde seit ihrer frühen Kindheit von Alpträumen und gesundheitlichen Problemen verfolgt. In einem Theaterstück bricht sie auf offener Bühne zusammen. Hinterher eröffnen ihr ihre Eltern, daß das die Folgen der Umstände ihrer Geburt sind. Sie wurde als Baby adoptiert - nachdem ihre Abtreibung fehlgeschlagen ist.
Irritiert und tief verletzt begibt sie sich mit einigen Studienkollegen auf die Fahrt in ihren Geburtsort nahe New Orleans. Aber wird ihr die Suche nach der leiblichen Mutter weiterhelfen? Kann sie auf dieser Reise inneren Frieden und eine Perspektive für die Zukunft, so es eine gibt, finden?

 

Weiterlesen ...