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Denn warum sollte Gott einen Menschen, der eine klare Berufung in seinen Dienst bekommen hatte, in eine Ehe mit dem Abschaum der Erde schicken? (Seite 167)

 

Cover: Das Gelübde der Mary MargaretZum Inhalt

Mary Margaret hat nur einen Herzenswunsch: Gott allein ihr Leben zu widmen. Und das, obwohl sie sich zu Jude hingezogen fühlt, dem rebellischen Freund aus Kindheitstagen. Doch dann verschwindet Jude und kehrt erst nach Jahren zurück: gebrochen, verbittert und schwer krank. Mary Margaret erhält von Jesus einen Auftrag, der sie zutiefst irritiert: Soll sie wirklich ihren innigsten Wunsch aufgeben? Und eine Ehe mit diesem Mann eingehen? Ein Roman, die die Sehnsucht nach einer intensiven und liebevollen Gottesbeziehung entfacht. Ausgezeichnet mit dem Christy Award 2010 in der Kategorie „Bester Roman“.

 

 

Kommentar / Meine Meinung

Du wirst wissen, was du wissen musst, wenn du es wissen musst. (Seite 183) Offensichtlich hat irgendjemand „dort oben“ beschlossen, daß ich am Beginn dieser Rezi nichts wissen muß, denn ich habe keine Ahnung, wie ich sie auch nur einigermaßen sinnvoll beginnen soll. Mir fallen einige Superlative ein, doch gleich zu Anfang alles Pulver verschießen? Oder sollte ich damit beginnen zu erwähnen, daß es lange her ist, daß in einem Buch so viele farbige Zettel staken, die die Stellen markieren, unter denen ich dann eine für das Zitat über der Rezi aussuche, daß ich noch nicht weiß, welches Zitat es nun werden wird?

Ich könnte aber auch den Satz aus meinen Notizen zum Buch zitieren, der da lautet: „Vorsicht, in dem Buch kommt so ziemlich alles vor, was man sich an menschlichen Abgründen vorstellen kann.“ Gut, ein Blick in die Geschichte zeigt, daß das so absolut nicht stimmt, weil sich der Mensch noch viel mehr Abgründe ausdenken und ausleben kann, aber ehrlich gesagt, haben mir die im Buch gereicht. Und ich möchte lieber nicht daran denken, daß der Teil, der in Südafrika spielt, vermutlich die Lebenswirklichkeit von mehr Menschen widerspiegelt, als wir uns im satten Europa auch nur annähernd vorstellen können.

Und dennoch, trotz all des vielen Leids, was sich glücklicherweise nur häppchenweise enthüllt, trotz der Melancholie, der Tragik, die über dem Geschehen waltet, ist das Buch von einer Hoffnung getragen und erfüllt, weist einen Sinnzusammenhang auf bzw. nach, wie man ihn vermutlich erst am Ende des Lebens im Rückblick auf dasselbe sehen kann.

Und so ist es von Anfang an klar, daß so ziemlich alle Personen, die im Buch vorkommen, zu dem Zeitpunkt, da wir das lesen, bereits verstorben sind. Denn es sind die Lebenserinnerungen der Schwester Mary Margaret, die einige Jahre nach ihrem Tode aufgefunden werden, und in denen sie uns ihre Geschichte sowie die von Jude erzählt. Eine Geschichte, die damit begann, daß ihre Mutter, die eigentlich Ordensschwester werden wollte, nach einer Vergewaltigung schwanger wurde und bei der Geburt des Kindes, eben Mary Margaret, starb. Als die sieben war, verstarb ihre Großmutter und sie kam zu den St. Mary Schwestern ins Heim. Bald stand ihr Entschluß, selbst Ordensschwester zu werden, fest.

Daß sie etwas seltsam, besser vielleicht „anders“ war, war ihr schon klar. Spätestens seit dem Tag in ihrer Kindheit, als ihr Jesus das erste Mal begegnete und zu ihr sprach. Von diesen Begegnungen hat sie natürlich niemandem erzählt, aber sie sollten ihr Leben mehr prägen, als ihr bewußt war.

In einer überaus beeindruckenden Weise führt Lisa Samson Jesus hier als „reale handelnde Person“ ein, die immer wieder erscheint, mit der sich Mary unterhält, auch mal einen Tee trinkt, und dennoch zu keinem Zeitpunkt Unklarheit darüber besteht, um wen es sich da handelt. Es ist schwer, diesen Teil des Buches auch nur einigermaßen angemessen wiederzugeben, ohne daß dies seltsam, mystisch verzückt oder gar „frömmelnd“ klingt. Eines ist sicher: es ist weder seltsam, noch mystisch verzückt und schon gar nicht frömmelnd. Es ist überaus real, vorstell- und nachvollziehbar. Ich denke, wenn Jesus heute so zu einem Menschen kommen und sprechen würde, es wären exakt diese Worte, die er sagen würde, er würde genau so handeln, wie im Buch. Und die Stelle, als er Mary Margaret den „Auftrag“ gab Jude zu heiraten, war dermaßen dicht am Evangelium, daß mir förmlich das Herz beim Lesen stehengeblieben ist.

Apropos Jude: bis zum Ende war ich mir nicht sicher, ob der Eigenname „Jude“ einfach irgendein Name ist, der der Autorin beim Schreiben einfiel, oder ob eine Mehrdeutigkeit dahinter steckt. Wenn letzteres der Fall sein sollte, würde das dem Buch eine weitere Dimension hinzufügen, über die nachzudenken lohnen würde.*

Sehr geschickt empfand ich den Aufbau des Buches, der immer wieder von der zu erzählenden Geschichte in der Vergangenheit in die Gegenwart, zur Zeit, als Mary Margaret ihre Erinnerungen niederschreibt, springt und so zwischen den Zeitebenen wechselt. Vielleicht nur dadurch wurde all das Schlimme, was sie zu berichten hat, überhaupt erst erträglich. Denn die Figuren empfand ich als überaus lebendig und real. Ganz langsam tasten wir als Leser uns an so manches Geheimnis, das über dem Leben der Schwester MM, wie sie bisweilen auch genannt wird, heran. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, weil ein Gutteil des Buches eben darauf basiert, daß wir zu Beginn nicht mehr wissen die Schwester MM selbst und mir ihr auf Entdeckungsreise gehen.

„Nimm dieses Kreuz auf dich und halte still!“ (Seite 302) Das ist an der Stelle im Buch nun zwar nicht auf den historischen Jesus bezogen, doch wer hat sich nicht schon gefragt, was das mit der Kreuzigung sollte. Und weshalb auch heute noch Menschen „ihr Kreuz auf sich nehmen“ sollen. Von der leidigen Theodizee-Frage mal ganz abgesehen. Es war dieses Buch mit dem im Original etwas doppeldeutigen Titel, in dem ich auf diese Fragen erstmals sinnvolle und schlüssige Antworten gefunden habe.

Und es ist dieses Buch, das mir meine alte Frage, wie Gott heute wohl zu den Menschen sprechen würde, beantwortet hat. Denn wenn der Hl. Geist heute jemanden inspirieren würde, ein Buch, welches man ob der Botschaft, welches es enthält, „Heilige Schrift“ nennen sollte, in einer modernen, zeitgemäßen Sprache zu schreiben, mit Personen, die für die heutigen Menschen nachvollziehbar sind, ihnen etwas sagen können, es würde wohl genau dieses Buch dabei herauskommen: Das Gelübde der Mary Margaret.

 

Kurzfassung

Ein grandioses Buch über das Leben, das Leiden, den Tod - aber doch eher das Leben in all seinen Facetten, Hoffnungen, Enttäuschungen und Freuden. Und darüber, was das alles mit Jesus zu tun hat. Eines der besten Bücher seit langer, langer Zeit.

 

Gott ist, wie er ist, und unsere Gedanken verändern ihn weder in die eine noch in die andere Richtung. (Seite 109)

 

* Natürlich ist mir klar, daß sich dieses Wortspiel nur im Deutschen ergibt, da "Jude" im Englischen "Jew" heißt.

 

Interessiert Sie das Buch? Wollen Sie es selbst lesen? Sie können es >hier im Gregor-Versand-Shop sofort bestellen < !

 

Bibliographische Angaben

312 Seiten, gebunden Originaltitel: The Passion of Mary Margret Aus dem Amerikanischen von Eva Weyandt Verlag: Gerth Medien GmbH, Aßlar 2011

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Oroszlany, Tibor: Take The Cross!

Diese „Kleinigkeit“ soll zeigen wie unterbewusst unfair wir eigentlich unsere Mitmenschen leider oftmals behandeln, und wie schnell die gedankliche Schublade auf und zugeht: Wir werfen die beiden Jungs einfach in einen Topf und stellen ehrbare wie hinterlistige Absichten auf die gleiche Stufe. Aus Informationsmangel oder Bequemlichkeit heraus und auch deshalb, weil wir in einer schlechten Welt einfach nicht mehr mit guten Seelen rechnen. (Seite 67)

 

Cover: Take The Cross!Zum Inhalt

Sophie hat gerade eine Enttäuschung erlebt und stößt in Gedanken versunken auf dem Gehsteig mit einem jungen Mann zusammen, den sie aus Verärgerung auch noch anschreit. Kaum ist dieser seines Weges gegangen, bemerkt sie, daß er einen Kreuzanhänger verloren hat und nimmt diesen an sich. Später will sie ihm diesen Talismann, wie sie es nennt, zurückbringen. Dabei ergibt sich ein Gespräch, und sie freunden sich an.
Aber hat ihre Beziehung überhaupt eine Chance? Er gläubiger Katholik, sie aus einer atheistischen Umgebung kommend, von einer männerhassenden Mutter erzogen. Die Umwelt macht es ihnen jedenfalls alles andere als leicht. Ausgang ungewiß.

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Woodsmall, Cindy: Wie Federn im Wind

„Niemand ist frei, Cara. Und die, die glauben, sie wären frei, haben nur nicht lang genug darüber nachgedacht.“ (Seite 312)

Cover: Wie Federn im Wind

Zum Inhalt

Das Leben hat Cara Moore nichts geschenkt. Schon früh verliert sie ihre Mutter durch einen Unfall. Ihre Kindheit und Jugend verbringt sie in Pflegefamilien. Cara heiratet jung, doch nach dem frühen Tod ihres Mannes ist sie gezwungen, mit ihrer Tochter Lori ein Vagabundenleben zu führen. Immer auf der Flucht vor einem Mann, der sie verfolgt, kann sie an keinem Ort lange bleiben.
Eine geheimnisvolle Adresse im Tagebuch ihrer Muter schenkt Cara und Lori neue Hoffnung. Ihre Suche führt sie direkt ins Herz des Amischlandes, nach Pennsylvania. Aber was hatte Caras Muter mit den Amisch zu schaffen? Und warum begegnen ihr die Bewohner von Dry Lake mit Angst und Mißtrauen?
Nur Ephraim Mast, ein junger Schreiner, bietet Cara und Lori seine Hilfe an. Zwei Welten prallen aufeinander. Für Cara beginnt eine Reise zu den Geheimnisses ihrer Vergangenheit und ein Heilungsprozeß für die Wunden der Gegenwart.

 

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Turano, Jen: Die falsche Gouvernante

„Es ist dir jetzt vielleicht noch nicht bewusst, aber es gibt sicher einen guten Grund für all deine Probleme. Du musst einfach abwarten, wie alles ausgeht.“ (Seite 160)

 

Cover: Die falsche GouvernanteZum Inhalt

Lady Eliza Sumner ist dem ehemaligen Verwalter der Güter und des Vermögens ihres Vaters, der sich unrechtmäßig in den Besitz von Lady Elizas Vermögen gebracht hat, nach Amerika gefolgt, um ihn zur Rechenschaft zu ziehen und ihr Vermögen wiederzuerlangen. Damit sie nicht gleich auffällt, hat sie eine Stelle als Gouvernante angenommen.
Mit dem Nichtauffallen klappt das jedoch nicht sehr lange, und ehe sie es sich versieht, hat sie ihre Stellung verloren und ist zu Gast bei Hamilton Beckett, der mit dem ehemaligen Verwalter ebenfalls eine Rechnung offen hat.
Je mehr sie in der Sache voran kommen, je mehr verstricken sich auch ihre persönlichen Verhältnisse. Obwohl beide fest entschlossen sind, keinen Ehepartner zu suchen. Aber möglicherweise haben das Schicksal (und die Mutter von Hamilton) da etwa ganz anderes im Sinn...

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Klassen, Julie: Die Herberge von Ivy Hill (Rezension von Bernhard Gregor)

Sie seufzte wehmütig. „Und jetzt sind wir hier. Keine von uns lebt das Leben, von dem wir geträumt haben.“ (Seite 481)

 

Cover: Die Herberge von Ivy HillZum Inhalt

Jane Bell erbt nach dem Tod ihres Mannes überraschend die Herberge „The Bell“. Da sie zum Einen noch zu sehr trauert, sich zum Anderen die Führung des Unternehmens nicht recht zutraut, läßt sie sich von ihrem Schwager Patrick sowie der ungeliebten Schwiegermutter Thora helfen. Schwierig wird es, als die Bank unversehens ein Darlehen, von deren Existenz Jane nicht wußte, fällig stellt. Es verbleiben nur zwölf Wochen, ihr Erbe zu retten.
Durch die gemeinsamen Interessen verstehen sich Jane und Thora im Laufe der Zeit besser, doch immer wieder gibt es neue Rückschläge, als ob sich jemand gegen das „Bell“ verschworen hätte. Nebenbei geht das Leben weiter und bringt neue Hoffnungen mit sich. Aber reicht das, um das „Bell“ zu retten?

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Blackstock, Terri: Falsche Wahl (Cape Refuge 3)

Unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut. Er ist gegen die Fürsten und Gewalten.* (Seite 277)

 

Cover: Falsche WahlZum Inhalt

Kurz vor einer Debatte der Bürgermeisterkandidaten verschwindet die Gattin eines derselben spurlos, um einige Tage später tot aufgefunden zu werden. Die Indizien deuten auf den Ehemann als Täter hin, doch bald ergeben sich weitere Spuren.
Während Cade, der Polizeichef, in mühsamer Kleinarbeit versucht, den Fall, der immer weitere Kreise zieht, zu lösen, setzt auch Blair Owens, inzwischen Herausgeberin der örtlichen Zeitung, ihre Recherchefähigkeiten ein. Damit gefährdet sie die noch brüchige Beziehung zu Cade. Aber kann man bei dem sich auftuenden Abgrund auf solche persönlichen Belange Rücksicht nehmen?

 

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