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Mit ganzem Herzen vertrau auf en Herrn, bau nicht auf eigene Klugheit; such ihn zu erkennen auf all deinen Wegen, dann ebnet er selbst deine Pfade (Sprüche 3,5+6, Seite 118)

 

Cover: HiddenZum Inhalt

Anna und Rob, der für das Repräsentantenhaus kandidiert, scheinen das perfekte Paar zu sein. Rob, der kultivierte, reiche Wunschschwiegersohn. Bis Rob sein wahres Gesicht zeigt: Gelder unterschlägt und Anna mißhandelt. Da die Eltern eher dem reichen Rob als ihrer Tochter Glauben schenken, bleibt ihr nichts anderes übrig, als zu fliehen, dorthin wo sie niemand vermutet: in das Gasthaus der Amischen Brennemans. Während sie dort Unterschlupf und Schutz findet, die Eltern nicht wissen, wo ihre Tochter ist, kommt Anna erstmals in ihrem Leben zum Nachdenken. Über sich, Gott, die Welt - und Henry, der sie bei ihrem Eintreffen so abgelehnt hat. Doch Rob tobt und setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um seinen „Besitz“ wieder zu bekommen. So steuert alles auf ein gewalttätiges Zusammentreffen in der friedlichen Welt der Amisch zu.

 

 

Kommentar / Meine Meinung

Aus mancherlei Gründen ergeht es mir wie der Autorin: das Leben der Amisch finde ich immer wieder faszierend. Da mir der persönliche Kontakt verwehrt bleibt (da ist ein ganzer Ozean dazwischen, und in Deutschland ließe man die Amisch nicht ihr Leben leben), bleiben nur Bücher. Dieses hier ergatterte ich kürzlich günstig als Mängelexemplar, habe es jetzt gelesen und überhaupt nicht bereut.

Es ist sicherlich nicht das, was man unter „hoher Literatur“ versteht, doch diesen Anspruch erhebt das Werk auch nicht. Recht bald ist (auch genrebedingt) klar, wie das Buch ausgehen wird, und es geht eigentlich nur noch um den Weg zum Ziel. Das eine oder andere Klischee wird bemüht; Rob etwa entspricht dem, was man sich unter einem korrupten Politiker landläufig so vorstellt, recht gut. Nur daß ich vermute, daß das leider öfters, als einem lieb sein kann, näher an der Wahrheit ist als das Ideal, das man sich von diesem Menschenschlag vorstellt.

Anna ist etwas naiv, unsicher, leicht zu beeinflussen und vor allem durch Geld zu blenden. Bis sie einen Blick hinter die Fassade werfen kann und als „Dank“ dafür schwer geschlagen wird. Zu ihren Eltern kann sie nicht fliehen, die glauben lieber dem smarten Rob denn ihrer eigenen Tochter, so sucht sie Zuflucht bei ihrer amischen Freundin Katie und deren Familie. In der Abgeschiedenheit der Gemeinde hofft sie, zur Ruhe zu kommen. Ist sie dort zunächst ohne groß Nachzudenken hingefahren, beispielsweise, in welche Gefahr sie die Brennemans bringt. Sie fügt sich in die Familienordnung, trägt amische Kleider und übernimmt ganz selbstverständlich einen Teil der im Gasthof anfallenden Arbeiten. Indem sie sich ins dortige Leben und seine Erfordernisse einfügt, setzt im Laufe der Wochen eine Verwandlung, ein Reifungsprozeß ein, der sie mehr verändert als die vierundzwanzig Jahre ihres Lebens zuvor. Hinzu kommt das gespannte Verhältnis zu Henry, dem Sohn, den seine Freundin vor einiger Zeit verlassen hatte, um in der Welt der Englischen zu leben.

So finden wir als weiteren Handlungsstrang die Annäherung von Henry und Anna, die langsam, gegen den ursprünglichen Willen der beiden, vonstatten geht. Denn welche Zukunft sollten sie haben - der Amische und die Englische? Trotz der relativen Kürze des Romans konnte ich mir alle Personen gut vorstellen und mich in sie einfühlen. Teilweise hatte ich das Gefühl, direkt dabei zu sein bzw. daß mir die Ereignisse von guten Freunden erzählt wurden. Die (englische) Sprache fand ich nicht allzu schwer zu lesen (bzw. verstehen). Besonders gut fallen im englischen Original natürlich die Einschübe in Pennsylvania-Deutsch auf. Da ich bereits einige Filme mit Amischen gesehen habe, hatte ich den typischen Klang dazu in den Ohren. Dieser Gegensatz ginge bei einer deutschen Übersetzung vermutlich völlig verloren.

Alles in allem hat mir das Buch so gut gefallen, daß ich sehr bald den Folgeband „Wanted“, der hier zusammen mit dem dritten Buch bereits vorhanden ist, lesen werde. Denn ich möchte zu gerne wissen, wie es mit den Mitgliedern der Familie Brenneman weiter geht.

 

Kurzfassung

Eine Englische flieht vor ihrem gewalttätigen Freund zu ihrer amischen Freundin, um sich dort zu verstecken. Aus dem reinen Verstecken wird das Suchen und Finden ihrer selbst wie ihres Platzes in dieser Welt.

 

Über die Autorin

Shelley Shepard Gryy wuchs in Houston/TX auf, gin in Colorado aufs College und lebt mit ihrer Familie seit rund zehn Jahren im südlichen Ohio. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit ist sie in ihrer Kirchengemeinde aktiv. Etwa eine Autostunde von ihrem Wohnort entfernt gibt es eine Amischgemeinde. Durch die zahlreichen Besuche dort wurde sie zu dieser Buchserie inspiriert.

Bibliographische Angaben

206 Seiten, kartoniert Verlag: Inspire / HarperCollins Publishers, New York NY, 2008

Die Serie "Sisters of the Heart":
Hidden
Gray, Shelley Shepard: Wanted
Gray, Shelley Shepard: Forgiven
Grace (A Christmas novel)

Ursprünglich geschrieben am 22. Oktober 2010

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Gray, Shelley Shepard: Forgiven

God never promised us an easy life, and I don’t think I need an easy life - just one I can feel good about.* (Seite 53)

 

Cover: ForgivenZum Inhalt

Ein Feuer zerstört die Scheune der Lundys, Winnie wird dabei verletzt und muß für einige Tage ins Krankenhaus. Samuel Miller, der vor einigen Jahren die Amischgemeinde verlassen hat (bzw. nicht beitrat), lehrt an der Universität und wohnt praktisch neben dem Krankenhaus. Damit Winnie nicht alleine ist, kümmert er sich um sie. Als sie einige Tage später aus dem Krankenhaus entlassen wird, stehen beide vor einer schwierigen Entscheidung: wenn es ein gemeinsames Leben geben soll, muß einer von ihnen sein jetziges aufgeben.
Währenddessen hat Jonathan, dessen Scheune niederbrannte, ganz andere Probleme. Sein Glaube und seine Gemeinde erwarten von ihm, daß er dem (oder der), der das Feuer verursacht hat, vergibt. Aber wie kann man jemandem vergeben, wenn sich dieser weder zu erkennen gibt noch die Verantwortung übernimmt?
Und dann steht natürlich immer noch die Hochzeit von Anna und Henry bevor. Mit einem geruhsamen Leben ist es bei den Brennemans und Lundys jedenfalls vorerst nichts.

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Lodge, Hillary Manton: Ganz einfach Sara

Vielleicht waren die Englischen in manchen Punkten gar nicht so anders als die Amisch. (Seite 187)

 

Cover: Ganz einfach SaraZum Inhalt

Sara Burkholder hat ihrer Amischgemeinschaft den Rücken gekehrt. Sie sehnt sich nach Farbe in ihrem Leben, nach Abwechslung, will endlich richtig leben. Tatsächlich scheint der Neuanfang zu glücken. Sara findet eine Anstellung in einer Buchhandlung, holt ihren Schulabschluß nach, lernt Autofahren und ergattert einen Studienplatz für Modedesign. All ihre Träume scheinen sich zu erfüllen. Doch nach und nach ziehen am Horizont erste Gewitterwolken auf. Ihr Chef kann sie anscheinend nicht ausstehen und auch das Studium gestaltet sich schwieriger als erwartet. Bald bricht Saras heile neue Welt auseinander. Und sie muß sich fragen: Wer ist sie wirklich? Das Amischmädchen, die aufstrebende Modedesignerin oder doch ganz einfach Sara?

 

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Bunn, Davis / Oke, Janette: Die Flamme der Hoffnung

So daß wir absolut klar verstehen, daß wir eine Wahl treffen müssen. Entweder sind wir mit ihm, oder wir sind mit der Welt. Wir werden bald gezwungen sein, unsere Loyalität zu erklären, und indem wir dies tun, müssen wir akzeptieren, daß uns die Welt möglicherweise verstößt. (Seite 213)

 

Cover: Die Flamme der HoffnungZum Inhalt

Das Buch setzt wenige Minuten nach dem Ende von „Die Frau des Zenturio“ ein. Kaum haben sich Leah und Alban ins Hochzeitsgemach zurückgezogen: Linus, Albans alter Kamerad, bringt ihnen ein Pferd und den Rat sofort zu fliehen. Pilatus ist verreist und Herodes will sich für die Durchkreuzung seiner Pläne rächen. Abigail, Leahs Dienerin, bleibt zusammen mit ihrem Bruder Jakob in Jerusalem. Als Linux sie erblickt, kennt er nur einen Gedanken: er will sie zur Frau. Doch Esra, ein reicher jüdischer Kaufmann, will ein selbiges. So steht Abigail, die überhaupt nicht an eine Heirat dachte, plötzlich zwischen zwei Männern. Beide mit Macht und Einfluß.

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Schlüter, Ann-Helena: Frei wie die Vögel (Rezension von Bernhard Gregor)

Ich dachte, ich könnte die Welt verändern. Verbessern zusammenschweißen. Was ist aus mir geworden? meine hohen Wünsche und Werte haben mich ins Gefängnis gebracht. (Seite 111)
Den Kopf können sie mir nehmen. Das Leben nie. (S. 146)

 

Cover: Frei wie die VögelZum Inhalt

Am 10. November 1943 wurden in Hamburg vier Geistliche durch das Fallbeil hingerichtet. Die katholischen Kapläne Eduard Müller, Johannes Prassek und Hermann Lange sowie der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink hatten öffentlich Stellung bezogen gegen die Verbrechen des Nazi-Regimes.
Voller Leidenschaft für die historischen Hintergründe verwebt Ann-Helena Schlüter die vier Biografien der Lübecker Märtyrer erzählerisch miteinander. Ein Roman voller tiefer Emotionen, eine Geschichte voller Hoffnung im dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte.

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Vogt, Fabian: Zurück

Sicher ist nur: Ich habe mir dieses Leben nicht ausgesucht. Aber wer hat das schon. (Seite 64)

 

Cover: ZurückZum Inhalt

Am Silvesterabend 1999 erwartet Maximilian das Übliche: am nächsten Morgen wird er am 1. Januar 2000 aufwachen. Was er nicht erwartete war, daß er am 1. Januar 1999 aufwacht, am nächsten Tag am 2. Januar 1998 und immer so fort. Die Tage vergehen kalendermäßig zwar in normaler Reihenfolge, die Jahre zählen jedoch jeweils eines zurück. Was ist mit ihm geschehen?
Er versucht so gut, es eben geht, sich in diesem seltsamen Leben einzurichten und trifft im Laufe der Zeit auf verschiedene Persönlichkeiten der Weltgeschichte. Immer auf der Suche nach der Antwort, was ihm da geschieht und weshalb.
Max taucht an verschiedenen Knotenpunkten der Geschichte auf, doch das Rätsel kann er nicht lösen. Schließlich faßt er einen Entschluß und gibt seiner Reise ein finales Ziel.

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