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Ich musste an dem festhalten, was ich glaubte. Also, was glaubte ich? (Seite 262)

 

Cover: Journalistin auf Abwegen

Zum Inhalt

Die Journalistin Jayne Tate wird nach dem Tod ihres Vaters vom Chef in Zwangsurlaub geschickt. Durch das Foto eines Amischmädchens kommt sie auf die Idee, einen Bericht über die Amisch zu schreiben. Also begibt sie sich nicht auf Urlaubs-, sondern auf Recherchereise.
Dabei trifft sie auf Levi Burkholder, der sie mit Informationen versorgt und mit einer Familie bekannt macht, bei der sie einige Zeit wohnen kann. Daß es sich dabei um seine eigene Familie handelt, verschweigt er erstmal. Je mehr Jayne hinter die Kulissen der Gastgeberfamilie blicken kann, um so mehr erkennt sie die "Bruchstellen" in ihrem eigenen Leben und langsam dämmert ihr, daß das mehr als eine reine Recherchereise wird.

 

 

Vorbemerkung

Die gespoilerte Textstelle (durch "[ ]" markiert) verrät wesentliche Inhalte des Buches. Um diese Stelle lesen zu können, bitte einfach mit gedrückter linker Maustaste darüer fahren (die Stelle quasi markieren). Der Text wird dann lesbar.

 

Kommentar / Meine Meinung


Englische trifft auf Amisch. Darauf ließe sich die Grundkonstellation des Buches reduzieren. Denn hier kommt eine von amischem Wissen völlig unbelastete Journalistin mitten hinein in einen amischen Bauernhof und erlebt einen Kulturschock. Dabei erzählt die Autorin die Geschichte locker leicht mit immer wieder zwischen und auf den Zeilen aufblitzendem Humor, so daß bei mir von leichtem Lächeln bis hin zu lautem Auflachen alles drin war während des Lesens. Und auch jetzt, nachdem das Buch - leider - ausgelesen ist, habe ich noch ein Schmunzeln auf den Lippen.

Dennoch würde ich das Buch nicht nur als „seichte, wenngleich gute Unterhaltung“ bezeichnen wollen, auch wenn zunächst alles danach aussieht. Erst einmal muß eine Idylle aufgebaut werden, bevor sie zerstört werden kann. Beides trifft man hier an. Da ist Jayne, die - von ihrem Chef auf Zwangsurlaub geschickt - keine Lust zum Ausspannen hat und sich von einem Foto zu einem Bericht über die Amisch anregen läßt. Kurzentschlossen fährt sie los und landet bei Levi, den sie nach Informationen befragt. Er kann sie mit einer amischen Familie bekannt machen, wobei er erst Mal verschweigt, daß es seine eigene ist. Er hat nämlich vor Jahren die Amisch verlassen, um seinen Weg in der Welt der Englischen (so nennen die Amish alle, die nicht zu ihnen gehören) zu gehen. Ganz leise tauchen erste Risse im perfekten Bild des einfachen Lebens auf.

Die Zeit, die Jayne bei den Burkholders wohnt, geht nicht spurlos an ihr vorüber. Denn mehr, als ihr lieb ist, fühlt sie sich dort heimisch, beginnt ihr bisheriges Leben zu hinterfragen. Da gibt es einige dunkle Stellen, die im Verlaufe der Geschichte nicht alle restlos aufgeklärt werden, was für den Gang der Geschichte allerdings nicht wesentlich ist. Es gibt die Beziehung zu ihrem Freund Shayne, die irgendwie auch nicht geklärt ist. Es gibt das Verhältnis zu ihrer Mutter und ihrer Schwester, das dringend der Verbesserung bedarf. Und dann gibt es da noch Levi, mit dem sie sich besser versteht, als sie zuzugeben bereit ist. Also die (vermutlich) typischen Zutaten für einen Romance-Schmöker? Nicht ganz, bzw. das ist nicht alles.

Im Gegensatz zu den sonstigen Amisch-Büchern wird deren Welt nicht als eine heile dargestellt, in der letztlich alles gut ist. Sie ist erstaunlich realistisch, mit ganz menschlichen, bisweilen verbohrten Akteuren. Da ist [der Vater, der zwar einem Einbrecher vergeben kann, nicht aber seinem Sohn, welcher sein Leben außerhalb der amischen Gemeinde leben will. Oder die Tochter, die kurz vor ihrer Taufe und Aufnahme in die Gemeinde steht, begabt ist, eigentlich ein anderes Leben führen möchte und nun mit sich alleine ausmachen muß, wie es weitergehen soll.]

Daß bei etlichen der Protagonisten auch die Frage nach Gott eine Rolle spielt, bedarf bei einem Buch dieses Verlages eigentlich keiner Erwähnung, sondern darf als selbstverständlich und bekannt vorausgesetzt werden.

Es sind also die zu Beginn so klar erscheinenden Verhältnisse, sieht man genauer hin, gar nicht so klar, und das Erscheinen Jaynes bei der Familie wirkt wie ein Katalysator - sowohl für die Gastgeber als auch Jayne selbst - um eine Reihe von Ereignissen in Gang zu setzen. Das Ganze mit einem immer wieder aufblitzendem Humor geschrieben, der etwa die Zeit kurz nach Sonnenaufgang als ... und der Rest des Tages brach an bezeichnet. Um alles, und vor allem den Kulturschock, wenn eine Englische bei einer Amischfamilie einzieht, verstehen zu können, ist es sicherlich nicht verkehrt, wenn man ein paar Grundkenntnise über das Leben und Denken der Amisch hat. Andererseits - das Buch wird in Ich-Form von Jayne erzählt. Manche der Situationen kann sie auch nicht richtig einschätzen, weil ihr das Vorwissen fehlt. Insofern geht es dem Leser nicht besser als der Hauptdarstellerin.

Nachdem ich einige (inhaltlich) „schwere“ Bücher gelesen hatte, habe ich bewußt zu diesem als „leichtem“ gegriffen. Das war, auch was die Erzählweise und den Humor betrifft, genau die richtige Entscheidung. So ganz nebenbei wurden in einem „leichten“ Buch ohne erhobenen Zeigefinger, moralinsaure Untertöne oder gar missionierend durchaus ernste Themen angesprochen. Mit einem Satz: ich habe mich glänzend unterhalten gefühlt. Oder anders: ein Gute-Laune-Buch mit deutlich mehr Tiefgang, als ich erwartet habe. Eine positive Überraschung, der hoffentlich noch weitere Bücher der Autorin folgen werden.

 

Mein Fazit

Mit teils offenem, teils hintergründigem Humor erzählt die Autorin, wie die englische Jayne auf die Amisch-Familie der Burkholders trifft und sich so deren aller Leben verändert. Mehr oder weniger.

 

Interessiert? Möchten Sie das buch selbst lesen? Sie können es > hier im Gregor-Versand-Shop sofort bestellen < .

 

Bibliographische Angaben

Aus dem Amerikanischen von Rebekka Jilg
316 Seiten, kartoniert, Verlag der Francke Buchhandlung GmbH, Marburg 2010

 

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Palmer, Catherine: Die sanften Hügel von Darjeeling

“Aber ich weiß nicht, was Gott mit alldem vorhat. Ich kann seinen Plan einfach nicht erkennen.“
„Das kann ich auch nicht,“ sagte Miles. „Aber das ist doch gerade das Schöne: letztlich bleibt uns nur der Glaube.“
(Seite 196)

Cover: Die sanften Hügel von Darjeeling

 

Zum Inhalt

Durch einen Zufall entdeckt Beth Lowell, daß der Mann, den sie für ihren Vater hielt, ihr Stiefvater war. Ihre Mutter mauert und weigert sich, ihr über ihren richtigen Vater zu erzählen. Da sich Beth damit nicht zufrieden geben will, begibt sie sich selbst auf eine Suche, die sie um den halben Erdball führen wird.

 

 

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Hauerwas, Stanley & Willimon, William H.: Christen sind Fremdbürger

Das Volk Gottes kann der Welt nicht erlauben, darüber zu bestimmen, wie es auf die Herausforderungen der Zukunft zu reagieren hat. (Seite 93)

Cover: Christen sind Fremdbürger

 

Zum Inhalt

Seit Konstantin dem Großen haben sich die Christen in der Welt eingerichtet und sind mehr oder weniger Teil von ihr geworden - nicht immer zum Besten der Lehre oder gar in Übereinstimmung mit dem, was Jesus gepredigt hat.
Die beiden Autoren legen den Finger in diese Wunde und zeigen auf, warum Christen in dieser Welt „Fremdbürger“ sein sollen oder müssen, wollen Sie Jesus wirklich nachfolgen. Eine unbequeme Mahnung, zurück zu den Wurzeln zu gehen.

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Kinkade, Thomas & Katherine Spencer: Home Song (Cape Light 2)

It was funny how life worked out sometimes, no matter how you tried to plan or scheme. * (Seite25)

Cover: Home Song

 

Zum Inhalt

Das Buch beginnt kurze Zeit nach dem Ende des Vorgängerbandes „Cape Light“. Sam und Jessica stecken mitten in den Hochzeitsvorbereitungen, Emily mitten im Wahlkampf, und Sara hat sich Emily noch immer nicht offenbart. Wobei für letztere noch das „Problem“ Luke immer mehr in den Vordergrund drängt. Schließlich erreicht Lillian, Emilys und Jessicas verbitterte alte Mutter, was sie wollte: die Hochzeit wird verschoben. Wenn man dann noch an die Widerstände denkt, die Luke mit seinem Projekt für gestrauchelte Kinder erfährt (bis hin zu einem Brand auf dem Grundstück), so ist klar, daß für die 377 Seiten mehr als genügend Stoff vorhanden ist. Auch das Kleinstadtleben kann ganz schön aufregend und anstrengend sein.

 

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Fireproof - Gib deinen Partner nicht auf

Love is not a fight, but it’s worth fighting for. *

 

Cover: DVD Fireproof

 

Zum Inhalt

Caleb ist ein Feuerwehrmann. Ein sehr guter Feuerwehrmann. Unzählige Menschen hat er aus den Flammen gerettet. Doch im Privaten scheint er zu versagen: seine Ehe steht vor dem Aus, die kann er nicht retten.
Oder etwa doch?
Sein Vater bittet ihn um ein paar Tage aufschub, bevor er die Scheidung einreicht. Er wird ihm etwas schicken, was er bitte ausprobieren möge. Vielleicht sei doch noch nicht alles verloren ...

 

 

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Wallace, Amy: Die Stunden, die zählen

Manchmal müssen wir durchs Feuer gehen, bevor wir lernen, dass wir Gott vertrauen können. Wie müssen etwas selbst erleben, damit das, was wir im Kopf wissen, auch bis in unser Herz rutscht. (Seite 329)

Cover: Die Stunden, die zählenZum Inhalt

Clint Rollins hat eine Bilderbuchfamilie und einen Superjob als FBI-Agent. Dapaßt seine Diagnose Krebs überhaupt nicht hinein. Hart trifft sie auch seine Frau Sara. Als Onkologin ermutigt sie ihre Patienten immer, nie die Hoffnung aufzugeben und Gott zu vertrauen. Doch jetzt steht das Leben ihres eigenen Mannes auf dem Spiel und mit einem Mal erscheinen ihr ihre Aufmunterungen hohl und schal.
Als Clint trotz seiner Krankheit Jagd auf einen Serienmörder macht und sein Leben gefährdet, gerät Saras Welt endgültig ins Wanken. Und auch für Clint läuft alles auf zwei Fragen hinaus: Meint Gott es tatsächlich gut mit ihm? Und kann Clint ihm wirklich vollends vertrauen?

 

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