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„Dafür stehen diese Linien. Sie machen die Figuren auf den ersten Blick unvollkommen. Aber sobald man den Sinn dahinter erkennt, sind sie auch eine Zierde. Sie erzählen davon, wie aus Fehlerhaftem Schönes entstehen kann, wenn wir es zulassen.“ (S. 106)

 

Cover: Unter dem MitternachtsmondZum Inhalt

Der verwitwete Patrick zieht mit seinem Sohn Leo in den Schwarzwald, um der hektischen Stadt zu entfliehen und endlich wieder Ruhe und so etwas wie Normalität ins Leben zu bekommen. Nicht eingeplant hatte er allerdings, daß die quirlige Debora ebenfalls in dem alten Gutshof ihr Quartier aufschlägt, zumal sich Leo rasch mit ihr anfreundet.
Gänzlich unheimlich wird es Patrick, als er beobachtet, daß Debora nächtliche Ausflüge unternimmt.
Doch wenn man so dicht beieinander wohnt, bleiben Kontakte nicht aus.

 

 

 

Meine Meinung

Dies ist nun das dritte Weihnachtsbuch der Autorin, und es könnte durchaus sein (so ganz habe ich das noch nicht entschieden), daß mir dieses am Besten gefallen hat. Jedenfalls deutlich besser als das Vorgängerbuch „Unter dem Sternenhimmel“. Hier paßt die Handlung sehr schön in die Advents- und Weihnachtszeit, und auch am Ende bleiben keine wesentlichen Fragen offen, der Schluß ist rund, stimmig und passend. Auch wenn in diesem Roman Figuren auftreten, die dem Leser schon in den beiden Vorgängern begegnet sind, so ist er doch eigenständig und ohne Vorwissen verständlich. Soweit zum Verständnis notwendig, werden die entsprechenden früheren Vorkommnisse an passender Stelle eingeflochten ohne jedoch den Lesern, die jene Bücher kennen, als aufdringlich zu erscheinen.

Besonders gefreut hat mich wieder so ein Schmankerl für die Stammleser der Autorin; ich will nicht spoilern, deshalb nenne ich ganz allgemein, daß Dinge aus einem ihrer früheren Bücher auftauchen. Da jenes frühere eines meiner Lieblingsbücher der Autorin ist, hat mir das um so mehr gefallen.

Fast hätte ich geschrieben, wie von der Autorin gewohnt, gibt es hier ein Pärchen, das auf den ersten Blick so überhaupt nicht zusammen paßt und welches darob zur Freude der Leser auch so manchen „Kampf“ miteinander ausficht. Hier sind das die künstlerisch-chaotisch tätige Debora und der Kontrollfreak Patrick, der seinen siebenjährigen Sohn Leo aus Angst, es könne ihm etwas passieren, mehr einengt als gut ist. Debora und Patrick ziehen zum gleichen Zeitpunkt in einem alten Bauernhof als Mieter ein, so daß sich Kontakte nicht vermeiden lassen. Zumal sich Leo sehr schnell mit Debora anfreundet.

Was mir hier ausnehmend gut gefallen hat, war die überaus normale Entwicklung. Es gibt Unklarheiten, Mißverständnisse und wir Leser tappen über weite Strecken über bestimmte Denk- und Verhaltensweisen im Dunkeln. Die Auflösung derselben im Verlauf des Buches ist dermaßen normal und genau genommen folgerichtig, daß dies alleine schon deshalb auffällt, weil das „Reißerische“, was man heute zu oft in Büchern findet, hier fehlt. Genau so könnte es wirklich sein, und genau deshalb finde ich das hier sehr gut.

Passend zur Jahreszeit (im Buch) war auch, daß die Legende der ersten Weihnachtskrippe eingeflochten wurde; es heißt, der hl. Franz von Assisi habe diese „erfunden“. Wie schon im ersten Weihnachtsbuch gibt es auch hier ziemlich viel Schnee, was für eine Lage mitten im Schwarzwald allerdings durchaus wahrscheinlich ist, vor allem aber zu dieser Geschichte paßt. Müßig zu erwähnen, daß die Figuren im Verlauf der Handlung mit ihren je ganz eigenen Problemen fertig werden bzw. sich diesen stellen müssen. Auch deren endgültige Auflösung fügt sich nahtlos ein bzw. führt alles zu einem - da verrate ich sicherlich nichts Unerwartetes - guten Ende.

Abschließend, wenn ich es mir recht überlege, hat mir dieses dritte Weihnachtsbuch der Autorin in der Tat am besten von den drei gefallen, wenngleich das erste „Unter dem Polarlicht“ ganz knapp dahinter liegt. Die bisher bekannten Figuren haben nun zwar alle ihre Geschichten bekommen, aber es spricht nichts dagegen, im nächsten Jahr von ganz anderen zu erzählen. Ich würde mich freuen.

 

Mein Fazit

Ein rundum gelungenes Buch, das so recht auf die Advents- und Weihnachtszeit einstimmen kann.

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Über die Autorin

Elisabeth Büchle wurde 1969 in Trossingen geboren und absolvierte sowohl eine Ausbildung zur Bürokauffrau als auch zur Altenpflegerin. Sie wohnt mit ihrem Mann und ihren Kindern im süddeutschen Raum.

 

Bibliographische Angaben siehe diesen Beitrag: Büchle, Elisabeth: Unter dem Mitternachtsmond (Buchdaten)

 

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Lewis, Beverly & David: Niemals werd ich dich vergessen

Wenn alles grau und trübselig aussieht, betrachte es als eine Chance. Jeder kann im Licht des Tages glauben, aber nur wenige harren unter dem drückenden Mantel der Dunkelheit aus. Vergiss nie: Der Glaube ist ein Licht, das man am besten in der Dunkelheit sehen kann. (Seite 60)

 

Cover: Niemals werd ich dich vergessenZum Inhalt

Es ist acht Jahre her, daß Kellys Baby entführt auf dem illegalen Adoptionsmarkt verkauft wurde. So lange sucht sie auch schon mit mehr oder weniger legalen Methoden nach dem verlorenen Kind.
Als der von ihr engagierte Privatdetektiv eine weitere „Kandidatin“ präsentiert, schöpft sie Hoffnung - zu genau würde Nattie in das Profil passen. Sie nimmt Kontakt zu ihrem Adoptivvater auf - aber das verläuft ganz und gar nicht so, wie sie das geplant hatte. Ein gutes Ende der Suche scheint weiter entfernt zu sein als je zuvor.

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Bengtson, Erik: Miriam und das weiße Kreuz

Das Leben steht still, Miriam, denkt er. Meinen wir. Aber das stimmt nicht. In Wirklichkeit läuft es uns die ganze Zeit weg. (Seite 122)

 

Cover: Miriam und das weiße KreuzZum Inhalt

Paul ist Schulbusfahrer in Baltimore. Doch die Zeiten ändern sich, die Umgebung ändert sich. Mehr und mehr entwickelt sich „sein“ Baltimore zu einem Slum, weswegen er fortzieht aufs Land. Dort hat er sehr bald eine Begegnung der etwas anderen Art mit einem Buggy: er fährt auf einen solchen auf. Damit beginnt sein Kontakt zur Welt der Amisch im allgemeinen und zu Eli, dem Fahrer des Buggy im Besonderen. Während Paul sich vom Dschungel der Großstadt erholt und mehr und mehr über die Amisch lernt, mit Eli und dessen Schwester Miriam in Kontakt kommt, braut sich ganz in der Nähe schweres Unheil zusammen.

 

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Rubart, James L.: Das Haus an der Küste

Ganz schön traurig, dass wir uns darüber definieren, was wir tun, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen, statt damit, was uns lebendig macht. (Seite 49)
Erinnere dich daran, wer du bist. (Seite 149)

 

Cover: Das Haus an der KüsteZum Inhalt

Micha hat alles erreicht, was man im Leben erreichen kann: geschäftlichen Erfolg, viel Geld, eine feste Beziehung. Ein perfektes Leben.
Bis er eines Tages von einem Großonkel ein seltsames Haus in Cannon Beach, etwa 300 km entfernt am Pazifik, erbt. Ein Haus, das sich verändert; ein Haus, in dem täglich neue Zimmer auftauchen. In einer Eisdiele lernt er Sarah kennen, die so ganz anders ist als seine derzeitige Freundin Julie. Micha wird gezwungen, sich seiner lange verdrängten Vergangenheit zu stellen. Und der Frage, welches Leben er künftig wo führen will: sein altes in Seattle oder sein neues in Cannon Beach. Es geht um alles oder nichts - bis hin zur letzten Konsequenz.

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Sawyer, Kim Vogel: Frischer Wind für Walnut Hill

Manchmal müssen wir in einen heftigen Sturm geraten, um zu erkennen, wie sehr wir eine Zuflucht brauchen. (Seite 314)

 

Cover: Frischer Wind für Walnut HillZum Inhalt

In einer Dorfschule in Walnut Hill / Nebraska tritt die achtundzwanzigjährige Hannah Robin ihre erste Stelle als Lehrerin an, nachdem sie seit ihrer Jugend für die Erziehung ihrer Geschwister verantwortlich war. doch mit ihren für die damalige Zeit - 1882 - modernen Lehrmethoden macht sie sich nicht nur Freunde, und einer ihrer Schüler setzt alles daran, ihr Schwierigkeiten zu bereiten.
Als ihre vierzehnjährige Schwester Missie auftaucht, wird die Situation nicht einfacher. Zumal da noch der Onkel Joel ihrer Schüler Johnny und Robert ist, an den sie immer wieder denken muß. Doch sie hat sich vorgenommen, nicht zu heiraten. Aber was passiert mit Vorsätzen, wenn sie auf das reale Leben treffen?

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Blackstock, Terri: Falsche Wahl (Cape Refuge 3)

Unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut. Er ist gegen die Fürsten und Gewalten.* (Seite 277)

 

Cover: Falsche WahlZum Inhalt

Kurz vor einer Debatte der Bürgermeisterkandidaten verschwindet die Gattin eines derselben spurlos, um einige Tage später tot aufgefunden zu werden. Die Indizien deuten auf den Ehemann als Täter hin, doch bald ergeben sich weitere Spuren.
Während Cade, der Polizeichef, in mühsamer Kleinarbeit versucht, den Fall, der immer weitere Kreise zieht, zu lösen, setzt auch Blair Owens, inzwischen Herausgeberin der örtlichen Zeitung, ihre Recherchefähigkeiten ein. Damit gefährdet sie die noch brüchige Beziehung zu Cade. Aber kann man bei dem sich auftuenden Abgrund auf solche persönlichen Belange Rücksicht nehmen?

 

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