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Manchmal entgleiten uns Bereiche unseres Lebens. Danach bleibt einem gar nichts anderes übrig, als wieder neu anzufangen. (Seite 115)

 

Cover: Unter dem SternenhimmelZum Inhalt

Da eine Bank Noa keinen Kredit für ihre Geschäftsgründung gewähren würde, stellt ihr Chiara kurzerhand Räumlichkeiten in ihrer Villa, die zum großen Teil leer steht, sowie das notwendige Startkapital zur Verfügung. Der Schreiner Jonas, ein Bekannter Chiaras, fertigt die Einrichtung an. Dabei kommen sich Noa und Jonas näher, als ihnen beiden lieb ist.
Aber Noa hat eine dunkle Vergangenheit, deren Schatten sie längst abgeworfen zu haben glaubte und die nun auftauchen und alles zu zerstören drohen.

 

 

 

Meine Meinung

Das Buch macht es mir nicht leicht. „Hier, in einem Buch das um die Weihnachtszeit und zudem im verschneiten Kanada angesiedelt ist, und in dem Ostern weder eine Rolle spielt noch überhaupt vorkommt, drängt sich diese Symbolik überhaupt nicht auf - und dennoch hat die Autorin diese auf eindrückliche Weise aufgegriffen und quasi nebenbei gezeigt, daß Weihnachten und Ostern zusammengehören; daß das eine ohne das andere nicht denkbar ist.“ So hatte ich über das Vorgängerbuch „Unter dem Polarlicht“ geschrieben (wobei beide Bücher völlig unabhängig voneinander verständlich sind).

Nicht leicht deshalb, weil dieser Roman hier nun für mich endgültig eher ein Oster- denn ein Weihnachtsbuch ist. Da hilft auch nicht, daß viel Schnee und ein Weihnachtsfest vorkommen; die rechte Weihnachtsstimmung wollte sich bei mir nicht einstellen. Vom Motiv her hat es mich an Marilyn Pappanos „Season For Miracles“ erinnert, nur daß das von vorne bis hinten Weihnachtsstimmung verbreitet, was ich beim „Sternenhimmel“ nun leider nicht empfunden habe. Und genau das ist mein Problem mit dem Buch: es ist eine wirklich gute, tiefgehende Geschichte, die Mut machen und aufbauen kann. Nur daß sie für mich eher im Frühjahr, mit Themen wie Vergebung, Umkehr, Neubeginn mehr auf die Karwoche und Ostern hin denn mitten im Winter angesiedelt ist bzw. sein sollte.

Der Seitenumfang entspricht so ungefähr der Hälfte des ansonsten von der Autorin gewohnten, dennoch hatte ich nie das Gefühl, etwas würde fehlen oder wäre unzureichend beschrieben. Das trifft auf die Figuren wie auch Orte und Handlung zu. Zwar gab es auch im Vorgängerband ein dunkles Geheimnis um eine der Figuren, das war jedoch mehr oder weniger abgeschlossen. Hier jedoch wird bald klar, daß jener dunkle Punkt in Noas Vergangenheit durchaus nicht abgeschlossen ist, sondern noch immer als Gefahr lauert und jeden Moment akut werden kann. Dadurch hatte ich ständig ein Gefühl der Bedrohung im Kopf. Als es dann zur Katastrophe kam, war das einerseits befreiend (für Figuren wie Leser), weil sich die Situation nun endlich klären mußte, andererseits wurde es noch dunkler und bedrohlicher, was ich in einem Weihnachtsbuch nicht unbedingt schätze. Am Ende ist diese Geschichte zwar auserzählt, aber einige Dinge bleiben doch offen. Das mag im realen Leben so sein, und auch, wenn man einen solchen Roman als Ausschnitt aus dem Leben der Figuren versteht; ich persönlich ziehe es bei einem "Weihnachtsbuch" jedoch vor, wenn am Ende alles aufgelöst und geklärt ist, selbst wenn das "hier draußen in der Welt" normalerweise nicht der Fall ist. Denn, vor allem unter Berücksichtigung des Genres, ich lese ein fiktionales Buch und nicht die Tageszeitung.

Noa hat, bedenkt man ihre Vorgeschichte, eine enorme Entwicklung durchgemacht, welche erst einsetzen konnte, als sie in eine entsprechende sie unterstützende Umgebung kam. Das war nachvollziehbar und folgerichtig dargestellt. Jonas konnte mit seinem Mißtrauen über weite Strecken nicht allzuviele Pluspunkte sammeln, wenngleich - bedenkt man seinen jeweiligen Kenntnisstand und seine Erfahrungen - man in so einer Situation selbst wohl ähnlich reagieren würde.

Thematisch geht es um Themen wie Vergebung, auch sich selbst, Angenommensein, Selbstsicherheit, Umkehr, Neubeginn. Das wird gut und gekonnt immer wieder mit dem Motiv des Kreuzes verbunden und vermag zum Nachdenken auch über eigene Unzulänglichkeiten anzuregen.

 

Mein Fazit

Eine gut erzählte Geschichte mit Tiefgang und Nachdenkpotential, die für mich eher ins Frühjahr denn in die Weihnachtszeit paßt.

Interessiert Sie das Buch? Wollen Sie es selbst lesen? Sie können es > hier im Gregor-Versand Shop direkt bestellen < !

 

Über die Autorin

Elisabeth Büchle wurde 1969 in Trossingen geboren und absolvierte sowohl eine Ausbildung zur Bürokauffrau als auch zur Altenpflegerin. Sie wohnt mit ihrem Mann und ihren Kindern im süddeutschen Raum.

Bibliographische Angaben

207 Seiten, kartoniert
Verlag: Gerth Medien GmbH, Asslar 2016; ISBN 9783957341358

Das Vorgängerbuch: Büchle, Elisabeth: Unter dem Polarlicht
(Beide Bücher sind jedoch in sich abgeschlossen und jeweils für sich alleine verständlich)

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Strobel, Lee: Der Fall Jesus

"Glauben Sie mir, diese Veränderungen an den jüdischen Strukturen waren nicht einfach kleinere Veränderungen, die wir beiläufig vornehmen - sie waren absolut monumental. Das war so etwas wie ein soziales Erdbeben! Und Erdbeben ereignen sich nicht ohne Grund.“ (J. P. Moreland, S. 288)

 

Cover: Der Fall Jesus

 

Zum Inhalt

Angeregt durch die Konversion seiner Frau zum Christentum begann der bis dahin atheistische Lee Strobel damit, sich ernsthaft mit dem Christentum zu befassen. In gleicher Manier, wie er für seine Gerichtsreportagen recherchierte und schrieb, hat er für dieses Buch zahlreiche Fachgelehrte zu den Hauptthemen „Die Prüfung der Aufzeichnungen“, „Die Person Jesu“ und „Die Auferstehung“ befragt. So entsteht im Verlauf des Buches ein recht genaues Bild von Jesus, seiner Botschaft und wer er war.

 

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Pagels, Elaine: Satans Ursprung

Cover: Satans UrsprungZum Inhalt

Wer ist Satan im Neuen Testament? In dieser grundlegenden Untersuchung verfolgt die Autorin die Geschichte Satans von seinen ersten Auftritten im Alten Testament, wo er in erster Linie verhindernd agiert, bis zum Neuen Testament, wo er der erbitterte Feind Gottes und der Menschen wird, das inkarnierte Böse.
Die vier christlichen Evangelien erzählen zwei sehr verschiedene Geschichten. Ihre Botschaft ist nicht nur Liebe, sondern auch Haß. Diese Schriften, die um die Zeit des jüdisch-römischen Krieges verfaßt wurden, nutzten die Figur Satans, um ihre jüdischen Gegner zu verdammen. Die Entstehung des Antisemitismus in diesem Konflikt ist eines der wichtigen Themen dieses Buches. Pagels zeigt, wie später die Kirchenväter dieselbe Satansanklage gegen ihre römischen Feinde, Heiden und Ungläubige führten - und auch gegen die Kontrahenten in ihren eigenen Reihen. Die bedeutende Lehre der Liebe und des Mitleids ist in ihrem Ursprung mit einer nicht weniger gewaltigen Botschaft des bitteren Hasses und des weltlichen Streits verwoben. Beide haben die menschliche Geschichte gleichermaßen bestimmt.

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Oke, Janette: Winona. Zeiten der Veränderung

Sie mochte keine Veränderungen. Am liebsten wäre es ihr gewesen, die Dinge würden einfach so bleiben, wie sie immer gewesen waren. (Seite 23)

 

Cover: Winona. Zeiten der VeränderungZum Inhalt

Als Winona 1874 sechs Jahre alt ist, ist ihre Welt noch in Ordnung, doch am Horizont ziehen düstere Wolken auf, die Anzeichen für Veränderungen, nicht zum Besseren, werden stärker. Die Büffel werden weniger, die Weißen immer mehr. Schließlich stößt ein junger Missionar zum Stamm, der sich zur Aufgabe gemacht hat, mit ihm zu leben und die Botschaft Jesu zu verbreiten.
Gegen ihren Willen wird Winona von den Stammesoberen in ein weit entferntes Internat geschickt, damit sie lernt, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Aber sie kommt in der Welt der Weißen nicht zurecht. Als schließlich schlechte Nachrichten von ihrer Familie eintreffen, unternimmt sie einen verzweifelten Fluchtversuch. Sie will nur noch zurück nach Hause.

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Vogt, Fabian: Zurück

Sicher ist nur: Ich habe mir dieses Leben nicht ausgesucht. Aber wer hat das schon. (Seite 64)

 

Cover: ZurückZum Inhalt

Am Silvesterabend 1999 erwartet Maximilian das Übliche: am nächsten Morgen wird er am 1. Januar 2000 aufwachen. Was er nicht erwartete war, daß er am 1. Januar 1999 aufwacht, am nächsten Tag am 2. Januar 1998 und immer so fort. Die Tage vergehen kalendermäßig zwar in normaler Reihenfolge, die Jahre zählen jedoch jeweils eines zurück. Was ist mit ihm geschehen?
Er versucht so gut, es eben geht, sich in diesem seltsamen Leben einzurichten und trifft im Laufe der Zeit auf verschiedene Persönlichkeiten der Weltgeschichte. Immer auf der Suche nach der Antwort, was ihm da geschieht und weshalb.
Max taucht an verschiedenen Knotenpunkten der Geschichte auf, doch das Rätsel kann er nicht lösen. Schließlich faßt er einen Entschluß und gibt seiner Reise ein finales Ziel.

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Kaiser, Maria Regina: Hildegard von Bingen

„Sie haben dich gewählt. Du musst zustimmen“, flüsterte Sniwindis.
Hildegard senkte den Kopf.
„Klein Arm“, hörte sie das Lebendige Licht sprechen und ihr Körper erwärmte sich und erstarkte. „Klein Arm, es wird dir gelingen.“ (Seite 102)

 

Cover: Hildegard von BingenZum Inhalt

Als zehntes und zudem kränkliches Kind einer Adelsfamilie wird es bald klar, daß Hildegard in ein Kloster soll und möchte. Als sie 14 Jahre alt ist, ist es soweit: mit ihrer älteren Cousine Jutta von Sponheim sowie einer weiteren Jutta zieht sie in eine Klause in der Abtei Disiboden ein. Schon als Kind hatte sie Visionen, die als Erwachsene auch von der Kirche anerkannt werden. So darf sie - extrem ungewöhnlich für eine Frau dieser Zeit - schreiben, predigen und die Bibel auslegen. Daneben entwickelt sie ein großes Wissen um die Heilkunst.
Im Laufe der Jahre wächst das Frauenkloster stark an; nach dem Tod der Jutta von Sponheim wird Hildegard ihre Nachfolgerin. Schließlich wagt sie mit ihren Schwestern den Neuanfang auf dem Rupertsberg bei Bingen, wo sie ein neues Kloster gründet. Auch hier strömen die Menschen herbei zur berühmtesten und wohl klügsten Frau des Mittelalters.

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