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„Because what you want the most is always too expensive.“* (Seite 78)

 

Cover: Remembering ChristmasZum Inhalt

Rick Denton ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, als er einen Anruf seiner Mutter bekommt. Der Stiefvater Art fällt wegen schwerer Erkrankung für einige Zeit aus, und Rick soll in der Buchhandlung aushelfen. Widerwillig macht er sich auf den Weg nach Hause. Denn sein Verhältnis zum Stiefvater ist nicht das beste. Zudem hat die Buchhandlung eine christliche Ausrichtung. Es fällt ihm nicht leicht, sich einzuarbeiten, von den Artikeln bis zur Kundschaft ist es sehr ungewohnt für ihn. Lichtblick ist Andrea, die Teilzeitangestellte. Und dann ist da noch der Obdachlose JD, den er am liebsten fortjagen möchte. Doch seine Eltern unterstützen JD, Rick will nichts verändern. Als Art operiert werden muß, und es länger dauert als geplant, muß Rick sich arrangieren. Doch kann oder will er das überhaupt? So kurz vor Weihnachten?

 

Vorbemerkung

Die gespoilerten Textstellen (durch "[ ]" markiert) verraten wesentliche Inhalte des Buches. Um diese Stelle lesen zu können, bitte einfach mit gedrückter linker Maustaste darüer fahren (die Stellen quasi markieren). Der Text wird dann lesbar.

 

Kommentar / Meine Meinung

Weihnachten, die Zeit der Wünsche. Rick wünscht sich noch einige möglichst erfolgreiche Geschäftsabschlüsse, um seiner Karriere einen weiteren Schub zu geben. Doch zwischen dem, was man sich wünscht und dem, was man bekommt, lieben manchmal Welten. Das wird ihm klar, als seine Mutter anruft und vom Aneurisma seines Stiefvaters erzählt, der damit in der wichtigen Vorweihnachtszeit in der eigenen Buchhandlung ausfällt. Rick hat keine Wahl: er muß seinen Urlaub nehmen und aushelfen.

Vor Jahren war er weggezogen und hatte die Kontakte seither auf ein Minimum beschränkt. So tut er sich naturgemäß schwer mit der Tätigkeit in einer kleinen christlich geprägten Buchhandlung. Er taucht in eine Welt ein, die so ganz anders ist als die, welche er gewohnt ist. Und hat plötzlich mit einem ganz anderen Menschenschlag zu tun. Sein einziger Lichtblick ist die Teilzeitangestellte Andrea - doch wie weist seine Avancen zurück.

Während Rick sich also in einer für ihn fremd gewordenen Welt zurechtzufinden sucht, bleibt es nicht aus, daß er sich einigen Dingen aus seiner Vergangenheit stellen muß. Etwa dem durch ihn bedingten gespannten Verhältnis zu seinem Stiefvater. Oder der Tatsache, daß dieser einen Obdachlosen täglich mit etwas zu Essen und Trinken versorgt, obwohl das dem Geschäft nicht unbedingt gut tut.

Ich konnte mir Ricks „Kulturschock“, den er bei seiner Rückkehr in die Heimatstadt in Florida erlitt, so richtig vorstellen und fand das realistisch und nachvollziehbar beschrieben. Die Handlung entwickelte sich schön langsam, ohne daß ich je das Gefühl hatte, sie würde dahinplätschern. Was soll auch groß Aufregendes passieren, in einer kleinen, etwas abseits gelegenen Buchhandlung mit genau definiertem Programm und daher Zielgruppe? Es geht im Buch auch nicht darum, daß viel passiert (obwohl es durchaus spannende Momente gibt), sondern darum, daß Rick gezwungen ist, nach Hause zu kommen und sich damit einigen ungelösten Dingen der Vergangenheit stellen muß. Zudem lernt er eine ganz andere Lebenseinstellung kennen, was ihn zwingt, seine eigene infrage zu stellen.

Nun ist, dem Genre geschuldet, sicherlich manche Entwicklung bis zu einem gewissen Grade vorhersehbar - sonst hätte ich das Buch auch nicht gelesen. Interessant ist, wenn man das Ziel ahnt, eigentlich immer der Weg dorthin. Und der hat mir außerordentlich gut gefallen. Es gab einige Stellen, die ich mehrfach gelesen habe, einfach, weil sie so schön waren und tiefe innere Ruhe mit sich brachten. Mir fallen aus dem Stegreif nur wenige Bücher ein, die so ein Gefühl über einen so relativ langen Zeitraum (bzw. viele Seiten) aufrecht erhalten. [ Das betrifft auch das endlich mal nicht rasch dahingeschriebene, abrupte Ende, sondern über etliche Seiten andauernde Finale des Buches, das zumindest ich lange geahnt und gewünscht habe, und hier endlich einmal so richtig lange auskosten konnte. ]

Lediglich einen kleinen Kritikpunkt habe ich: [ nämlich den, das eigentlich nirgends genauer auf die Trennung von Ricks Eltern eingegangen wird. Es gibt Andeutungen aus Ricks Sicht, aber am Ende verläuft das etwas im Sande. Da das Thema aber eine bedeutende Rolle im Buch spielt, hätte ich mir da ein paar Erkenntnisse mehr dazu gewünscht. ]

Im Nachwort erfahren wir, daß die Geschichte zwar erfunden, die Stadt mehr oder weniger fiktiv ist, aber Ricks Eltern (Leanne und Art, sein Stiefvater) haben dennoch Vorbilder im realen Leben. Des Autors Frau hat vor Jahren in einer Buchhandlung, wie hier im Buch beschrieben gearbeitet, dessen Inhaberpaar der Beschreibung im Buch recht nahe kommt.

Erwähnen möchte ich noch, daß Art den größten Teil des Buches krank ist, und selbst daher vielleicht etwas blaß bleibt. Jedoch habe ich seine - lebensbedrohende - Krankheit als hier nicht so deprimierend beschrieben gefunden wie etwa eine solche in Richard Paul Evans’ „Der Weihnachtswunsch“, wo sehr bald klar ist, daß Sara das Buch nicht überleben wird. Hier ist das anders, zum einen weiß man über weite Strecken nicht, wie es mit ihm ausgehen wird (und ich werde es hier auch nicht verraten), zum anderen sind für mein Empfinden auch die düstersten Stellen so geschrieben, daß diese erträglich sind.

Ein Buch, das gut in die Vorweihnachtszeit paßt, mit der richtigen Mischung an ernsten und heiteren Stellen, mit einem passenden Maß an Gesellschaftskritik und - für meine Begriffe ohne erhobenen Zeigefinger! - Hinweisen auf die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben. ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und mich nun auf die Suche nach weiteren Büchern des Autors gehen läßt.

 

Kurzfassung

Eine wunderbare, im wahrsten Sinne des Wortes herzerwärmende Geschichte, in der Rick erkennen muß, daß nicht immer alles so ist, wie es scheint, und vor allem, was wirklich wichtig ist im Leben.

 

Über den Autor

Dan Walsh wurde 1957 geboren; er hat irische Vorfahren. Seit 1976 ist er verheiratet, das Paar hat zwei inzwischen erwachsene Kinder. Von 1985 bis 2010 war Walsh als Pastor beschäftigt, seither ist er hauptberuflich als Schriftsteller tätig.

 

Bibliographische Angaben und Übersetzung

265 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag. Verlag: Revell (Baker Publishing Group), Grand Rapids MI, 2011
ISBN-10: 0-8007-1979-4, ISBN-13: 978-0-8007-1979-1
* = „Denn was man sich am meisten wünscht, ist immer zu teuer.“

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Ripken, Nik / Lewis, Gregg: Gottes unfassbare Wege

Verfolgung, das ist für uns wie die Sonne, die im Osten aufgeht. Sie kommt immer wieder. Das ist unser Alltag, das ist nichts Besonderes oder Unerwartetes. (Seite 170)

 

Cover: Gottes unfassbare WegeZum Inhalt

Nik Ripken verspürte den Ruf, in die Mission nach Afrika zu gehen, und ging Anfang der 90er Jahre mit seiner Frau Ruth u. a. nach Malawi, um dann für einige Jahre in Somalia unter widrigen Bedingungen den Ärmsten der Armen zu helfen. Schnell war klar, daß man in diesem islamischen Land nur helfen kann, wenn man über Religion oder Glaube kein Wort verliert. Ripken erzählt, wie er mit seinen Helfern dort lange, bevor die UNO auf das Elend aufmerksam wurde, oft unter Einsatz seines Lebens, ganz praktische Hilfe organisierte und leistete.
Als nach rund fünfzehn Jahren die Zeit in Afrika zu Ende ging, begann er, verfolgte Christen auf der ganzen Welt zu besuchen, um von ihnen zu erfahren und zu lernen, wie man auch bei schwerer Verfolgung, etwa in China oder den islamischen Ländern, überleben kann. Dabei bekam er erstaunliche Geschichten und Erlebnisse zu hören, über die er in seinem Buch berichtet.

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Kellner, Albrecht: Expedition zum Ursprung

Den Trugschluss, dass die Naturwissenschaft die Erklärung für den Ursprung allen Seins liefern würde, hatte ich noch relativ leicht durchschauen können. (Seite 56)

 

Cover: Expedition zum UrsprungZum Inhalt

Schon seit seiner Kindheit beschäftigt Albrecht Kellner die Frage nach dem Sinn des Lebens. In den Naturwissenschaften meint er, die Erklärung für „das, was die Welt zusammen hält“, finden zu können und studiert deshalb Physik. Doch je weiter er in seinem Studium fortschreitet, um so mehr erkennt er, daß die Physik diese Fragen nicht beantworten kann. So gibt er sein Stipendium in den USA auf und sucht anderweitig nach Antworten auf seine Fragen, ohne diese jedoch zu bekommen. Schließlich wird er da fündig, wo er überhaupt nicht damit gerechnet und demzufolge auch nicht gesucht hatte.

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Kinkade, Thomas & Katherine Spencer: Home Song (Cape Light 2)

It was funny how life worked out sometimes, no matter how you tried to plan or scheme. * (Seite25)

Cover: Home Song

 

Zum Inhalt

Das Buch beginnt kurze Zeit nach dem Ende des Vorgängerbandes „Cape Light“. Sam und Jessica stecken mitten in den Hochzeitsvorbereitungen, Emily mitten im Wahlkampf, und Sara hat sich Emily noch immer nicht offenbart. Wobei für letztere noch das „Problem“ Luke immer mehr in den Vordergrund drängt. Schließlich erreicht Lillian, Emilys und Jessicas verbitterte alte Mutter, was sie wollte: die Hochzeit wird verschoben. Wenn man dann noch an die Widerstände denkt, die Luke mit seinem Projekt für gestrauchelte Kinder erfährt (bis hin zu einem Brand auf dem Grundstück), so ist klar, daß für die 377 Seiten mehr als genügend Stoff vorhanden ist. Auch das Kleinstadtleben kann ganz schön aufregend und anstrengend sein.

 

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Sawyer, Kim Vogel: Frischer Wind für Walnut Hill

Manchmal müssen wir in einen heftigen Sturm geraten, um zu erkennen, wie sehr wir eine Zuflucht brauchen. (Seite 314)

 

Cover: Frischer Wind für Walnut HillZum Inhalt

In einer Dorfschule in Walnut Hill / Nebraska tritt die achtundzwanzigjährige Hannah Robin ihre erste Stelle als Lehrerin an, nachdem sie seit ihrer Jugend für die Erziehung ihrer Geschwister verantwortlich war. doch mit ihren für die damalige Zeit - 1882 - modernen Lehrmethoden macht sie sich nicht nur Freunde, und einer ihrer Schüler setzt alles daran, ihr Schwierigkeiten zu bereiten.
Als ihre vierzehnjährige Schwester Missie auftaucht, wird die Situation nicht einfacher. Zumal da noch der Onkel Joel ihrer Schüler Johnny und Robert ist, an den sie immer wieder denken muß. Doch sie hat sich vorgenommen, nicht zu heiraten. Aber was passiert mit Vorsätzen, wenn sie auf das reale Leben treffen?

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Blackstock, Terri: Nur wenn ich fliehe (Rezension von Bernhard Gregor)

Ich bin derjenige von uns beiden, der in drei Auslandseinsätzen im Krieg war. Er ist der, der jetzt tot ist. (Seite 38)

 

Cover: Nur wenn ich flieheZum Inhalt

Casey Cox findet ihren besten Freund ermordet vor. Doch anstatt die Polizei zu rufen, flieht sie und macht sich damit verdächtig. Bald ist ihr nicht nur die Polizei auf den Fersen, sondern auch ein von der Familie des Ermordeten angeheuerter Detektiv. Doch je näher er an Casey Cox herankommt, um so mehr Zweifel kommen ihm, ob sie wirklich die Mörderin ist.

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